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StartseiteHintergrundHoffen auf den Oscar07.03.2010

Hoffen auf den Oscar

Die Filmwirtschaft in Deutschland

Wenn in dieser Nacht die Oscars verliehen werden, stehen auf der Liste der Oscar-Nominierungen 13 Filme, die das Medienboard Berlin-Brandenburg mitfinanziert hat. Aussichtsreichster Kandidat ist der Film "Inglourious Basterds" von Quentin Tarantino.

Von Verena Kemna

Der Hollywood-Schriftzug in Los Angeles. (Jan-Martin Altgeld)
Der Hollywood-Schriftzug in Los Angeles. (Jan-Martin Altgeld)
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Dreharbeiten in der Eingangshalle eines stillgelegten Sanatoriums im Berliner Nordosten. Ein Psychothriller. Zimmer 205, so der Arbeitstitel des Kinofilms. Es geht um eine Studentin, die vom Geist ihrer Vorgängerin verfolgt wird, es kommt zu mysteriösen Todesfällen. Gerade wird der erste Tag an der Uni gedreht.

Produzent Boris Schönfelder sitzt einige Meter vom Set entfernt, er beobachtet am Monitor jedes Detail. Es sind die letzten Drehtage in Brandenburg. Noch in diesem Winter soll der Film in die Kinos kommen.

"Also es geht mir nicht nur darum zu bedienen, was erfolgreich ist sondern schon auch mit Genres umzugehen, die vielleicht im deutschen Kino nicht so häufig stattfinden. Das ist der Bergsteigerfilm gewesen mit Nordwand, das war ein Serienkillerfilm mit Antikörper und jetzt mit dem Zimmer 205 ein Horrorfilm, ein Genre, das es auch lange in Deutschland nicht gab."

Schönfelder ist Produzent und Geschäftsführer der Neuen Schönhauser Filmproduktion GmbH. Ihm geht es darum, anspruchsvolle deutsche Stoffe vor allem für das Kino zu entwickeln. So steht es im Firmenportfolio. Gewinnträchtig und marktorientiert sollen die Filme natürlich auch sein. Da passt der deutsche Psychothriller Zimmer 205 mit einem drei Millionen Etat genau. Pro Sieben hat sich die Fernsehrechte für den Film gesichert. Die Kinowelt Film Entertainment GmbH ist für den Verleih zuständig.

Doch die eigentliche Fleißaufgabe eines jeden Produzenten ist, sich für die Produktion Gelder aus den Fördertöpfen von Bund und Ländern zu sichern. Seit seiner Einrichtung im Januar 2007 hat der Deutsche Filmförderfonds mit fast 180 Millionen Euro Steuergeld mehr als 300 Filmproduktionen unterstützt. Eine weitere Bundeseinrichtung ist die Filmförderanstalt, FFA, die sich aus Abgaben von Filmtheaterbetreibern und den Anbietern von Videoprogrammen finanziert. Jahresetat: 76 Millionen Euro. Hinzu kommen die Fonds der Länder. Im vergangenen Jahr lag das Fördervolumen insgesamt bei etwa 140 Millionen Euro.

Die unterschiedlichen Bedingungen der Länderförderung müssen sich auch Profis wie Boris Schönfelder immer wieder neu erschließen. Ein regionaler Bezug ist aber in der Regel Voraussetzung. Hinter Regie, Kamera und Drehbuch von Zimmer 205 stecken zum Beispiel Münchner. Und so hatte sich Produzent Boris Schönfelder Hoffnungen gemacht, Geld aus Bayern zu bekommen. Doch die bayerische Länderanstalt, der Film und Fernsehfonds mit einem Jahresetat von fast 30 Millionen Euro, lehnte ab.

