Die Nachrichten
Die Nachrichten

HungerEntwicklungsminister Müller beklagt negative Trendwende

Mehrere erschreckend dünne Kinder, die nur mit kurzen Hosen bekleidet sind, sitzen auf einer weißen Plastikplane. Dahinter sieht man Erwachsene, Bäume und eine Hütte.  (Arduino Mangoni / WFP / dpa)
29.04.2021, Madagaskar, Ambovombe: Unterernährte Kinder sitzen auf dünnen Planen auf dem Boden. (Arduino Mangoni / WFP / dpa)

Entwicklungsminister Müller hat vor neuen Rückschlägen im Kampf gegen den weltweiten Hunger gewarnt.

Die Folgen der Corona-Pandemie und viele Konflikte hätten zu einer negativen Trendwende geführt, sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". Millionen Menschen stünden ohne Arbeit auf der Straße, Versorgungsketten seien unterbrochen und die Lebensmittelpreise stiegen. Verschärft werde die Lage durch den Klimawandel. Menschen, die nichts mehr zu essen hätten, verließen ihre Heimat und es komme zu Verteilungskonflikten.

Laut dem heute in Berlin veröffentlichten Welthunger-Index der Welthungerhilfe waren im vergangenen Jahr 155 Millionen Menschen überwiegend in Konfliktregionen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen - fast 20 Millionen Menschen mehr als im Jahr 2019.

Diese Nachricht wurde am 14.10.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.