Interview 

Grundsteuerreform„Enormer Druck von der kommunalen Seite“

Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. (picture alliance / Britta Pedersen/dpa)

Die Grundsteuerreform steht. Nur kann nach dem Kompromiss von SPD und Union jedes Bundesland die Grundsteuer selbst regeln. „Ob es aber tatsächlich zu dem Flickenteppich kommt, da würde ich zwei große Fragezeichen machen“, sagte Gerd Landsberg vom Städte- und Gemeindebund im Dlf – denn das würde Geld kosten.

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Strategische EU-AgendaHoffmann: "So werden wir Europa nicht zusammenhalten"

Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann während seiner Rede zu Kundgebungsteilnehmern in Leipzig. (dpa)

Die Staats- und Regierungschefs der EU entscheiden in dieser Woche über die strategische Agenda bis 2024. Das Papier sei erstaunlich ambitionslos, kritisierte DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann im Dlf. Vor allem die sozialen Probleme und Themen kämen vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen viel zu kurz.

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Kretschmer (CDU) zur AfD"Wir müssen argumentieren, und das ist in Görlitz passiert"

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) (picture alliance/dpa/Hendrik Schmidt)

In Görlitz hat CDU-Kandidat Octavian Ursu die Oberbürgermeisterwahl gegen den Konkurrenten der AfD gewonnen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) betonte im Dlf, es gebe keine Schnittmengen mit der AfD. Die Diskussion über mögliche Koalitionsoptionen komme zur Unzeit.

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Proteste in Hongkong"Die Zusage 'Ein Land, zwei Systeme' funktioniert nicht"

Stefan Liebich (Die Linke) während einer Bundestags-Rede zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan  (imago images / Metodi Popow)

Die anhaltenden Proteste gegen die Regierung in Hongkong zeigten, dass sich die Menschen dort um den Sonderstatus ihrer Stadt sorgten, sagte der außenpolitische Sprecher der Linken, Stefan Liebich, im Dlf. Gegen ein gewaltsames Eingreifen Chinas sprächen jedoch gleich mehrere Gründe.

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Populismus"Diskurs rückt nach rechts"

Alexander Gauland (AfD) hält im September 2017 bei einer AfD-Wahlkampfkundgebung in Magdeburg eine Rede (imago / Christian Ditsch)

Ständige Tabubrüche würden den öffentlichen Diskurs immer weiter nach rechts rücken, sagte der Sprachwissenschaftler Thomas Niehr im Dlf. Das Wesen des deutschen Populismus sei es, sich als kleiner Mann des Volkes darzustellen, der gegen die Eliten und das Fremde kämpfe.

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Wohnungsnot"Bauen, bauen, bauen sind die drei wichtigsten Maßnahmen"

Eigentums- und Sozialwohnungen im Bau in Freiburg. (picture alliance / Winfried Rothermel)

Um die Wohnungsnot zu bekämpfen, müsse der Staat seine drei wichtigsten Förderinstrumente wieder auspacken, sagte der Politikwissenschaftler Volker Eichener im Dlf. Zudem müssten die Kommunen mehr Bauland ausweisen. Nicht kleckern wie beim Wohngipfel, sondern klotzen, laute die Devise.

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Positionierung der CDU zur AfD"Das kann die Partei in große Verwerfung stürzen"

Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung, spricht bei der Jahrestagung des Verbands Bayerischer Zeitungsverleger (VBZV) (picture alliance/dpa - Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa)

Die westdeutschen CDU-Landesverbände hätten eine völlig andere Position zur AfD als die ostdeutschen, erklärte die Politologin Ursula Münch im Dlf. "Das hat Potenzial, eine Partei zu zerreißen." Zudem kritisierte sie, dass die Werte-Union zu viel mediale Aufmerksamkeit erhalte.

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Diplomat Chrobog"Große Gefahrpotenziale" im Iran-Konflikt

Blick aus der Luft auf den Tanker, an dessen Seite in der Mitte des Bugs sich ein großer Brand gebildet hat. Dichter schwarzer Rauch steigt auf.  (AP / ISNA / dpa)

Eine Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran und der USA an der Meerenge von Hormus könne zum Krieg führen, sagte der Diplomat Jürgen Chrobog im Dlf. "Obwohl ich nicht glaube, dass irgendeine Seite wirklich diesen Krieg will." Allerdings gebe es in der Region andere Akteure, die Interesse an der Eskalation hätten.