"Das hat mein Finanzierungskonzept vollkommen aus den Angeln gehoben und ich musste erstmal völlig neu denken. Dann kam die FFA, das ist Nationale Filmförderungsanstalt und wenn man die hat, ist es immer ein gutes Signal für die Länderförderer. Weil das eine so heterogen zusammen gewürfelte Truppe ist, die da entscheidet, dass man sagt, wenn man die alle von dem Projekt überzeugen kann, ist das schon ein Qualitätsmerkmal. Dann kam die mitteldeutsche Filmförderung dazu und als letztes hat das Medienboard auch noch ja gesagt."

Das Medienboard ist die Filmförderanstalt für Berlin-Brandenburg. Nach der Filmstiftung NRW, die zweitgrößte Förderinstitution der Länder. Mit ihr hat die Neue Schönhauser Filmproduktion Berlin, je nach Projekt und Drehort, schon oft zusammen gearbeitet. Einen Vertrauensvorschuss für erfolgreiche Produzenten gibt es aber nicht, sagt Boris Schönfelder:

"Da gibt es vielleicht einen, der immer Förderung bekommt weil er schon so viele Filme erfolgreich gemacht hat, das ist Herr Eichinger und es gibt vielleicht zwei, drei andere, denen man grundsätzlich vertraut. Aber einen Automatismus habe ich nicht feststellen können. Die Produzenten müssen von Projekt zu Projekt beweisen, dass dieses Projekt nun gerade gut ist."

Nach der Drehpause steht Boris Schönfelder auf, sucht seinen Platz am Monitor und wartet auf die nächste Klappe. Kirsten Niehuus erinnert sich gut an das Drehbuch zu Zimmer 205. Die Geschäftsführerin der Filmförderung für Berlin und Brandenburg hat es gelesen und zugestimmt. Eines von etwa 300 geförderten Projekten auf der Medienboard-Liste des vergangenen Jahres.

"Wenn ein Film eingereicht wird und sagt, er sei eine Komödie, dann erwarten wir natürlich, dass das Drehbuch besonders lustig ist. Wenn ein Film sagt, er sei ein Thriller, dann gucken wir uns an, ob er auch wirklich spannend ist. Das klingt so einfach, ist es aber am Ende des Tages nicht. Also wenn ein Film sagt, ich bin Mainstream, ich werde euch das Geld zurückbringen, dann ist eines der Mindesterfordernisse neben einem guten Drehbuch, das spannend, lustig oder bewegend ist, auch, dass er einen Verleih dabei hat."

Denn das ist die Voraussetzung dafür, dass der Film beworben wird und mit möglichst vielen Kopien in die Kinos kommt. Das wiederum erhöht die Chance, dass die Fördergelder wieder zurückfließen. Denn erst wenn Filme auch an der Kasse Erfolg haben, wenn die Produktionskosten eingespielt sind, müssen die Produzenten dem Medienboard das Darlehen zurück zahlen. Danach können sie mit dem Geld innerhalb von drei Jahren neue Produktionen finanzieren. Bei Mainstream-Filmen wie Till Schweigers Zweiohrküken mit dreieinhalb Millionen Besuchern ist die Rückzahlung vorprogrammiert. Michael Hanekes Oscar-nominierte bedrückende in schwarz-weiß gedrehte Geschichte über ein Dorf im protestantischen Norden Deutschlands kurz vor dem ersten Weltkrieg punktet dagegen mit internationalen Filmpreisen.

"Natürlich ist ein Film wie das weiße Band, der in Cannes die goldene Palme gewinnt, in Deutschland überraschende über 500.000 Besucher macht, ein Film, der es wirtschaftlich sehr viel schwerer haben wird wie Zweiohrküken. Aber der Film ist natürlich mit dem großen Interesse, das er auf diese Region zieht, für uns mindestens genau so ein Gewinn wie Inglourious Basterds. Sicherlich Filme, die als internationale Visitenkarte für den Standort extrem gut funktionieren."

