Hintergrund 

EU-HaushaltKampf ums Geld

Flaggen der EU-Mitglieder, Brüssel, 2014 (Getty Images Europe / Carl Court)

Agrarpolitik, Strukturförderung, Klimaschutz, sozialer Zusammenhalt: Das will die EU in den nächsten Jahren umsetzen. Bei der nun anstehenden EU-Haushaltsdebatte geht es um die Verteilung der Gelder. In vielen Punkten droht Streit, nicht zuletzt durch die Milliardenlücke, die der Brexit verursacht hat.

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Wikileaks-Gründer vor GerichtEs wird nicht nur über Julian Assange verhandelt

Eine Unterstützerin von Julian Assange hält vor ihrer Brust ein Schild, auf dem das Gesicht von Assange zu sehen ist. Der Mund von Assange ist auf dem Bild mit einer US-amerikanischen Flagge zugeklebt. Darunter steht auf dem Plakat "Free Assange" ("Befreit Assange").  (dpa / picture alliance / Sputnik / Justin Griffiths-Williams)

Im Prozess gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange in Großbritannien geht es nicht nur um seine Auslieferung an die USA, wo er wegen Geheimnisverrats angeklagt werden soll. Seine Unterstützer und selbst der UNO-Sonderberichterstatter für Folter sehen darin eine Bewährungsprobe für freie Demokratien.

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Auf dem Weg zur VI. Republik?In Frankreich schwindet das Vertrauen in den Staat

Demonstranten halten bei Protesten gegen Macrons Rentenreform Pyrotechnik in der Hand. (MAXPPP)

Der Streit um die Rentenreform von Emmanuel Macron hat Frankreich gespalten. Nun wird sie wohl bald trotz der massiven Proteste umgesetzt. Doch Ruhe wird sie dem Land nicht bringen. Auch weil durch den Konflikt die Legitimation des politischen Systems ins Wanken geraten ist.

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Digitale AnalphabetenWarum Schüler in Deutschland auf Fake News hereinfallen

Schüler hält im Unterricht ein Handy in den Händen  (dpa/Jens Kalaene)

Deutsche Schüler verbringen viel Freizeit am Smartphone oder am Laptop, doch ihre Medienkompetenz ist nur gering. Das belegen Studien. Viele Jugendliche können Fakten nicht von Falschmeldungen im Netz unterscheiden. Experten fordern deshalb ein Pflichtfach Medienkunde in der Schule. Und nicht nur das.

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Der Ilisu-Staudamm in der TürkeiAntike Stätten versinken in den Fluten

Die Antike türkisch Stadt Hasankeyf vor der Überflutung (imago images / Depo Photos / Mustafa Alkac)

Über das Projekt wurde jahrzehntelang gestritten. Nun ist der Ilisu-Staudamm in der Türkei fertiggestellt. Die historische Stadt Hansankeyf geht in den Fluten des Tigris unter. Und mit ihr Kulturschätze aus der mehr als zehntausendjährigen Geschichte der Stadt.

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Putins SchattenarmeeRussische Söldner in Afrika

Mann in Soldatenkleidung mit Gewehr kriecht durch Tunnel (ZPress_the_virginian-pilot)

Russland will die Zusammenarbeit mit Afrika ausbauen. Bislang liefert Moskau Waffen und geht Militärkooperationen ein. Beobachtern zufolge kommen auch Söldner zum Einsatz, so etwa in Libyen. Das offenbar in Abstimmung mit dem direkten Umfeld von Präsident Wladimir Putin und unter Missachtung russischer Gesetze.

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Erster französischer Atomtest vor 60 JahrenFrankreich und die Folgen seiner Kernwaffentests

Nach der Explosion einer französischen Atombombe 1971 schwebt dieser riesige Atompilz über dem Mururoa-Atoll. (dpa)

Vor 60 Jahren zündete Frankreich seine erste Atombombe - in der algerischen Wüste. Viele dort eingesetzte Veteranen und Zivilisten leiden heute unter Krankheiten. Doch nur wenige haben staatliche Entschädigungen erhalten. Und die Folgen für die örtliche Bevölkerung sind weitgehend unerforscht.