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Werte-Union der CDU"Wir müssen uns auf unsere Werte und Positionen wieder besinnen"

Ex-Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen richtet sich die Brille (imago / photothek / Felix Zahn)

Für die CDU sollte zunächst das Ziel sein, im Osten die stärkste Partei zu werden, sagte Hans-Georg Maaßen, Mitglied der konservativen CDU-Werte-Union und ehemaliger Verfassungsschutzpräsident, im Dlf. Eine Koalition der CDU mit der AfD schließe er in der jetzigen Situation aus - "aber man weiß nie".

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Grundsteuer mit "Öffnungsklausel""Kompromiss, mit dem alle leben können"

Kai Warnecke, Präsident des Zentralverband der Deutschen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer (Haus & Grund) (picture alliance / dpa / Uli Deck)

Im Streit von Union, SPD und den Bundesländern um die Reform der Grundsteuer könnte mit der sogenannten Öffnungsklausel eine Einigung erzielt werden. Die Forderung der Bundesländer nach solch einer Ausnahmeregelung sei verständlich, sagte Kai Warnecke, Präsident von Haus und Grund Deutschland, im Dlf.

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Hohe Mieten"Man schafft mit Enteignung kaum zusätzlichen Wohnraum"

Protestmarsch am 1. Mai 2019 unter dem Motto "Hände weg vom Wedding" (imago / Müller-Stauffenberg)

Die Enteignung von Wohnungsunternehmen halte er für wenig sinnvoll, sagte Claus Michelsen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung im Dlf. Dadurch komme es nicht zu einer Entlastung auf dem Wohnungsmarkt. Von einem Mietpreisdeckel würde er wegen der negativen Konsequenzen abraten.

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Kriegsgefahr am Persischen GolfLüders: Krieg gegen Iran wäre fatal

Das Foto zeigt den Publizisten und Nahost-Experten Michael Lüders im Januar 2016. (imago / allefarben-foto)

Noch sei unklar, was genau im Persischen Golf vorgefallen sei, sagte der Nahostexperte Michael Lüders im Dlf. Die Leichtfertigkeit mit der Teile der US-Regierung den Weg in Richtung Krieg beschritten, sei sehr gefährlich. Die Risiken eines Krieges gegen den Iran würden völlig unterschätzt.

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Katrin Lompscher (Die Linke)"Abkühlungssignal an den Wohnungsmarkt senden"

Protest gegen Mieterhöhungen im städtischen Raum, Berlin, 2019 (imago / Janine Schmitz)

Zu hohe Mieten sollen mit Hilfe des Mietpreisdeckels verboten werden, das plant der Berliner Senat. Das Vorhaben unterstützt Linken-Politikerin Katrin Lompscher. "Mit dem Einziehen einer Mietobergrenze wollen wir überhöhte Mieten wieder in eine angemessene Höhe bringen", sagte Lompscher.

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Johann Wadephul (CDU)"Nicht wundern, wenn jetzt was Militärisches geschieht"

Iranisches Marineschiff bei dem Versuch, Feuer auf dem norwegischen Tankschiff Altair zu löschen, das mutmaßlich durch einen Angriff im Golf von Oman ausgelöst wurde, 13. Juni 2019 (AFP / TASNIM NEWS)

Nach den Explosionen von zwei Tankern sieht CDU-Politiker Johann Wadephul eine immer zugespitztere Lage in der Golfregion. Wichtig sei nun aufzuklären, ob tatsächlich der Iran dahinterstecke. "Wir brauchen für einen derartigen Vorwurf schon wirklich belastbare Beweise", sagte Wadephul im Dlf.

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Tötung von KükenHeinen-Esser: "Jetzt ist genug getestet"

Ursula Heinen-Esser spricht im April 2019 in Ennepetal (picture alliance / ZUMA Wire, Maik Boenisch)

In der Debatte um die Tötung von männlichen Küken hat NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser eine klare zeitliche Vorgabe für die Installierung von Techniken zur Geschlechter-Bestimmung gefordert. "In maximal zwölf Monaten müssen die Verfahren in den Betrieben sein", sagte Heinen-Esser im Dlf.

