Donnerstag, 29.10.2020
 
Seit 03:30 Uhr Forschung aktuell
StartseiteEssay und DiskursRassismus steckt Mississippi im Knochenmark29.12.2019

Identitäten (3/7)Rassismus steckt Mississippi im Knochenmark

Rassismus, Armut und Klassenschranken sind tief verwurzelt in der Gesellschaft von Mississippi, wo die Schriftstellerin Jesmyn Ward aufgewachsen ist. In ihrem Essay legt sie offen, wie allgegenwärtig die weiße Vormachtstellung gegenüber der schwarzen Bevölkerung von Mississippi noch ist.

Von Jesmyn Ward

Jesmyn Ward (imago / Lauren Hurley)
Die Autorin Jesmyn Ward beim Women's Prize for Fiction 2018 in London (imago / Lauren Hurley)
Mehr zum Thema

Weitere Beiträge der Reihe "Identitäten"

Chimamanda Adichie Die Gefahr einer einzigen Geschichte
Zadie Smith Das Ich, das ich nicht bin
James Baldwin Fremder im Dorf
Teju Cole Schwarzer Körper
Mahret Ifeoma Kupka Farbe bekennen

Südstaatenroman Jesmyn Ward: Vor dem Sturm

Auf den Spuren der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung Mississippi Revisited

Jesmyn Ward fühlt sich stark verbunden mit ihrem Heimatort, in dem mehr als 200 ihrer Verwandten leben. In der Monatszeitschrift "The Atlantic" schildert die Autorin, wie schwer ihr die Entscheidung gefallen ist, ihre Kinder dort großzuziehen. Ward blickt auf die eigene Kindheit zurück, auf den allgegenwärtigen Hunger, auch auf den nach Geschichten.

Das Gefühl, es steht nichts Besseres zu

Sie befürchtet, dass ihre Kinder ebenso wie Großmutter und Mutter mit dem Gefühl aufwachsen könnten, ihnen würde aufgrund ihrer Herkunft und Hautfarbe nichts Besseres zustehen. Sie beschreibt eine von Generation zu Generation weitergegebene Perspektivlosigkeit, gegen die es weiterhin anzukämpfen gilt. Übersetzung aus dem Amerikanischen: Stefan Barmann.

Jesmyn Ward, geboren 1977 in DeLisle, Mississippi, wo sie heute lebt. Nach dem Literaturstudium veröffentlichte sie autobiografische und journalistische Texte sowie Essays. Sie ist Professorin für Englisch an der Tulane University in New Orleans. Für ihren Roman "Vor dem Sturm" wurde sie 2011 mit dem National Book Award ausgezeichnet, sechs Jahre später bekam sie den Preis für "Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt" ein zweites Mal.

(Teil 4 am 1.1.2020)

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk