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StartseiteWirtschaft am Mittag"Huawei ist ein unglaublich gefährlicher Spieler"29.01.2019

Informationstechnologie"Huawei ist ein unglaublich gefährlicher Spieler"

Bei den Vorwürfen in den USA gegen den chinesischen Technologiekonzern Huawei gehe es nicht um ein paar Patentstreitigkeiten, sondern um industrielle Dominanz, sagte der Analyst Hendrik Leber im Dlf. Denn Huawei sei ein Ausrüster für die 5G-Mobilfunknetze, über die künftig sämtliche Daten liefen.

Hendrik Leber im Gespräch mit Konrad Busen

Huawei-Logo (ZB)
Der chinesische Telekom-Konzern Huawei ist der weltgrößte Lieferant von Netzwerkausrüstung, die von Telefon- und Internetfirmen genutzt wird (ZB)
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Die USA beschuldigen das chinesische Telekommunikationsunternehmen Huawei sowie einige Tochterunternehmen, Industriespionage betrieben und die Sanktionen gegen den Iran unterlaufen zu haben. Das US-Justizministerium hat Anklage erhoben.

Über Huawei müsse man wissen, dass die Firma von einem Mitglied der kommunistischen Partei gegründet worden sei, sagte Hendrik Leber, Chef der Vermögensverwaltung ACATIS Investment aus Frankfurt am Main. Die Firma verfüge über die Technik für die 5G-Netzwerke. Und wer die Netzwerke der Zukunft ausrüste, der habe die Kontrolle über sämtliche Datenflüsse, die ein Land habe. "Es geht um die Dominanz der nächsten Jahrzehnte", so Leber.

Bei dem Konflikt mit den USA sei man fast im Militärbereich. "Es geht nicht um Politik, es geht um die Kontrolle eines Landes." Alles werde künftig über die 5G-Netze laufen, nicht nur der Mobilfunk, sondern etwa auch medizinische Operationen oder der Verkehr. "Wer auf dieser Technik draufsitzt, weiß, was ein Land tut und kann es manipulieren. Stellen sie sich vor, dass Huawei so ein Netz in den USA installiert und plötzlich bremsen die Autos alle." Es gehe also "um industrielle Dominanz und nicht um ein paar Patentstreitigkeiten".

Mit Blick auf den amerikaniksch-chinesischen Handelsstreit äußerte Leber sich zuversichtlich, dass es im nächsten Vierteljahr eine Lösung geben werde. China habe großes Interesse daran, und auch Trump müsse allmählich wieder Erfolge vorweise.

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