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Homo sapiensForscher entdecken unbekannte DNA

In der Ausstellung "ROOTS / Wurzeln der Menschheit" laufen zwei jugendliche Besucher am Donnerstag (06.07.2006) im Rheinischen LandesMuseum in Bonn an einer Plakatwand vorbei, die den Evolutionsverlauf zum Homo Sapiens beschreibt. (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)
Der Homo sapiens hatte offenbar zu mehr Gruppen Kontakt als bislang gedacht. (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)

Forscher der Universität von Kalifornien haben im Erbgut von Westafrikanern sogenannte "Geister"-DNA gefunden.

Diese DNA kann weder dem Homo sapiens noch anderen bekannten Vertretern der Homo-Gattung wie den Neandertalern zugeordnet werden. Das legt nahe, dass der Vorfahre des Menschen, der Homo sapiens, auch Sex mit bislang unbekannten Gruppen hatten. Die Biologen veröffentlichten ihre Erkenntnisse im Fachmagazin "Advances Science". Die Wissenschaftler hatten die DNA von 405 Menschen aus Nigeria und Sierra Leone untersucht. Sie gehen davon aus, dass die Vermischung vor rund 50.000 Jahren stattfand. Es könnte demnach auch sein, dass die unbekannte DNA von verschiedenen Gruppen stammt. Dass Homo sapiens und Neandertaler gemeinsame Nachkommen zeugten, ist seit einiger Zeit erwiesen. Aus dem Homo sapiens entwickelte sich der heutige Mensch, der Neandertaler und andere Verwandte wie die Denisova-Menschen starben aus.