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StartseiteHörspielDienstbare Geister18.08.2018

Hörspiel Dienstbare Geister

Europas Kolonialgewalt und die Folgen: etwa hundert Jahre liegen zwischen den Migrationsgeschichten, von denen Paul Plamper in seinem jüngsten Hörspiel eindrucksvoll erzählt. Das Stück wurde mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2018 in der Kategorie "Bestes Hörspiel" ausgezeichnet.

Hörspiel von Paul Plamper

Werbepostkarte einer Kaffemarke aus der Serie "Wert und Schönheit der Deutschen Kolonien", echter Andre Hofer Feigenkaffee, 1937. Aus: "Bilderschule der Herrenmenschen " von Joachim Zeller; erschienen bei Ch.Links. (Ch. Links Verlag/Sammlung Willi Goffert)
Werbepostkarte einer Kaffemarke aus der Serie "Wert und Schönheit der Deutschen Kolonien", (Ch. Links Verlag/Sammlung Willi Goffert)

"Dienstbare Geister" erzählt von zwei gegenläufigen Migrationsbewegungen: 1905 verlässt eine mittellose junge Frau Berlin und wandert in die deutsche Kolonie Kamerun aus. Ihr sozialer Aufstieg geschieht auf Kosten der einheimischen Nachbarn und Bediensteten, die beharrlich und vergeblich Widerstand gegen die Deutschen leisten - unter anderem gegen Landraub und Zwang zur Arbeit mit der Peitsche.

2015 bricht ein junger Mann aus Kamerun Richtung Deutschland auf. Er sieht für sich keine Alternative zum reichen Europa. Durch beharrliche Selbstausbeutung erkämpft er sich in Berlin schließlich eine feste Stelle. Zunehmend verliert er die Verbindung zu seiner Heimat. Aber eines Tages soll er seiner Chefin einen Dienst erweisen und gegen seinen Willen einen Auftrag in Kamerun übernehmen. Europas Kolonialgewalt und die Folgen als Parallelmontage.

Mitarbeit Konzept, Recherche und Dramaturgie: Jelka Plate
Dramaturgische Beratung: Richard Djif, Péguy Takou Ndie
Übersetzung ins Deutsche: Paul Plamper, Elena Zieser
Ton und Sounddesign: Titus Maderlechner
Komposition: Schneider TM und Hakali Ensemble
Regie: Paul Plamper
Mit Sandra Hüller, Olivier Djommou, Cristin König, Britta Hammelstein, Richard Djif, Jacqueline Ekombo Itondo, Tobbit Dieudonné, Fabian Hinrichs u.a.

Produktion: WDR/BR/DLR/MDR/Ruhrtriennale/Maxim Gorki Theater 2017
Länge: 105'06

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