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HongkongWieder Ruhe nach Zusammenstößen - verlegt China Truppen?

Demonstranten blockieren mit Gepäckwägen den Weg zu den Gates am Hongkonger Flughafen (Vincent Yu / AP / dpa)
Demonstranten blockieren mit Gepäckwägen den Weg zu den Gates am Hongkonger Flughafen (Vincent Yu / AP / dpa)

Am Flughafen von Hongkong ist es zu Auseinandersetzungen zwischen regierungskritischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Nach Meldungen mehrerer Agenturen wurden Demonstranten von den Sicherheitskräften abgedrängt. Polizisten setzten Tränengas ein. Aktivisten hätten Polizisten angegriffen und Polizeifahrzeuge blockiert, hieß es weiter.

Später zogen die Sicherheitskräfte wieder ab. Inzwischen sollen auch die meisten Demonstranten das Gelände verlassen haben. Diese hatten wie bereits gestern Durchgänge für Passagiere versperrt. Die Abfertigung von Reisenden wurde deshalb zeitweise eingestellt. Die Teilnehmer der Blockadeaktion riefen die internationale Gemeinschaft auf, sich für die Freiheit Hongkongs einzusetzen. Mit der Parole "Auge um Auge" spielten sie auf eine Demonstrantin an, die am Sonntag durch ein Gummigeschoss der Polizei schwer im Gesicht verletzt worden war. Regierungschefin Lam stellte sich trotz der Kritik hinter die Sicherheitskräfte.

Truppenverlegung Chinas?

US-Präsident Trump twitterte unter Berufung auf seine Geheimdienste, Peking habe Truppen an die Grenze zu Hongkong verlegt. Zuvor hatte bereits das staatliche chinesische Fernsehen entsprechenden Bilder gezeigt. Trump forderte alle Seiten auf, sich ruhig zu verhalten. Die Lage sei wegen der anhaltenden Demonstrationen für Demokratie und Freiheit sehr kompliziert.

Appell an beide Seiten

Bundesaußenminister Maas äußerte sich besorgt über die Lage in Hongkong. Die Dinge eskalierten immer mehr, sagte Maas bei einem Besuch in New York. Er appelliere an beide Seiten, Zurückhaltung zu üben. Allerdings dürfe das Recht auf Meinungsäußerung nicht eingeschränkt werden.