Kirsten Niehuus steht auf, sieht aus dem Bürofenster, zeigt auf die Babelsberg-Studios direkt gegenüber. Noch vor sechs Jahren stand Europas ältestes Filmstudio vor der Pleite. Nach der Wende hatte der französische Medienkonzern Vivendi die ehemaligen Ufa- und Defa-Studios übernommen – ohne Erfolg. Als dann 2004, ein ehemaliger Unternehmensberater und sein Compagnon die Studios übernahmen, protestierte der Babelsberger Betriebsrat. Kaum einer glaubte an den Erfolg der neuen Investoren.

Seit April 2005 ist Studio Babelsberg an der Börse. Vor allem der 60 Millionen Etat aus dem Deutschen Filmförderfonds macht Babelsberg auch für Hollywood-Produzenten interessant. Produktionen in Babelsberg profitieren außerdem von Landesfördergeldern vom Medienboard Berlin-Brandenburg. Wenn in dieser Nacht die Oscars verliehen werden, stehen auf der Liste der Oscar-Nominierungen 13 Filme, die das Medienboard mitfinanziert hat. Aussichtsreichster Kandidat ist der Film Inglourious Basterds von Quentin Tarantino. Eine Anspielung auf Kriegsfilme und Italo-Western mit Brad Pitt als Anführer einer Gruppe von Nazijägern.

Kirsten Niehuus sitzt am Tisch fährt mit dem Zeigefinger über eine Tabelle. Hinter dem Filmtitel Inglourious Basterds steht eine Kostensumme von über 40 Millionen Euro.

"Der deutsche Anteil lag bei über 35 Millionen und man kann sagen, dass aus deutschen Fördertöpfen, das heißt aus dem automatischen Topf, FFF, aus den beiden Regionalförderungen MDM, das ist die Förderung von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und von uns etwa ein Anteil von bis zu 25 Prozent der deutschen Kosten finanziert wurde."

Spätestens im Sommer könnte ein Teil der Fördergelder beim Medienboard als Rückzahlung gutgeschrieben werden, schätzt Kirsten Niehuus. Filmförderung ist Wirtschaftsförderung und gleichzeitig Standortmarketing, davon ist die Geschäftsführerin überzeugt. Jeder Fördereuro multipliziert sich als Investition in der Region um ein vierfaches.

"Das Fördergeld ist ein Anreiz, um in die Region zu kommen. Es reicht bei den großen Filmen nie komplett aus, um einen Film zu finanzieren. Das heißt, es kommen freie Investitionen dazu, private Gelder, andere Fördergelder und das Geld wird hier in der Region ausgegeben. Zum einen für Schauspielergagen, aber auch für Hotels, Mietwagen, Handwerker und so weiter."

In der Marlene-Dietrich Halle arbeiten Handwerker. Eike Wolf vom Studio Babelsberg läuft vorbei an den Werkstätten der Kulissenbauer. In einem langen Flur bleibt er stehen, fährt mit der rechten Hand über die weiß gestrichene Wand, fühlt die unbehauenen Ziegelsteine darunter.

"Quentin Tarantino, als der zum ersten Mal in der Marlene-Dietrich Halle war, der ist fast auf die Knie gegangen. Er hat wirklich die Hände sofort an die Wände gehalten, er wollte diese heiligen Hallen berühren. Er weiß ganz genau, welche Filme hier in der Marlene-Dietrich Halle schon gedreht worden sind und welche großen Regisseure hier schon gearbeitet haben und welche Stars hier über die Holzbohlen gegangen sind. Da brauchte man ihm auch nichts zu erzählen. Das war wirklich ein toller Moment."

Zur Zeit wird an den Kulissen für drei große Hollywood-Produktionen gearbeitet. Da darf kein Außenstehender genau hinsehen. Eigentlich darf außer den Arbeitern niemand rein. Eike Wolf drückt den Hebel einer blauen Metalltür nach oben. In den hohen Hallen riecht es nach Sägespänen.

"Derzeit bauen wir hier ein Set für den Film Unknown White Male mit Liam Neeson und Diane Kruger. Wir bauen die Lobby und den kompletten Eingangsbereich des Hotel Adlon, hier am Pariser Platz in Berlin, weil es zu Feuerszenen kommt, die wir natürlich im Originalbau nicht drehen können. Wir drehen heute auch im Adlon und dann kommt die Produktion in die Marlene-Dietrich Halle."