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Vor der Münchner SicherheitskonferenzWeniger Westen war nie

Bundeskanzlerin Merkel bei ihrer Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz (dpa/Tobias Hase)

Hochrangige Politiker werden am Wochenende bei der Münchner Sicherheitskonferenz erwartet. Die Zunahme der Krisenherde und der wachsende Abstand zwischen den USA und Europa sind zwei der Leitmotive für das Jahrestreffen der geopolitischen Szene. Insgesamt steht die Konferenz unter dem Motto "Westlessness".

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Globale Marktmacht Wenn Großkonzerne ihre Lieferanten ausbeuten

FRauen und Männer arbeiten unter schweren Bedingungen in der Textilfabrik 'One Composite Mills' in Gazipur an Nähmaschinen. (picture alliance / Doreen Fiedler)

Wenn große Unternehmen ihre Ware von kleineren Lieferanten in Pakistan, Bangladesch oder China produzieren lassen, ist das meist günstig - und oft mit ausbeuterischen Arbeitsbedingungen vor Ort verbunden. Können gesetzliche Vorgaben die Unternehmen dazu bringen, mehr Verantwortung zu übernehmen?

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CDU nach Kramp-Karrenbauer-RückzugIm Richtungsstreit und ohne Chefin

Annegret Kramp-Karrenbauer, Parteivorsitzende der CDU, aufgenommen vor Beginn einer Kabinettssitzung im Bundeskanzleramt  (imago/Felix Zahn)

Dem Eklat in Thüringen folgt der Rückzug von CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Doch der Skandal um die Thüringer Ministerpräsidentenwahl legt nur offen, dass die Partei keine klare Haltung zur AfD findet. Erneut richten sich viele Augen auf Friedrich Merz.

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Wirtschaftsfaktor SeehandelDeutsche Seehäfen: Lokale Konkurrenz, globale Schwäche

Mit der "Eugen Maersk" und der "Majestic Maersk" (l) liegen am 04.10.2013 zwei Containerriesen der Maersk-Reederei an der Pier des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven (Niedersachsen) (picture-alliance / dpa / Ingo Wagner)

Deutschlands große Seehäfen konkurrieren um Kunden und Container, es geht um mehrere Milliarden Euro. Dabei könnte eine Kooperation helfen, der zunehmenden Macht der Reedereien und den internationalen Mitbewerbern etwas entgegenzusetzen. Doch viele Beteiligte sehen das anders.

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Frauen in HollywoodHat die #metoo-Debatte die Oscars verändert?

Die US-Regisseurin Kathryn Bigelow bei der 82. Oscar-Preisverleihung, 2010. Sie erhielt den Oscar als beste Regisseurin für ihren Film "Tödliches Kommando - The Hurt Locker".  (dpa / Hubert Boesl )

Hollywood hat ein Problem mit Vergewaltigung und sexueller Belästigung. Das prangerte die #metoo-Debatte vor über zwei Jahren an. Und auch die Oscar-Verleihung geriet in die Kritik: Zu wenige Frauen, zu wenige People of Color gewinnen, so der Vorwurf. Was hat sich seitdem getan?

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Klamme KommunenWer die Schulden der Städte bezahlen soll

Die Eingangstüren eines geschlossenen Hallenbades in Duisburg ist mit Spanplatten verschlossen  (dpa/Oliver Berg)

Finanzminister Olaf Scholz plant, zahlreiche Städte und Gemeinden im Umfang von 20 Milliarden Euro zu entschulden. Beteiligen müssen sich auch die vier Länder, in denen sich die Pleite-Kommunen ballen. Die Rettungsaktion weckt jedoch Argwohn – in den Kommunen und Ländern, die solider gewirtschaftet haben.

