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Integrationsbeauftragte"Antisemitische Straftaten sind eine Schande"

Annette Widmann-Mauz trägt den Integrationsreport im Dezember 2019 in Berlin vor (AA)
Die Integrationsbeauftragte Widmann-Mauz (AA)

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Widmann-Mauz, hat die zunehmende Zahl an antisemitischen Straftaten in Deutschland als Schande bezeichnet.

Jüdisches Leben müsse in Deutschland sicher und selbstverständlich sein, erklärte die CDU-Politikerin. Jüdische Geschichte und Kultur und der jüdische Glaube gehörten untrennbar zu Deutschland. Auch 76 Jahre nach der Schoah müssten Antisemitismus und Rassismus entschlossen bekämpft werden, betonte Widmann-Mauz.

Anlass der in Berlin veröffentlichten Erklärung ist das Jubiläumsjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland", das morgen offiziell eröffnet wird. Nach vorläufigen Zahlen des Bundesinnenministeriums wurden vergangenes Jahr in Deutschland 2.275 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund erfasst - so viele wie noch nie. Im Jahr zuvor lag die Zahl der registrierten antisemitischen Straftaten in Deutschland bei 2.032.

Kulturstaatsministerin Grütters hatte gestern vor immer hemmungsloser zur Schau getragenen antisemitischen und rechtsextremen Provokationen gewarnt. Es sei vor diesem Hintergrund wichtiger denn je, jungen Menschen frühzeitig und nachhaltig zu vermitteln, dass jüdisches Leben zu Deutschland gehöre, sagte die CDU-Politikerin in Berlin.

Diese Nachricht wurde am 20.02.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.