Schon bald beginnen in einer anderen Halle die Dreharbeiten zu Anonymous. Von Kulissen wie dem Globe Theatre zur Geschichte über Shakespeare ist noch nichts zu sehen. Der deutsche Hollywood-Regisseur Roland Emmerich arbeitet zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder in Deutschland, in Babelsberg, das allein ist eine kleine Sensation. Über die deutsche Produktionsfirma in Babelsberg profitiert Anonymous mit vier Millionen Euro durch den Deutschen Filmförderfonds der Bundesregierung. Deutsche Fördergelder für Hollywood-Produktionen, nur scheinbar ein Widerspruch, meint Eike Wolf.

"Wir befinden uns in einem globalen Wettbewerb an dem mittlerweile über 70 Länder beteiligt sind. Das heißt, diese Filmförderung, die in Deutschland existiert, wir stehen damit ja nicht allein auf der Welt, sondern es gibt eben über 70 Länder wo diese großen internationalen Produktionen hingehen und das ist einfach eine ganz grundsätzlich Frage. Wollen wir, dass in Deutschland großes Kino gemacht wird oder wollen wir das nicht. Wenn wir das wollen, müssen wir auch in diesem Wettbewerb mitbestehen."

Der Filmförderfonds mit einem 60 Millionen Jahresetat hat die Chancen für den Filmstandort Deutschland deutlich erhöht. Allein im vergangenen Jahr hat der DFFF über 100 Filmprojekte unterstützt. Die sogenannten filmwirtschaftlichen Effekte liegen laut DFFF bei über 344 Millionen Euro. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat den Fonds bis Ende 2012 verlängert.

Ein gutes Signal für den Standort bei Potsdam. Das Label Babelsberg ist an etwa 80 Prozent der deutschen Kinofilme beteiligt. Seit 2004 hat sich die Studiofläche verdoppelt, Kapazitäten für mehrere Großproduktionen gleichzeitig. Babelsberg ist in Hollywood ein Label für Tradition und Qualität, erklärt Eike Wolf. Europaweit einzigartige Studiokapazitäten locken Produzenten hierher. Die jeweils vier Millionen aus dem Deutschen Filmförderfonds der Bundesregierung etwa für Unknown White Male oder Anonymous sind Wirtschaftsförderung der besonderen Art.

"Gerade von diesen amerikanischen Koproduktionen die nach Deutschland kommen, profitiert der gesamte Standort und die Filmschaffenden auch. Die Vorgabe des DFFF ist es ja auch, die Qualität zu erhöhen und die Budgets zu erhöhen, nur dadurch werden die Filme ja auch besser und mehr Leute gucken sich das auch an in den Kinos. Wenn man sich die großen Filme, sei es nun von Til Schweiger oder die Constantin Produktionen oder X-Filme, Egoli-Tossel, ein russischer Sommer, auch für den Oscar nominiert. Das ist ja großartig, wenn mehr und mehr deutsche Produzenten international arbeiten. Mit internationale Produktionspartnern, mit internationalen Schauspielern, wie Helen Mirren, bei ein russischer Sommer, der ist komplett in Halle gedreht worden. Das ist ein tolles Zeichen für den gesamten Filmstandort, wo am Ende, da sind wir uns sicher, alle von profitieren, auch die kleinen deutschen Produzenten."

Tolle Schauspieler, tolle Kostüme, eine Geschichte über Liebe und Leidenschaft, gedreht in atemberaubender Landschaft. Ein russischer Sommer ist ein echter Egolitossel, sagt Jens Meurer. Er ist Geschäftsführer und Mitbegründer des europäischen Produktionsunternehmens. Sechs Firmensitze in Deutschland, ein Standort in einem ausgebauten Loft, in Berlin-Mitte. Filme, das sind spannende Geschichten, die berühren. Ob in Kanada, Jamaika, Israel, gedreht wird normalerweise, dort, wo die Geschichte spielt. Am liebsten aber dreht Jens Meurer in Deutschland, in den ostdeutschen Bundesländern.