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Kükenschreddern"Das ist Agrarkriminalität"

Renate Künast im Bundestag am 22.5.2015 (picture alliance/dpa/Rainer Jensen)

Mit der Entscheidung für das Kükenschreddern stelle das Gericht wirtschaftliche Gründe über den gesetzlich verankerten Tierschutz, sagte die Grünen-Politikerin Renate Künast im Dlf. Bis die Technik zur Frühbestimmung des Geschlechts ausgereift sei, könnten Jahre vergehen.

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Carsten Schneider (SPD) zur GroKo "Es reicht nicht, einfach zu regieren"

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Carsten Schneider, nimmt am 27.09.2017 in Berlin im Bundestag an der SPD-Fraktionssitzung teil. (dpa/ picture alliance/ Kay Nietfeld)

Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Carsten Schneider, geht davon aus, dass die Große Koalition bis 2021 halten wird. Trotzdem betonte er im Dlf, dass die Koalition jetzt Fortschritte machen müsse. Die wichtigsten Themen seien für die SPD sozialer Zusammenhalt und wirtschaftlicher Erfolg.

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Streit um neues Eurozonen-Budget"Wir wollen strukturelle Reformen"

Markus Ferber, MdeP, Landesvorsitzender der Europa-Union Bayern e.V. (imago )

Ein neues Eurozonen-Budget dürfe nicht genutzt werden, um Haushaltslöcher zu stopfen, sagte der CSU-Politiker Markus Ferber im Dlf. Gedacht sei das Geld für strukturelle Reformen. Als Beispiel nannte Ferber die Hartz IV-Reform in Deutschland.

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AfD zur Überwachung per Sprachassistent"Wir sehen orwellsche Verhältnisse"

Joana Cotar, AfD, spricht bei der Plenarsitzung des Deutschen Bundestages im Reichstagsgebäude  (picture alliance/Sina Schuldt/dpa)

Ermittlern sollte kein Zugriff auf Daten von Smartphone-Geräten gewährt werden, sagte AfD-Digitalpolitikerin Joana Cotar im Dlf - auch nicht zur Verbrechensbekämpfung. Solche Pläne seien ein "Angriff auf die Unverletzlichkeit der Wohnung". Der Staat schaffe sich so immer mehr Zugriffsmöglichkeiten auf die Bürger.

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Politologe zur CDU-Kanzlerkandidatur-Debatte"Das Schlimmste wäre, jetzt am Stuhl von Merkel zu sägen"

Annegret Kramp-Karrenbauer (l), Bundesvorsitzende der CDU, wartet neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), auf den Beginn der Klausurtagung des CDU-Bundesvorstands (picture alliance/Michael Kappeler/dpa)

Ist CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer die Richtige für die Kanzlerkandidatur? Über der ganzen Personaldiskussion in der CDU schwebe immer noch Angela Merkel, so der Politologe Heinrich Oberreuter im Dlf. Da habe es Kramp-Karrenbauer schwer. Ihr Problem sei aber nicht Merkel, sondern die jüngsten Wählerverluste.

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Konflikt im SudanDie Angst vor dem Failed State

Straße mit Barrikaden in Khartum nach den Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten (AFP)

Die Gewalt von Milizen gegen Oppositionelle bedroht den Reformprozess im Sudan. Die internationale Gemeinschaft müsse Druck machen, damit es zu einer zivilen Regierung komme, sagte Afrika-Experte Philipp C. Jahn im Dlf. Anderenfalls bewege sich der Sudan in Richtung eines Failed State.

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Bosbach über CDU-Kanzlerkandidatur"Debatte zum völlig falschen Zeitpunkt"

CDU-Politiker Wolfgang Bosbach (Oliver Berg / dpa)

CDU-Politiker Wolfgang Bosbach hat die von Fraktionschef Ralph Brinkhaus ausgelöste Debatte um die Kanzlerkandidatur kritisiert. Die Diskussion sei nicht notwendig und bestätige alle Vorurteile gegenüber Politikern und Parteien, sagte Bosbach im Dlf. Das Rennen um die Kanzlerkandidatur sei offen.

