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HochschulenReligionsgemeinschaften wollen sich stärker engagieren

Blick in den "Raum der Stille" auf dem Campus der Universität Hamburg. Sie hat einen Verhaltenskodex zur Religionsausübung an der Uni erstellt, um ein respektvolles und friedliches Miteinander bei der Ausübung verschiedener Glaubensüberzeugungen zu gewährleisten. (dpa/Christian Charisius)
Religion sollte an Hochschulen präsenter sein, fordern Vertreter der christlichen, jüdischen und muslimischen Glaubensgemeinschaften. Hier ein Blick in den "Raum der Stille" an der Uni Hamburg. (dpa/Christian Charisius)

Die drei großen Religionsgemeinschaften in Deutschland wollen ihre Präsenz an den Hochschulen verstärken.

Vertreter der christlichen, jüdischen und muslimischen Glaubensgemeinschaften unterzeichneten dazu in Frankfurt am Main ein erstes interreligiöses Positionspapier. Nach Angaben des katholischen Forums Hochschule und Kirche werden religiöse Gruppen durch Hochschulleitungen immer wieder eingeschränkt. Grund dafür sei meist die Angst vor fundamentalistischen Aktivitäten.

In dem gemeinsamen Papier präsentieren sich die Religionsgemeinschaften als gesellschaftliche Akteure, die einen Beitrag zu einem menschlichen, solidarischen, friedlichen Zusammenleben an Universitäten und Hochschulen leisten möchten. Sie betonten, für weltoffene sowie international ausgerichtete Hochschulen eintreten zu wollen.

Der Präsident der Kultusministerkonferenz, der hessische Kultusminister Lorz, bezeichnete das Papier als Einladung zum Dialog über die Relevanz und den Umgang mit Religion an den Hochschulen.