"Das bedeutet, das Tschechien, Ungarn, Rumänien, wo es vielleicht billiger ist, nicht wirklich unsere Priorität hat. Da ist es viel aufregender nach Sachsen-Anhalt zu fahren, das ist nicht so weit weg, da kann ich mit dem Zug hinfahren, bin in einer Stunde da, mein Filmteam ist in einer Stunde da, das haben wir uns so angewöhnt und entdeckt, was es in unserem eigenen Land für Möglichkeiten gibt."

Kaum ein Erdteil in dem Jens Meurer noch nicht gedreht hat. Aber die Suche nach der besten Location führt ihn immer wieder nach Sachsen-Anhalt. Mit den Fördergeldern der Länder und dem Deutschen Filmförderfonds der Bundesregierung lassen sich dort auch Filme mit einem 13 Millionen Euro Etat produzieren. Filme wie ein Russischer Sommer. Die Filmförderung in Deutschland ist, so Meurer, eine Erfolgsgeschichte, trotz des bürokratischen Aufwands und der von manchen als wenig transparent kritisierten Vergabeverfahren. Jens Meurer ist überzeugt: Deutschland entwickelt sich in Europa zum Filmstandort Nummer eins. Wenn die Finanzierung erst einmal steht, zählt die besondere Location. Da gibt es in der eigenen Region noch viel zu entdecken.

"Wer war denn schon mal in Möser in Sachsen-Anhalt, oder in Hohenmölsen oder in ähnlichen Orten, wie wunderbar es funktioniert, da Filme zu drehen. Quedlinburg, Kehnert, da haben wir Sümpfe gefunden, die man in ganz Europa nicht findet. Wir haben in der Dübener Heide, das sieht man in 'Ein russischer Sommer', ich glaub, den tollsten Birkenwald in ganz Europa gefunden. In Russland haben die nicht so einen schönen Birkenwald. Das ist für mich eine starke Motivation, hier so in greater Berlin, zwischen Mitte und Thüringer Wald, zu entdecken und auch internationale Filmschaffende hinzubringen."

Helen Mirren spielt in dem Film ein russischer Sommer Leo Tolstois Frau Sofia. Als Schauspielern trägt die prominente Britin heute Nacht bei der Oscarverleihung auch ihre persönlichen Erlebnissen von den Drehtagen in Sachsen-Anhalt bis nach L.A.

"Helen Mirren, das wird man glaube ich auch auf dem Roten Teppich heute beim Oscar sehen, hat sehr gerne in Deutschland gearbeitet und das erzählt sie auch allen. Sie hat ja das schöne Wort gebildet, Saxony Anhalt, das konnte sie nicht aussprechen, drum hat sie es einfach sexy Anhalt genannt und das erzählt sie auch in Hollywood weiter und das steckt an."

Bei allem Glanz auf dem roten Teppich und Oscar-Nominierungen für deutsche Produktionen, Filme machen bleibt ein hartes Geschäft, trotz der positiven Förderpolitik von Bund und Ländern. Viele Projekte scheitern in Zeiten der Finanzkrise, auch gibt es immer weniger finanzielle Beteiligung durch öffentlich-rechtliche Fernsehsender. Jens Meurer von Egoli-Tossel sieht die Zukunft des Deutschen Films so:

"Da ist noch mehr Raum für mehr Unterstützung. Von daher ist es immer noch ein hartes Brot, das muss man schon sagen. Aber meine Hoffnung ist, dass wir durch stetiges weiterentwickeln das jetzt erreichte stabilisieren, dass wir eben auch eine ganze Generation von Filmemachern, vom Regisseur bis zur Kostümfrau, hier aufgebaut haben und dass wir das jetzt weiterführen. Das ist auch eine Zukunftsindustrie, das ist arbeitsplatzintensiv und es ist herzeigbar."

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