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Datenzugriff auf Smart-Home-Geräte"Zumindest potenziell eine Wanze"

Der Amazon Echo Dot ist ein Lautsprecher, der auf den Namen "Alexa" hört und als Sprachschnittstelle zu Amazon-Produkten fungiert. Er steht auf einem Tisch. Zwei Kinder lehnen sich mit Händen und Köpfen auf den Tisch und schauen den Lautsprecher an. (dpa/M. C. Hurek)

Der Datenschutz-Experte Peter Schaar hat sich dagegen ausgesprochen, dass Sicherheitsbehörden der Zugriff auf Sprachassistenten erleichtert werden soll. "Das ist noch mal eine neue Qualität, wenn man diese sogenannten smarten Geräte dann letztlich umfunktionieren kann", sagte Schaar im Dlf.

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China-Expertin zu Hongkong-Protesten"Große Sorge, Freiheiten zu verlieren"

Demonstranten blockieren die Straßen im Regierungsviertel von Hongkong (Anthony WALLACE / AFP)

Die Proteste in Hongkong gegen das Auslieferungsgesetz stehen für die Sorge, dass die Unabhängigkeit der Justiz weiter ausgehöhlt werde, sagte China-Expertin Kristin Shi-Kupfer im Dlf. Das Misstrauen gegenüber Peking und der eigenen Regierung sei massiv.

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Debatte über Russlandsanktionen"Russland und Europa müssen zusammenarbeiten"

Russland Präsident Putin spricht auf einem Wirtschaftsforum in Wladiwostock. (dpa/picture-alliance/Alexei Druzhinin)

Die Freie Wähler-Politikerin Antje Hermenau hat ein Umdenken in der Sanktionspolitik gegenüber Russland gefordert. Da werde mit zweierlei Maß gemessen, sagte Hermenau im Dlf. Mittelfristig brauche Deutschland eine deutsch-russische Perspektive. Andernfalls drohe eine Isolation in Europa.

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May-Nachfolge "Unter Johnson gibt es einen harten Brexit"

Die Collage zeigt, von oben links nach rechts: Boris Johnson, Dominic Raab, Jeremy Hunt, Rory Stewart, James Cleverly und Sajid Javid, unten links nach rechts: Esther McVey, Matt Hancock, Andrea Leadsom, Michael Gove, Kit Malthouse und Premierministerin Theresa May. (Pa / PA Wire / dpa-Bildfunk )

Sollte Boris Johnson neuer britischer Premierminister werden, würde das Risiko eines harten Brexits steigen, sagte der britische Tory-Abgeordnete Greg Hands im Dlf. Um dies zu vermeiden, brauche es Umdenken und Bewegung in Brüssel, denn das jetzige Abkommen sei sehr unvorteilhaft für Großbritannien.

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Krise der SPD"Die Welt wirklich besser machen"

Drei Rednerpulte stehen in der Parteizentrale vor einem roten Hintergrund. (alliance/Wolfgang Kumm/dpa)

Die SPD muss wieder verkörpern, dass sie sich mit den Problemen der Menschen befasst, sagte der Sozialdemokrat und Publizist Nils Heisterhagen im Dlf. Dabei verwies er auf die vielen SPD-Bürgermeister in Deutschland. "Die SPD hat sehr viele gute Leute, sie sitzen meistens in den Rathäusern dieser Republik."

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Sanktionen gegen Russland"Russland hat Völkerrecht gebrochen"

Die Grenze zwischen der Ukraine und der annerktierten Halbinsel Krim. (dpa / Sputnik / Alexandr Polegenko)

Jürgen Hardt (CDU) hat sich im Dlf gegen ein Ende der Russland-Sanktionen ausgesprochen. Russland habe durch die Besetzung der Krim das Völkerrecht gebrochen, sagte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag. "Dieser Zustand ist nicht beendet."

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Der Kosovokrieg und seine FolgenHistorikerin: Eine Lösung wäre möglich

Flagge Kosovo (picture-alliance/ dpa / Matthias Schrader)

Vor 20 Jahren endete der Krieg im Kosovo. Das Verhältnis zum einstigen Kriegsgegner Serbien ist jedoch noch immer angespannt. Eine Stabilisierung des Verhältnisses sei aber jederzeit möglich, wenn der politische Wille dafür bestünde, sagte die Historikerin Marie-Janine Calic im Dlf.

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Expertenregierung in Österreich"Es kann sich nur um eine Übergangslösung handeln"

Österreichs Bundespräsident Van der Bellen hat das neue Expertenkabinett vereidigt: Gruppenbild in der Bundespräsidentschaftskanzlei. (imago stock & people)

Nach dem Ende der rechtskonservativen Regierung Österreichs ist eine Expertenregierung vereidigt worden. "Ich halte es kaum für ein Dauermodell. Es war vor allem schnell machbar", sagte Politikwissenschaflter Peter Filzmaier im Dlf. Neue Parteipolitiker hätten zu neuen Misstrauensvoten geführt.

