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StartseiteCampus & KarriereImmer diese Meetings!02.10.2002

Immer diese Meetings!

Von der Kunst, Besprechungen souverän zu leiten

<strong>Meetings sollen für Kommunikation sorgen, die Zusammenarbeit im Betrieb organisieren und die Kollegen informieren. Oft sind sie aber einfach lästig und machen keinen Sinn, weil sie schlecht moderiert werden oder die Teilnehmer mit zu unterschiedlichen Vorstellungen in die Besprechung gehen.</strong>

Das Nervige an Meetings ist, wenn man selber mit dem Thema wenig zu tun hat und trotzdem fünf Stunden absitzen muss.

Meetings sind besonders nervig, wenn es extrem langsam vorwärts geht. Wenn viele da sind, die einfach so ein bisschen rumlabern, die irgendetwas erzählen, ohne dass es Struktur hat und nicht sehr ergebnisorientiert gearbeitet wird.

Wenn Meetings zu lange dauern, weil sie nicht ordentlich vorbereitet sind, wenn Leute sich ständig profilieren müssen und nicht an der Sache orientiert sind.

Das hört man auf Bonner Firmenetagen, wenn es um das Thema Besprechungen geht. "Immer diese Meetings!" heißt es auch auf dem Cover eines Buches von Martin Hartmann, Rainer Röpnack und Hans-Werner Baumann. Allerdings wollen sich die Autoren nicht beschweren, sondern dafür sorgen, dass Arbeitstreffen Erfolge statt Frust bringen.

Als Personaltrainer arbeitet Martin Hartmann viel mit Managern zusammen und weiß deshalb, wie die Probleme im Beruf aussehen:

Einer der Knackpunkte sind diese berühmten Meetings. Die meisten sagen, wir können nicht mehr, es gibt zu viele Meetings, sie sind schlecht vorbereitet, es sind die falschen Leute da.

Und hinterher ärgern sich alle, dass das Treffen kostbare Zeit gekostet hat.

Jeder, der ein Meeting vorbereitet und einberuft, sollte sich klar machen, dass er den anderen Zeit nimmt. Dann überlege ich mir: Muss das überhaupt sein, die ganzen Punkte auf meiner Liste?

So kann man sich viel sparen durch ein kurzes Gespräch auf dem Gang, einen Anruf oder eine knappe E-Mail. Je weniger Punkte, desto weniger sind die Kollegen genervt. Bei den Punkten, die dann doch auf der Tagesordnung bleiben, sollte vorher klar sein, worauf die Besprechung hinaus läuft.

Die Wenigsten sind sich im Klaren darüber, was sie eigentlich von den anderen wollen. Und damit kommen wir zum wichtigsten Punkt: Was soll am Ende der Besprechung heraus kommen? Empfehlung: Schreiben Sie auf: Was soll am Ende mit der Gruppe erreicht werden? Und sagen Sie es!

Literatur:

Martin Hartmann/Rainer Röpnack/Hans-Werner Baumann: Immer diese Meetings! Besprechungen, Arbeitstreffen, Telefon- und Videokonferenzen souverän leiten. Beltz Verlag, circa 200 Seiten, 14,90 Euro.

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