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Rechtsextreme in der PolizeiVom Einzelfall zum Tatendrang

Berliner Polizeischüler beim Vortrag einer Holocaust-Überlebenden (Deutschlandradio / Tom Schimmeck)

Rechtsextremismus in den eigenen Reihen? Deutschlands Polizeibehörden haben bei dem Thema lange abgewiegelt, doch inzwischen herrscht Tatendrang. Die Extremismus-Vorbeugung beginnt bereits bei den Polizeischülern - die auch lernen, wann sie eine Anweisung verweigern dürfen.

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China und das CoronavirusMehr als ein Gesundheitsproblem

Menschen in Schutzkleidung laufen einen Gang entlang (dpa / Xinhua / Xiong Qi)

Das Coronavirus lähmt Chinas Wirtschaft. Noch ist unklar, welche Firmen nach den Neujahrsferien ihre Arbeit wieder aufnehmen können. Währenddessen kursieren Videos im Internet, in denen Kritik an der medizinischen Versorgung geäußert wird. Das Misstrauen in der Bevölkerung gegenüber dem Regime wächst.

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MinisterpräsidentenwahlThüringen tickt anders

Ein Mann schaut auf die Sitzordnung im Plenarsaal des Thüringer Landtages (dpa / Martin Schutt)

Wen der Thüringer Landtag an diesem Mittwoch zum neuen Ministerpräsidenten wählt, ist völlig offen. Weder Amtsinhaber Bodo Ramelow von der Linken noch irgendein anderer Politiker weiß eine Mehrheit hinter sich. Eine überraschende Wendung ist nicht ausgeschlossen.

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Prozesse gegen Dschihadisten Europas Verantwortung nach dem Kalifat

IS-Kämpfer im Gefängnis Hassake in Syrien (imago/Chris Huby)

Tausende IS-Kämpfer sitzen in Lagern in Nordsyrien und im Irak und warten auf ihren Prozess – darunter viele aus europäischen Staaten. Ihre Heimatländer wollen sie nicht zurück, um sie vor Gericht zu stellen. Auch ein internationales Tribunal, wie es die EU fordert, scheint unrealistisch.

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Ungleichheit in den USADie Alltagssorgen der Durchschnitts-Amerikaner

Ein Krankenwagen ist in Manhattan im Einsatz. (dpa)

Schulden wegen der teuren Ausbildung, explodierende Gesundheitskosten, niedrige staatliche Rente im Alter: Es gibt viele Alltagssorgen, die das Leben eines durchschnittlichen US-Amerikaners bestimmen. Und für Afroamerikaner kommt noch die Angst vor einem diskriminierendem Justizsystem hinzu.

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Sanierung der Deutschen BahnMehr Geld allein reicht nicht

Der ICE 1514 nach Hamburg fährt auf Gleis 11 des Leipziger Hauptbahnhofes ein (dpa / ZB / Sören Stache)

86 Milliarden Euro erhält die Bahn in den kommenden zehn Jahren vom Bund, um das Schienennetz zu modernisieren, den Takt zu erhöhen und mehr Fahrgäste zu befördern. Damit soll sie eine Schlüsselrolle in der Verkehrswende spielen. Doch mit Geld allein lässt sich dieses Ziel nicht erreichen, sagen Kritiker.

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Vorwahlen in IowaDie erste Richtungsentscheidung im US-Wahlkampf

Der Bewerber um die demokratische Präsidentschaftskandidatur Pete Buttigieg macht schon seit längerem Wahlkampf im US-Bundesstaat Iowa.  (imago images / ZUMA Press / Brian Cahn)

Wer im US-Bundestaat Iowa die Vorwahlen verliert, hat wenig Chancen, Präsidentschaftskandidat seiner Partei zu werden. Vor allem die zehn demokratischen Bewerberinnen kämpfen um jede Stimme. Donald Trump als republikanischer Kandidat gilt dagegen als gesetzt – trotz anderer Bewerber.

