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Illegale GrenzübertritteEU-Innenkommissarin Johansson reist nach Litauen

Ein Mitglied des litauischen Grenzschutzes patrouilliert mit einem Hund an der Grenze zu Belarus. (dpa-Bildfunk / Mindaugas Kulbis)
Ein Mitglied des litauischen Grenzschutzes patrouilliert mit einem Hund an der Grenze zu Belarus. (dpa-Bildfunk / Mindaugas Kulbis)

Die steigende Zahl an illegalen Grenzübertritten in Litauen ruft bei der EU-Kommission Besorgnis hervor.

Innenkommissarin Johansson reist in den Mitgliedstaat und will dort mit Regierungschefin Simonyte über zusätzliche Maßnahmen an der EU-Außengrenze beraten. Anschließend ist ein Besuch der Grenzübergangsstelle Padvarionys geplant.

In Litauen hatten in den vergangenen Wochen hunderte Migranten illegal die Grenze aus dem Nachbarland Belarus überschritten. In diesem Jahr wurden bereits rund 3.500 Menschen an der fast 680 Kilometer lange Grenze des baltischen EU-Landes zu Belarus aufgegriffen. Die meisten davon haben Asyl beantragt. Litauen hält die Grenzübertritte für Kalkül der belarussischen Regierung: Damit wolle Machthaber Lukaschenko Druck auf die EU ausüben, die gegen sein Land verhängten Sanktionen wieder aufzuheben.

Diese Nachricht wurde am 02.08.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.