Montag, 26. September 2022

Nach tagelangem Warten
Hunderte Geflüchtete gehen in Italien an Land

Die italienischen Behörden haben heute vielen im Mittelmeer geretteten Geflüchteten gestattet, an Land zu gehen.

23.09.2022

    Das Rettungsschiff "Open Arms Uno" (Archivbild vom 27. August 2022)
    Das Rettungsschiff "Open Arms Uno" (Archivbild vom 27. August 2022) (IMAGO / ZUMA Wire / IMAGO / Valeria Ferraro)
    Etwa 400 Menschen hätten im Hafen der sizilianischen Stadt Messina das Schiff "Open Arms Uno" verlassen können, teilte die spanische Rettungsorganisation Open Arms mit. Auch den Leichnam eines 20-jährigen Eritreers, der nach Angaben der Organisation von einem Schleuser so heftig geschlagen wurde, dass er starb, brachten die Helfer an Land. In der süditalienischen Stadt Tarent konnten rund
    400 weitere gerettete Menschen ebenfalls nach langer Wartezeit das Schiff "Humanity 1" verlassen. - Auf dem Mittelmeer gibt es keine staatlich organisierte Seenotrettung. Lediglich private Initiativen halten nach Flüchtlingen in Seenot Ausschau. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration kamen seit Jahresbeginn bei der Überfahrt mehr als 1.300 Menschen ums Leben oder gelten als vermisst.
    Diese Nachricht wurde am 23.09.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.