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Großbritanniens EU-AustrittDie unendliche Geschichte des Brexits

Ein Anti-Brexit-Demonstrant am 30. Januar 2020 in London, England (imago images / Kyodo News)

Nach dem Abschied kommt der nächste Verhandlungsmarathon: Im Anschluss an den Austritt Großbritanniens aus der EU will das Land bis zum Ende des Jahres seine Beziehungen zur Europäischen Union regeln. Doch die Hürden sind hoch, Fragezeichen gibt es in vielen Bereichen: von Handel und Fischerei bis hin zur Außen- und Sicherheitspolitik.

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GenossenschaftenUnternehmensziel: solidarisch und nachhaltig wirtschaften

Häuser der denkmalgeschützten Gartenstadt Falkenberg in Treptow Akazienhof, Architekt Bruno Taut , Berliner Bau und Wohnungsgenossenschaft. (imago / Sven Lambert)

Im 19. Jahrhundert entstand die Genossenschaft - im Agrar-, Banken-, Wohnungs- und Kultursektor. Menschen zahlen dabei anteilig Geld für ein gemeinsames Projekt. Wo sich der Staat zurückzieht, scheint heute mehr denn je bürgerschaftliches Engagement in dieser Rechtsform gefragt zu sein.

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IntegrationHeißbegehrt und ausgebremst - Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt

Kunstvolle Streifen auf dem Glas zaubert ein Fensterputzer während seiner Arbeit. (picture alliance / Wolfgang Kumm)

Immer mehr Geflüchtete haben feste Jobs oder Ausbildungsplätze. Wirtschaft und Handwerk brauchen sie. Vor allem junge Asylbewerber brennen darauf, eine Lehre abzuschließen, um danach arbeiten zu können. Doch neben den gesetzlichen Hürden stellt auch der schulische Teil der Ausbildung eine Herausforderung dar.

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Zehn Jahre nach dem Canisius-Kolleg-SkandalSexuelle Gewalt an Kindern - nicht der Ausnahmefall

Schatten einer Hand einer erwachsenen Person und der Kopf eines Kindes an einer Wand eines Zimmers. (dpa / Patrick Pleul )

Vor zehn Jahren wurden die Fälle sexueller Gewalt gegen Kinder am Berliner Canisius-Kolleg bekannt, dann die an der hessischen Odenwaldschule. Eine Welle der Aufarbeitung folgte: in Kirchen, Heimen, dann auch im Sport. Dennoch ist die Bilanz vieler Betroffener und Aufklärer heute bitter.

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Geschichte ohne ZeitzeugenNeue Wege der Erinnerungskultur

Eingang zur Gedenkstätte KZ Buchenwald. (Imago / Rainer Unkel)

Noch können Überlebende des Nationalsozialismus von ihren Erlebnissen persönlich berichten. Manche hoffen, dass ihre Enkelkinder ihre Geschichte lebendig halten. Doch es gibt Historiker, die im Schwinden der Zeitzeugen eine Chance für die Geschichtswissenschaft sehen.

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Geldanlage und AltersvorsorgeFinanzberaterinnen nehmen Frauen in den Blick

Eine Frau sitzt vor einem aufgeklappten Notebook am Tisch und hält Papiere in der Hand (imago images / Westend61)

Geldanlage und Altersvorsorge waren traditionell "Männerthemen". Dabei sind Frauen durch ein durchschnittlich geringeres Einkommen besonders von Altersarmut betroffen. Inzwischen gibt es viele Initiativen, die Frauen das Thema Finanzen näherbringen möchten.

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Industrie und KlimaschutzNoch viele Barrieren bei der Energiewende

Herbstmorgen in Brandenburg, Panoramafoto von Windrädern bei Sonnenaufgang in der Nähe von Welzow / Brandenburg (picture alliance / Andreas Franke)

Der Umstieg auf erneuerbare Energien wird an vielen Stellen gebremst: beschränkte Leitungsnetze, der stockende Ausbau der Windkraft und vor allem gesetzliche Hürden. Auf die Industrie, die viel bezahlbaren Strom braucht, kommt ein massiver Umbau zu - erste Modelle dafür gibt es in Norddeutschland.

