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Hollande in den USATransatlantische Solidarität

Der französische Präsident François Hollande und US-Präsident Barack Obama stehen eng beieinander. (picture-alliance / dpa / Michael Reynolds)
US-Präsident Barack Obama und der französische Präsident Francois Hollande bei ihrem Treffen Weißen Haus in Washington. (picture-alliance / dpa / Michael Reynolds)

François Hollande reist viel, um sein Ziel zu erreichen: Ein breites Bündnis und mehr Einsatz gegen die Terrormiliz IS. Am Dienstag war er zu Gast in Washington und erhielt von US-Präsident Barack Obama die "totale Solidarität" zugesichert. Er fliegt umgehend zurück nach Paris, denn dort empfängt er am Mittwoch Bundeskanzlerin Angela Merkel, bevor er weiter nach Moskau reist.

Barack Obama fand deutliche Worte nach dem Treffen mit François Hollande. "Wir sind hier, um zu erklären, dass die Vereinigten Staaten und Frankreich in totaler Solidarität zusammenstehen." Auf Französisch sagte Obama wörtlich: "Nous sommes tous Français", "Wir alle sind Franzosen". Er betonte, die USA und Frankreich seien gleichermaßen dazu bereit, die Terroristen und ihre Hintermänner zur Rechenschaft zu ziehen. Der sogenannte "Islamische Staat", so Obama, müsse zerstört werden.

Hollande fügte hinzu, dass man beschlossen habe, die Luftangriffe auf den IS zu verstärken - und all jene zu unterstützen, die am Boden gegen die Terroristen kämpften. Hollande betonte allerdings, dass Frankreich sich nicht mit eigenen Bodentruppen daran beteiligen werde.

Hintergrund seiner USA-Reise sind die Anschläge in Paris am 13. November, bei denen 130 Menschen getötet wurden. Der IS bekannte sich zu der Serie von Attentaten, bei denen die Terroristen den Konzertsaal Bataclan, das Fußballstadion "Stade de France" und mehrere Bars und Restaurants angriffen hatten.

Am Mittwoch kommt die Kanzlerin

Hollande fliegt schon bald nach Paris zurück: Bundeskanzlerin Merkel und er wollen sich morgen Abend zu einem Arbeitsessen im Elysée-Palast treffen. Der Besuch der Kanzlerin gilt ebenfalls als Zeichen der Solidarität. Am Donnerstag fliegt Hollande weiter nach Moskau. Die Gespräche mit Präsident Wladimir Putin dürften kompliziert werden - erstens, weil sich etwa die USA und Frankreich auf der einen und Russland auf der anderen Seite nicht einig sind über den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad. Während Putin ihn ausdrücklich unterstützt, sehen Obama und Hollande keine Zukunft für das Land, wenn Assad an der Macht bleibt. Der zweite Konfliktpunkt: Der Abschuss eines russischen Kampfflugzeuges durch die türkische Luftwaffe.

Hollande hatte vor seiner USA-Reise schon mit dem britischen Premierminister David Cameron gesprochen - Cameron will sich dafür einsetzen, dass die britische Luftwaffe fortan nicht nur im Irak, sondern auch in Syrien Angriffe auf den IS fliegen kann. Dafür braucht er allerdings die Zustimmung des Parlaments.

(jcs/pr)

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