Dienstag, 06. Dezember 2022

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Improvisation jenseits des Jazz
Die Berliner Echtzeitmusik

Immer mehr Spielorte in Berlin spezialisieren sich auf kammermusikalische Improvisation. Sie nennen sich "Exploratorium”, "Sowieso" oder "Au Topsi Pohl". Eine internationale Szene experimentiert hier mit Formen eines Zusammenspiels, dessen Klangmaterial eng verwandt ist mit dem der Neuen Musik.

Von Dietrich Petzold | 22.02.2020

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    Mazen Kerbaj, Ute Wassermann, Michael Vorfeld und Ricardo Arias spielen im "Sowieso" in Berlin (Dietrich Petzold)
    Das Vergnügen an diesem Spiel daran führt frei improvisierende Musiker in der Hauptstadt in immer neuen Konstellationen zusammen. Und zwar seit vielen Jahren. Grenzen zwischen "unterhaltend" und "ernst" werden dabei höchst durchlässig, ebenso zwischen Freejazz und ausnotierter Neuer Musik.
    So vielfältig wie die Herkunft der Musiker sind auch die Spielweisen. Alle eint, dass sie ihre eigenen musikalischen Angebote aus der aufgeschlossenen Wahrnehmung dessen, was die Anderen tun, entwickeln. Ohne im Vorab Einstudiertes. Ad-hoc-Komposition gleichsam, bei der das konzentrierte Zuhören nicht nur Ziel, sondern zugleich Voraussetzung des kreativen Vorgangs ist.
    Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung sieben Tage lang in unserer Mediathek.