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Auf die Barrikaden!Der Streit um die Rentenreform in Frankreich

Polizisten und Gelbwesten-Demonstranten geraten bei einem Protest aneinander. In Frankreich haben Menschen erneut gegen die geplante Rentenreform gestreikt. (dpa-news / AP / Francois Mori)

Seit Wochen laufen die Gewerkschaften Sturm gegen Pläne zur Reform des Rentensystems in Frankreich. Der Präsident hält das mehr als 40 verschiedene Pensionskassen umfassende System für unfair und teuer - und will das Eintrittsalter von 62 auf 64 Jahre erhöhen. Der Widerstand gipfelt in Gewalt.

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Türkisch-griechischer StreitGeopolitik im Mittelmeer

Israel, Mittelmeer: Eine Ölplattform im Leviathan-Erdgasfeld im Mittelmeer vor der israelischen Küste.  (Marc Israel Sellem/Pool/Jerusalem Post)

Griechenland, Zypern, Israel und Ägypten wollen bei der Ausbeutung von Bodenschätzen im Mittelmeer kooperieren – ohne die Türkei. Die erhebt selbst Ansprüche auf den Meeresboden und auf das Gas. Die Wurzeln des Streits liegen in einem ungelösten Konflikt.

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Zukunft der Pipeline Nordstream 2Die geopolitische Gasröhre

Mecklenburg-Vorpommern, Laage: Das Verlegeschiff "Audacia" des Offshore-Dienstleisters Allseas verlegt in der Ostsee vor der Insel Rügen Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2 (Luftaufnahme mit einer Drohne). (Bernd Wüstneck/dpa)

150 Kilometer vor der deutschen Küste ist der Bau der Gas-Pipeline Nord Stream 2 nun erst einmal gestoppt: Die US-Sanktionen greifen und Unternehmen sind abgesprungen. Der russische Gasversorger Gazprom wird die Röhre wohl selbst zu Ende bauen.

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Von der Verantwortung der UnternehmenAllgemeinwohl vs. Aktionärswohl

Vorbeilaufende Menschen beim Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz. (pa/keystone/G.Ehrenzeller)

Viele Unternehmen haben nur ein Ziel: Den Gewinn zu maximieren und den Firmenwert im Interesse der Eigentümer zu steigern. Doch manche Politiker und Experten wollen, dass Unternehmen mehr auf die Interessen der Allgemeinheit achten. Der Widerstand dagegen ist groß – seit Jahrzehnten.

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HeilpraktikerEine Branche auf dem Prüfstand

Schmerzende Schultern in einer Computerdarstellung (imago/Science Photo Library)

Entschlackung, Akupunktur, Homöopathie: Die Behandlungsmethoden von Heilpraktikern sind umstritten, eine wissenschaftliche Ausbildung brauchen sie nicht. Experten kritisieren das. Und auch die Bundesregierung will das Betätigungsfeld der Heilpraktiker überprüfen.

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Argentinien unter neuer RegierungAlltag mit Inflation, Armut und Staatsschulden

Eine Frau steht außerhalb eines Gemüsehändlers in Buenos Aires, Argentinien (AFP / Etian Abramovich )

Das einst so reiche Argentinien hat schon viele Wirtschaftskrisen mitgemacht. Aber diesmal treffen Inflation und Armut auch die Mittelschicht. Dank großer Versprechen ist seit Dezember Alberto Fernández neuer Präsident Argentiniens. Aber wie er das Land aus der Misere befreien will, ist unklar.

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Todesmärsche der KZ-HäftlingeDas letzte Kapitel des Massenmords

Neu angekommene Häftlinge haben auf der Todesrampe im KZ Auschwitz Aufstellung genommen. Links Frauen und Kinder, rechts die Männer. Anschließend wird mit der Selektion begonnen. (dpa / picture alliance)

Als Ende des Zweiten Weltkriegs die Front immer näher rückt, lässt die NS-Führung tausende KZ-Gefangene verlegen. Viele erfrieren, verhungern oder werden während der Todesmärsche erschossen. Vor 75 Jahren begann die Räumung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz.

