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IndienOberstes Gericht urteilt im Streit zwischen Hindus und Muslimen

auf einem durch einen Zaun abgesperrten Hügel sind die Türme einer Moschee zu sehen. Vor dem Zaun steht ein Sicherheitsmann.. (AP /dpa /Barbara Walton)
Die 1992 von extremistischen Hindus zerstörte Moschee auf dem umstrittenen Gelände in Ayodhya. Archivbild. (AP /dpa /Barbara Walton)

In einem jahrzehntelangen Konflikt hat das Oberste Gericht in Indien Hindus das alleinige Recht an einem umstrittenen Grundstück zugesprochen.

Das Gelände in der Stadt Ayodhya wird demnach einer Stiftung übergeben, die den Bau eines Tempels überwachen soll. Auf dem Areal hatte bis zur Zerstörung durch extremistische Hindus eine Moschee gestanden. Die Richter wiesen den Staat an, den Muslimen ein adäquates Stück Land zum Bau einer Moschee zur Verfügung zu stellen. Um Unruhen zu verhindern, wurden die Sicherheitsvorkehrungen in der Region erhöht.

Der Streit um das Gelände schwelt seit Jahrzehnten; sowohl Hindus als auch Muslime beanspruchen das Gebiet für sich. Nach hinduistischer Überlieferung wurde in Ayodhya vor 900.000 Jahren der Gott Rama geboren. Im 16. Jahrhundert ließen muslimische Eroberer die Babri-Moschee dorthin bauen. Diese wurde 1992 von extremistischen Hindus zerstört. Bei den Krawallen kamen mehr als 2.000 Menschen ums Leben.