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Wissenschaft und Ästhetik "Physiker setzen auf schöne Theorien"

Lichtstrahlen brechen an einem Prisma zu Farbstrahlen - Diese Entdeckung machte der Physiker Sir Isaac Newton und konnte so die Entstehung eines Regenbogens erklären. (imago images / Ikon Images)

Ob ein physikalisches Ergebnis als richtig empfunden wird, hängt auch mit der Ästethik zusammen. "Bei der Beurteilung ihrer Arbeitsergebnisse stützen sich Physiker auf ihren Schönheitssinn", sagte Philosoph Olaf Müller im Dlf. Physiker nutzten das als ein Kriterium für die Glaubwürdigkeit.

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Schriftsteller über Sozialdemokratie"Was wir tun müssen, liegt auf der Hand"

Der Schriftsteller Ingo Schulze (Deutschlandradio / David Kohlruss)

Der Schriftsteller Ingo Schulze glaubt nicht, dass die SPD in dieser Großen Koalition etwas Gutes bewegen kann. Im Dlf forderte er von der Partei ein wirkliches Engagement für die Schwachen - und zeigte dabei auf ungewöhnliche Beispiele.

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Illuminaten und Weltverschwörung"Verschwörungen entkommen ihren Verschwörern irgendwann"

Junge besorgte Frau mit Aluhut schaut nach oben. (imago / Photocase/PolaRocket)

Für manche seien geheime Strippenzieher einfacher zu akzeptieren als eine Gesellschaft, die auf Zufällen basiert, sagt der Literaturwissenschaftler Michael Butter im Dlf. Verschwörungstheorien hätten für viele einen hohen Sinngehalt. Dabei gibt es klare Unterschiede zwischen echter Verschwörung und Theorien.

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Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD)"Doppelspitze hängt von Personen und nicht von Strukturen ab"

Der SPD-Politiker Thorsten Schäfer-Gümbel (picture alliance / Erwin Elsner)

Der kommissarische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat sich zurückhaltend zur Idee einer Doppelspitze in der Parteiführung geäußert. Die Grünen hätten damit in den vergangenen 25 Jahren viele Flügelkämpfe erlebt, sagte er im Dlf. Andererseits könne eine Doppelspitze eine größere Bandbreite an Inhalten schaffen.

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Korruption im FußballKritik an "kleinen Königen" bei der FIFA

FIFA-Präsident Gianni Infantino guckt nachdenklich bei einer Pressekonferenz bei einem FIFA-Treffen in Miami (picture alliance / newscom / Gary I Rothstein )

Der Schweizer Politiker und ehemalige FIFA-Marketing-Manager Roland Büchel kritisiert die Personalauswahl und die Entscheidungsstrukturen im Fußball-Weltverband. Die Korruption im Fußball sei schlimm, sagte Büchel im Dlf. Er forderte die rechtstaatliche Aufklärung von Verdachtsfällen.

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Defizitverfahren gegen ItalienÖkonom: EU braucht mehr Geduld mit Italien

Sitz des italienischen Parlaments, Palazzo Montecitorio, in Rom, Italien (AFP / Filipp Monteforte)

Wenn die EU Italien jetzt durch harte Sparmaßnahmen in die Rezession drücke, könne sich das zu einer gefährlichen Krise entwickeln, sagte der Ökonom Gustav Horn im Dlf. Noch könne das Land seine Schulden bedienen. Was Italien brauche, sei mehr Wachstum - und die Bereitschaft, sein Defizit anzugehen.

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Neuregelungen für Abschiebungen "Eine Idee, die in der Praxis nicht umzusetzen sein wird"

Eine Sitzbank steht vor vergitterten Fenstern in der Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige (UfA) der Bezirksregierung Detmold in Büren in Nordrhein-Westfalen (picture alliance/ dpa/ Friso Gentsch)

Abschiebehäftlinge sollen künftig in Justizvollzugsanstalten untergebracht werden. Das verstößt nach Ansicht von Thüringens Justizminister Dieter Lauinger gegen europäisches Recht. Er sehe nicht, wie man ausreisepflichtige Familien gemeinsam mit Schwerverbrechern unterbringen wolle, sagte er im Dlf.