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Streit um AgrarpolitikDie Wut der Bauern

Ein Landwirt bringt Gülle auf einem Feld aus, aufgenommen am 12.03.2015 in Heinersdorf (Brandenburg). Foto: Patrick Pleul | Verwendung weltweit (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Diese Woche beginnt in Berlin die "Grüne Woche". Doch zwischen Politik und Bauernschaft knirscht es mächtig im Getriebe. Der Grund: das neue Agrarpaket, auf das sich die Bundesregierung nach langem Ringen und auf Druck der EU geeinigt hat, sorgt für Ärger bei den Landwirten.

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WaldbrändeAustralien debattiert über Lehren aus dem Feuersturm

(imago images | AAP)

Seit Wochen wüten in Australien die verheerendsten Waldbrände, die das Land je erlebt hat. Viele Australier glauben, dass ihre Regierung die Interessen der Kohleindustrie ernster nimmt als den Schutz der Bevölkerung. Jetzt wird öffentlich über eine bessere Klimaschutzpolitik diskutiert.

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Folgen der MassentierhaltungResistente Keime im Hühnerstall

Gerade bei Masthühnern und Puten sank die Antibiotikaabgabe kaum (picture alliance / dpa / Tierärztliche Hochschule Hannover / Sonja von Brethorst)

Die Antibiotikamengen in der Nutztierhaltung sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Das gilt aber nicht für Masthühner. Beim Federvieh kommen viele Reserveantibiotika zum Einsatz. Humanmediziner warnen vor Resistenzen, wenn der Bakterienkiller zu häufig verschrieben wird.

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Essensabfälle halbieren bis 2030Klöckners Lebensmittel-Rettungsplan

Lebensmittel, Abfall, Mülltonne, Verschwendung, Rettung *** Food, waste, garbage can, waste, rescue (imago / Schöning)

Jedes achte Lebensmittel in Deutschland landet in der Tonne. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner will dieses ethische, wirtschaftliche und ökologische Problem mit einer "Nationalen Strategie gegen Lebensmittelverschwendung" bekämpfen - und setzt dabei auf Freiwilligkeit.

Debatte um "Deutschen Islam"Zwischen Koran und Grundgesetz

DITIB-Zentralmoschee in Köln (imago / Jan Tepass)

Mehr als vier Millionen Muslime leben in Deutschland. Die Bundesregierung will, dass diese Menschen eine deutsche Variante des Islams entwickeln. Religionsexperten unterstützen die Idee, junge Muslime zeigen Initiative – doch etablierte Islamverbände leisten Widerstand.

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Ruinen, Armut, ProtesteHaiti zehn Jahre nach dem Erdbeben

A protester prays at the beginning of a march to the National Palace in Port-au-Prince, Haiti, 17 October 2019. At least one man died Thursday and another was shot during another day of protests that paralyzed the Haitian capital, in a new mobilization that seeks to force the resignation of President Jovenel Moise. The two victims were at the demonstration and started to rob other people in the street near the National Palace, and a stranger shot them, according to a police officer at the scene. At least one dead and one injured during protests in Haiti ACHTUNG: NUR REDAKTIONELLE NUTZUNG PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xOrlandoxBarriax AME1232 20191018-637069542676351087 (imago / Orlando Barria)

Mehr als 300.000 Tote, knapp zwei Millionen Obdachlose: Die Bilanz des Erdbebens von Haiti im Jahr 2010 ist verheerend. Der Wiederaufbau des Landes kommt seitdem nur schleppend voran, immer wieder gibt es Proteste gegen den Präsidenten. Manche sprechen schon von einem gescheiterten Staat.

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Militäreinsätze in WestafrikaEskalierende Gewalt im Sahel

Französische Soldaten der "Operation Barkhane" am 4. November 2019 in Burkina Faso. Die Operation ist in fünf Ländern des westafrikanischen Sahel aktiv: Tschad, Mali, Mauritania and Niger. (picture alliance / Philippe De Poulpiquet)

Milizen, Dschihadisten und ethnische Konflikte: Die Sicherheitslage in der westafrikanischen Sahel-Region hat sich drastisch verschlechtert. Frankreich wie auch die UN, die EU und die USA sind militärisch vor Ort - bislang mit wenig Erfolg. Eine Stabilisierung der Region ist nicht in Sicht.

