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HongkongFlughafen wieder in Betrieb

Polizisten mit Schlagstöcken schreien Demonstranten im Hongkonger Flughafen an.  (AP viadpa/Vincent Yu)
Proteste in Hongkong (AP viadpa/Vincent Yu)

Der Flughafen in Hongkong hat seinen Betrieb wieder aufgenommen. Die Flughafenbehörde hat eine einstweilige Verfügung gegen Demonstrierende erwirkt. Damit soll der Betrieb des internationalen Flughafens gewährleistet werden. Proteste und Demonstrationen sind auf dem Flughafengelände nun verboten.

Nach Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei war es in der Nacht ruhiger geworden. Hunderte Flüge, die in den vergangenen beiden Tagen gestrichen worden waren, werden nun neu terminiert und sollen im Laufe des Vormittags starten.

Ein Polizeisprecher sagte, am Abend seien fünf Personen wegen illegaler Versammlung, Besitzes von Angriffswaffen, Übergriffen auf die Polizei und Störung des öffentlichen Friedens festgenommen worden. Bei den Ausschreitungen hatten Demonstranten Polizeifahrzeuge angegriffen und Fenster eingeschlagen. Außerdem sollen sie über Stunden gewaltsam zwei Männer festgehalten haben, die sie beschuldigten, Agenten der chinesischen Regierung zu sein.

Regierung geht gegen Demonstranten vor

Hongkongs Regierung hat das Vorgehen der Demonstranten inzwischen als "entsetzliche Taten" verurteilt. Man werde den Fall weiterverfolgen und die Beschuldigten vor Gericht stellen. Die regierungskritischen Proteste in Hongkong hatten vor zehn Wochen begonnen und sich ursprünglich gegen ein geplantes Gesetz zur Auslieferung von Kriminellen an Festland-China gerichtet.

Mehr als eine Million Menschen haben sich bislang an Protestmärschen beteiligt, weil sie befürchten, dass die Regierung in Peking ihre Rechte beschneiden will. Mittlerweile schlagen die Demonstrationen immer wieder in Gewalt um. Seit Beginn der Proteste wurden rund 600 Menschen inhaftiert.

Trump: China bringt Truppen in Stellung

Bundesaußenminister Maas appellierte bei einem Besuch in New York an alle Seiten, sich zurückzunehmen. Auch US-Präsident Donald Trump mahnte eine gewaltfreie Lösung der Krise an. Trump teilte per Twitter mit, die amerikanischen Geheimdienste hätten Hinweise darauf, dass China Truppen an der Grenze zu Hongkong in Stellung bringe. Chinesische Staatsmedien zeigten Videos von gepanzerten Fahrzeugen der paramilitärischen Polizei, die in Shenzhen an der Grenze zusammengezogen wurden. Es habe sich um eine Übung gehandelt, hieß es dazu.