Donnerstag, 13.12.2018
 
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Ildar Dadin und Birgit VirnichDer Schrei des Schweigens

An Handschellen aufgehängt, verprügelt und drangsaliert: Ildar Dadin wurde im russischen Straflager gefoltert. Darüber hat er gemeinsam mit der Journalistin Birgit Virnich ein Buch geschrieben. "Es ist ein Einblick in das System russischer Straflager", sagt Rezensent Frederik Rother im Dlf.

Frederik Rother im Gespräch mit Monika Dittrich

Der russische Oppositionelle Ildar Dadin. (AFP/KIREEV)
Der russische Oppositionelle Ildar Dadin (AFP/KIREEV)
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Russland Folter und Gewaltexzesse in Straflagern

Ildar Dadin gehört der russischen Protestbewegung an. Weil er 2014 einige Wochen lang vor dem Kreml in Moskau stille Mahnwachen abhielt, wurde er verhaftet und zu drei Jahren Lagerhaft verurteilt. "Der Schrei des Schweigens" heißt das Buch, das er nun gemeinsam mit der ARD-Journalistin Birgit Virnich veröffentlicht hat und in dem er seine Erlebnisse im Straflager schildert.

"In Dadins Bericht wird deutlich, dass in Russland Widerstand gegen die Politik und die Staatsgewalt nicht toleriert wird", sagt Dlf-Redakteur Frederik Rother über das Buch. Was der ehemalige Lagerhäftling über seine Zeit in der Gefangenschaft schreibt, erinnere stark an das sowjetische Gulagsystem.

In Russland selbst sei Dadins Buch kaum wahrgenommen worden. Kremlnahe Medien allerdings hätten ihn als Simulanten beschimpft.

Ildar Dadin, Birgit Virnich: "Der Schrei des Schweigens. Mein Leben für die Freiheit in Russland"
Europa Verlag, 216 Seiten, 19,90 Euro

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