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Iran-Irak-USA-KonfliktKampf um die regionale Vorherrschaft

Fotos von Trump und Chamenei nebeneinander. (AP / Koji Sasahara)

Nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani und den Vergeltungsschlägen Teherans stehen die Zeichen erst einmal wieder auf Deeskalation. Doch die Konflikte zwischen den beteiligten Ländern bleiben und im Iran setzt die desolate Wirtschaftslage die Regierung unter Druck.

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Kriminelle FinanztransaktionenDeutschlands Kampf gegen internationale Geldwäsche

Koffer mit 100 US Dollar Scheinen, Symbolbild Geldwäsche. (imago / NSADCO)

In Deutschland sind die Strafverfolgungsbehörden bei Fällen krimineller Finanztransaktionen bisher weitgehend machtlos - gegen die internationalen Geldwäscher wie auch gegen ihre Profiteure. Jetzt soll das neue Geldwäschegesetz Transparenz schaffen und die Aufsichtsbehörden stärken.

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Rekonstruktion in Potsdam Der Streit um den Wiederaufbau der Garnisonkirche

Baustelle mit Kran und Lkw an der Garnisonkirche in Potsdam, Breite Strasse. (picture alliance / Bildagentur-online)

Der Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam bleibt umstritten. Befürworter des Projekts möchten das alte Stadtbild wieder hergestellt sehen – die Kirche war ein Hauptwerk des preußischen Barock. Kritiker sagen, der Bau stehe für die fatale preußische Synthese von Kirche, Staat und Militär.

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100 Jahre MultilateralismusWenn die Verträge der Völker zu verblassen drohen

Erste Sitzung der Völkerbundsversammlung in Genf am 11. November 1920, hier der Saal mit den Vertretern der 41 Mitgliedsstaaten (dpa / akg)

Die Politik wird nationaler, Genfer Konventionen und Menschenrechte verlieren an Bedeutung: Die Zukunft einer gemeinsamen, friedenssuchenden Politik der Völker ist ungewiss. Vor 100 Jahren wurde der Völkerbund gegründet, von dem die Vereinten Nationen das Konzept des Multilateralismus geerbt haben.

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SandEin nur scheinbar unendlicher Rohstoff

Luftbild vom Sandabbau in Kalbsrieth (imago)

Sand ist nach Wasser die zweitwichtigste Ressource der modernen Gesellschaft – denn ohne Sand kein Beton. Trotzdem wird dem Rohstoff kaum Beachtung geschenkt. Dabei ist Sand schon heute ein knappes Gut. So knapp, dass schon ganze Strände gestohlen wurden.

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InsektensterbenLeises Summen und lauter Protest

Eine tote Bienenkönigin mit einer roten Markierung auf dem Rücken liegt am Boden auf einem Blatt Papier. (picture alliance / Karl-Josef Hildenbrand)

Die Anzahl der Fluginsekten ist in Deutschland drastisch eingebrochen und längst ist klar: Das Insektensterben bedroht auch den Menschen. Nicht nur die Bundespolitik, sondern auch Städte und Gemeinden versuchen gegenzusteuern. Doch ihr Kampf ist zäh, ihre Schritte sind klein und ihre Gegner laut. 

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Wohnungsfrage OstWarum die Mietenspirale nach oben weist

Fassaden sanierter Altbauten in Leipzig Connewitz (dpa/Volkmar Heinz)

In Leipzig und anderen ostdeutschen Großstädten schnellen die Preise auf dem Wohnungsmarkt rasant in die Höhe. Die Löhne dagegen steigen langsamer als die Mieten. Die Folge: Die Zahl der Menschen mit Mietschulden wächst und alteingesessene Bewohner werden zunehmend aus ihren Vierteln verdrängt.

