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StartseiteSport am Wochenende"Riesengeschichte für die Jungs"28.04.2019

Hoffenheim in der Youth League"Riesengeschichte für die Jungs"

Die U19 der TSG Hoffenheim bot in dieser Saison die beste Leistung einer deutschen Mannschaft seit fünf Jahren. Wie Schalke 2014, unterlag Hoffenheim erst im Halbfinale. Im Dlf-Interview spricht Dirk Mack, Chef der TSG-Nachwuchsabteilung, über Bedeutung und Auswirkungen dieses Erfolgs.

Dirk Mack im Gespräch mit Matthias Friebe

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Halbfinale der UEFA Youth League, TSG Hoffenheim gegen FC Porto (imago images / Just Pictures / HP Roos)
Halbfinale der UEFA Youth League, TSG Hoffenheim gegen FC Porto (imago images / Just Pictures / HP Roos)
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"Wir haben in den Gruppenspielen gegen Mannschaften wie Manchester oder Lyon, die individuell wesentlich besser besetzt waren, gewonnen – über eine kompakte Mannschaftsleistung", erklärt Dirk Mack. "Und wir haben uns da eigentlich von Spiel zu Spiel in den Wettbewerb hineingespielt und gesteigert. Von daher war das eine Riesengeschichte für die Jungs, für den Verein und die ganze Nachwuchsakademie."

Dirk Mack, Leiter der Nachwuchsabteilung der TSG Hoffenheim (Pressefoto Rudel/Robin Rudel/imago)Dirk Mack, Leiter der Nachwuchsabteilung der TSG Hoffenheim (Pressefoto Rudel/Robin Rudel/imago)

Hoffenheim unterlag gegen den FC Porto im Halbfinale mit 0:3. Im Nachwuchsbereich ist ab vor allem eine individuelle Entwicklung der Spieler ein wichtiges Ziel. Daher sagt Mack über die Bedeutung der Youth League für einzelne Spieler: "Der Spieler hat auf jeden Fall internationale Erfahrung sammeln dürfen – Spiele auf höherem Nievau. Das muss man ganz klar sagen: Diese Spiele waren vom Niveau her höher als ein normales Bundesligaspiel. Und von daher hat sich das auf jeden Fall gelohnt."

Für den Verein sei es dagen logistisch schwierig. Die schulischen Leistungen der Spieler hätten aber durch die zusätzlichen Spiel und Reisen unter der Woche nicht gelitten. Die gemeinsamen Reisen zu den Auswärtsspielen mit den Profis seien ebenfalls eine wertvolle Erfahrung. Doch trotz des mannschaftlichen Erfolgs bleibt für Mack das wichtigste Merkmal für gute Jugendarbeit, wie viele Spieler es auch in den Kader der Profis schafften.

"Jugendtrainer nicht pauschal schlecht bezahlt"

Der ehemalige Trainer von Werder Bremen, Thomas Schaaf, hatte in einem Interview zu geringe Gehälter von Jugendtrainern angeprangert. Das sieht Mack anders. Er sagt: "Gemessen an den Profigehältern von Trainern ist das sicherlich wenig. Aber wenn man das jetzt an anderen Gehaltsstufen misst, ist es sicherlich auch nicht so schlecht. Also von daher würde ich das pauschal nicht so sagen wollen, dass sie schlecht bezahlt oder unterbezahlt sind."

 

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