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HildburghausenLandrat von Corona-Hotspot nach Drohung unter Polizeischutz

Menschen laufen durch die Innenstadt von Hildburghausen in Thüringen und protestieren gegen die neuen Infektionsschutzregeln in dem Kreis. (picture alliance/dpa/NEWS5/Steffen Ittig)
Gegen die scharfen Corona-Regeln in Hildburghausen gab es Proteste. (picture alliance/dpa/NEWS5/Steffen Ittig)

Der Landrat des Corona-Hotspots Landkreis Hildburghausen in Thüringen, Müller, steht seit gestern unter Polizeischutz.

Müller sei zuvor in den Sozialen Medien beleidigt und bedroht worden und habe Anzeige erstattet, bestätigte ein Sprecher der Polizei in Erfurt. Zum Inhalt der Drohung gegen den CDU-Politiker sowie zu mutmaßlichen Tätern und Motiven gab es zunächst keine Informationen. Sie stehe aber mutmaßlich im Zusammenhang mit der Corona-Schutzverordnung, sagte der Sprecher.

Mit fast 603 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche hat der Landkreis Hildburghausen bundesweit den höchsten Inzidenzwert. Schulen und Kitas sind dort momentan geschlossen, es gelten Ausgangsbeschränkungen. Die Thüringer CDU warf der rot-rot-grünen Landesregierung vor, zu zögerlich auf die steigenden Zahlen reagiert und Schulschließungen zu lange blockiert zu haben.

Diese Nachricht wurde am 27.11.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.