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Interview der WocheKardinal Lehmann sieht keine Grundlage für Dialog mit AfD

Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann spricht am 28.10.2014 in München (Bayern) bei der Verleihung des Romano Guardini Preises. (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)
Der Bischof von Mainz, Kardinal Lehmann (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)

Der scheidende Mainzer Bischof, Kardinal Lehmann, hält einen Dialog mit der AfD zum gegenwärtigen Zeitpunkt für unmöglich.

Im Interview der Woche des Deutschlandfunks sagte der 79-Jährige wörtlich, ihm sei das "nationalistische Gerüchlein" zu stark. Eine Zurückweisung des Dialogs sei möglicherweise auf Dauer kein Allheilmittel, derzeit jedoch würde er dabei nicht mitmachen. Lehmann betonte, er sei beunruhigt, dass eine solche Partei bei Wahlen zwölf Prozent erreiche.

Kardinal Lehmann ist der dienstälteste katholische Bischof in der Bundesrepublik. Er wird am Montag 80 Jahre alt und geht davon aus, dass sein Rücktrittsgesuch zu diesem Termin vom Vatikan bestätigt wird, um in den Ruhestand zu gehen.