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Thunfisch oder SardineFangquoten in Zeiten des Klimawandels

Ein Fischer hält eine Kiste voller frischgefangener Sardinen in den Händen. (imago/Pixsell)

Keine Fische mehr in der Nordsee? Von wegen. Doch statt kälteliebender Speisefische wie Makrele oder Kabeljau finden Fischer immer häufiger mediterrane Arten wie Thunfisch oder Kalamare in ihren Netzen. Angesichts der Folgen des Klimawandels denken Experten über eine Neuordnung der Fangquoten nach.

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Arbeitsrecht50 Jahre Lohnfortzahlung im Krankheitsfall - auch für Arbeiter

Zu sehen sind zwei Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen - eine zur Vorlage bei der Krankenasse und eine andere zur Vorlage beim Arbeitgeber. (imago images / Eibner)

Wer krank ist, der hat Lohnausfälle: So war es für Arbeiter lange in Deutschland. Während Angestellte im Krankheitsfall die volle Lohnfortzahlung erhielten, mussten Arbeiter für dieses Recht kämpfen. Ein Streik von rund 18.000 Metallarbeitern brachte 1957 einen ersten Erfolg. Die Gleichstellung kam 1970.

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Opioid-Krise in den USADealer in weißen Kitteln

Tablettendose mit der Aufschrift Oxycodone  (picture alliance / AP Images / Graeme Roy)

Am Anfang stehen angeblich harmlose Schmerztabletten, doch dann folgt die Abhängigkeit: Zehntausende Menschen in den USA sind süchtig durch Opioide. Und der Weg zum Heroin ist oft nicht weit. Das Land erlebt eine enorme Gesundheitskrise - das Weiße Haus hat deren Bekämpfung zur Chefsache erklärt.

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Zum Tod von Manfred StolpeUnaufgeregt und um Ausgleich bedacht

Manfred Stolpe 2014 (imago stock&people)

Als Jurist für die evangelische Kirche war Manfred Stolpe schon zu DDR-Zeiten eine wichtige Anlaufstelle für Oppositionelle. Nach der Wende wurde er einziger SPD-Ministerpräsident in Ostdeutschland und prägte das Bundesland Brandenburg maßgeblich. Mit 83 Jahren ist Manfred Stolpe nun gestorben.

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Angehörigen-EntlastungsgesetzEntlastung für Angehörige, Belastung für Kommunen

Vater mit erwachsener Tochter im Park (imago images / emil umdorf)

Wenn das Sozialamt bei den Pflegekosten einspringt, holt es sich Geld von Angehörigen zurück. Ab Januar ändert sich das, dann müssen erwachsene Kinder nur zahlen, wenn sie mehr als 100.000 Euro Bruttoeinkommen haben. Die Kommunen fürchten die Mehrkosten und einen Anstieg bei den Heimunterbringungen.

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Rio GrandeDer bedrohte Fluss

Ein vertrockneter Fisch liegt im ausgetrockneten Flussbett des Rio Grande im US-Bundesstaat New Mexico  (imago images / ZUMA Press / Roberto E. Rosales)

Der Fluss Rio Grande im US-Bundesstaat New Mexico war immer Lebensader und Sehnsuchtsort. Doch das Wasser wird immer weniger, der Fluss und die Landschaft sind bedroht. Die Menschen müssen sich mit den Gegebenheiten arrangieren – und versuchen, die indigene Kultur zu bewahren.

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Streit über SilvesterböllerFeuerwerk zwischen Freiheit und Feinstaub

Eine Frau schaut sich am 01.01.2019 in Berlin das Silvesterfeuerwerk an (gestellte Szene).  (picture alliance / dpa / Florian Schuh)

Knallfrösche, Chinakracher, Raketen - Böllern gehört für viele Deutsche zu Silvester einfach dazu. Mehr als 100 Millionen Euro werden die Bundesbürger wohl auch in diesem Jahr wieder für Feuerwerkskörpern ausgeben, trotz der anhaltenden Debatten über die vermeidbare Feinstaubbelastung, Unfälle und Müllberge.

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