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StartseiteBüchermarktKlagenfurt-Moment gleich am ersten Tag06.07.2017

Ingeborg-Bachmann-Preis 2017Klagenfurt-Moment gleich am ersten Tag

Zum 41. Mal finden in Klagenfurt die Tage der deutschsprachigen Literatur statt. Die Veranstaltung ist weit mehr als ein literarisches Branchentreffen und ein Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis. Resümee der Eröffnung, des ersten Tages und der ersten Texte - darunter bereits einer, der begeisterte.

Elmar Krekeler und Katrin Schumacher im Gespräch mit Jan Drees

41. Tage der deutschsprachigen Literatur - Ingeborg Bachmannpreis 2017.  (ORF/Johannes Puch)
Starke Texte gab es bereits zu Beginn der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt, loben Kathrin Schumacher vom MDR und Elmar Krekeler von der Welt im Dlf. (ORF/Johannes Puch)
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Seit 40 Jahren gibt es das Wettlesen am Wörthersee, 14 Autorinnen und Autoren sind dieses Jahr dabei. Jan Drees sprach vor Ort mit Kathrin Schumacher, Literaturredakteurin beim MDR und Elmar Krekeler, stellvertretender Feuilleton-Chef der Welt. Bereits in der Eröffnungsrede des österreichischen Bachmann-Preisträgers Franzobel gab es einen literarischen Gruß aus Klagenfurt an den G20-Gipfel, lobt Schumacher:

"Sprache ist Protestmedium Nummer eins, das merkt man gerade in Hamburg sehr deutlich", sagte Schumacher. "Die Klagenfurter Rede zur Literatur ist eine Möglichkeit, politisch zu werden, die nicht immer genutzt wird. Franzobel hat versucht, das nachzuholen und einen großen Rundumschlag gemacht. Er hat eine flammende Rede gehalten, das hat großen Spaß gemacht."

Der erste Text von Karin Peschka, "Wiener Kindl", sei überraschend stark gewesen, fand Schumacher und Krekeler ergänzte: "Es war zeitlos und es wurde wenig mit der Sprache angestellt. Das Schöne daran ist, man kann mit apokalyptischen Texten in Klagenfurt nicht viel falsch machen, und sie hat sehr viel richtig gemacht."

Euphorisch wurde die Jury am ersten Tag beim Text "Madrigal" des österreichisch-amerikanischen Autors John Wray. Er werde einen Preis gewinnen, legte sich Krekeler fest: "Es gibt einen Klagenfurt-Moment, dann wird es still im Publikum. Das war so einer. Es war einer der besten Kurzgeschichten-Texte, die ich je gehört habe."  

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