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HochwasserkatastropheOpferbeauftragter sieht Fortschritte beim Wiederaufbau

Nach dem Jahrhunderthochwasser in der Eifel durch heftige Regenfälle und Dauerregen mit Überschwemmungen und Überflutungen haben die Aufräumarbeiten im Ahrtal große Fortschritte gemacht. Einheiten von Polizei, THW, Bundeswehr und Feuerwehr mitsamt vielen  (imago images / Future Image)
Das "Jahrhunderthochwasser" hat, wie hier in der Eifel, in vielen Regionen ganze Ortschaften zerstört. (imago images / Future Image)

Drei Monate nach der Hochwasserkatastrophe sieht der rheinland-pfälzische Opferbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Placzek, Fortschritte beim Wiederaufbau. Allein für das besonders betroffene Rheinland-Pfalz hätten staatliche Stellen innerhalb kurzer Zeit rund 15 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, sagte Placzek im Deutschlandfunk.

Bei Bürgerversammlungen und sogenannten Zukunftskonferenzen werde nun geklärt, wie die Mittel abgerufen werden könnten (Audio-Link des Interviews). Im September beispielsweise seien 9.500 Anträge auf Finanzhilfen gestellt worden - rund 400 seien bisher bewilligt worden. Das größte Problem sieht Placzek in den fehlenden Kapazitäten in der Baubranche: Zahlreiche Häuser im Ahrtal seien im Rohbauzustand. Es sei jetzt schon klar, dass viele Leute im Winter dort nicht wohnen könnten.

Die von der Flutkatastrophe im Juli betroffenen Personen seien aber auch auf psychologische Hilfe angewiesen, und da mangele es vor allem an klassischen Therapieplätzen, so der Opferschutzbeauftragte. Er plädierte dafür, dass auch stationäre psycho-soziale Einrichtungen ambulante Therapien durchführen dürften. Dagegen würden sich derzeit aber noch Ärzteverbände wehren.

Diese Nachricht wurde am 14.10.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.