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Britische Liberaldemokratin"Es gibt keine Mehrheit für den No Deal"

Prime Minister Theresa May announces date of her resignation as Conservative Party leader, at No.10 Downing Street, London . 24/05/2019. London, United Kingdom. Theresa May announces resignation date. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY xNilsxJorgensenx/xi-Imagesx IIM-19719-0016 (imago images / i Images)

Die britische Liberaldemokratin Wera Hobhouse hofft nach dem Rücktritt von Theresa May darauf, dass ein Verbleib in der EU wieder eine Option für ihr Land wird. Sie geht davon aus, dass die Tories zunächst weiter auf den No-Deal-Brexit setzen. Der habe aber keine Mehrheit im Parlament, sagte sie im Dlf.

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SPD-Politiker Hartmann  "Die Partei ist im Umbruch, genau wie die Gesellschaft"

Sebastian Hartmann, einziger Kandidat für den Landesvorsitz der NRW-SPD (picture alliance/ dpa/ Federico Gambarini)

Nach der Europawahl hätte die SPD erstmal Besonnenheit an den Tag legen müssen, sagte der Vorsitzende der NRW-SPD, Sebastian Hartmann, im Dlf. Die Partei müsse jetzt diskutieren und klar machen, wofür sie stehe. Das sei auch eine Chance für die Sozialdemokratie.

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Neuer Städtetags-Präsident Jung"Das Thema Wohnen ist voller Sprengkraft"

Der Oberbürgermeister von Leipzig, Burkhard Jung (SPD), hat am 30.09.2015 zum Spitzengespräch Asyl zwischen dem Freistaat Sachsen, Landkreisen und Kommunen in der Staatskanzlei in Dresden (Sachsen) seinen Platz eingenommen. (Arno Burgi / dpa )

Der neue Städtetags-Präsident Burkhard Jung ist gegen ein Einfrieren von Mietpreisen. Im Dlf sprach er sich stattdessen für sanftere Regulierungsmethoden aus - und für konstruktive örtliche Bündnisse mit Investoren. Er persönlich favorisiere zudem die Wohngeld-Unterstützung.

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Syrische Flüchtlinge im Libanon"Die Menschen sind rechtlos"

ibanon, Mardsch: Syrische Flüchtlinge gehen durch ein Flüchtlingslager in der Bekaa-Ebene. (picture alliance/Marwan Naamani)

Syrische Flüchtlinge werden im Libanon zunehmend vom Militär schikaniert, damit sie das Land wieder verlassen, das berichtet Simon Bethlehem von der Hilfsorganisation "Grünhelme" im Dlf. Unterkünfte würden zerstört und Lebensmittel vorenthalten. Die Menschen seien zunehmend verzweifelt.

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Lebenslänglich für ehemaligen Pfleger"Beteiligte haben es Högel viel zu leicht gemacht"

Umriss von Spritze, Hand und Patient (picture alliance / ZB)

Er sei zufrieden mit dem Urteil über den Patienten-Serienmörder Niels Högel, sagte der Chefarzt Karl H. Beine im Dlf. Er kritisierte gleichzeitig, dass nicht richtig hingeschaut worden sei. Krankenhäuser müssten Frühwarnzeichen schneller nachgehen. Dafür sei allerdings eine adäquate pflegerische Personalausstattung notwendig.

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Schuldenkrise in ItalienIfo-Institut spricht sich für Defizitverfahren aus

Clemens Fuest, der Präsident des ifo-Instituts, im Halbporträt.  (Imago / IPON)

Die Finanzpolitik des hoch verschuldeten Italien sehe vor, massiv Steuern zu senken und noch mehr Geld auszugeben, sagte Clemens Fuest vom Ifo-Institut im Dlf. An einem Defizitverfahren, eingeleitet durch die EU-Kommission, führe kein Weg vorbei. "Sonst kann man die Fiskalregeln eigentlich ganz abschaffen."

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Landung der Alliierten 1944Historiker: D-Day entscheidend für Landkarte Europas

Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 (dpa/picture alliance/prismaonline)

Der Historiker Peter Lieb schreibt der Landung der Alliierten in der Normandie 1944 weniger eine militärische Bedeutung zu, dafür aber eine politische. Durch diese militärische Operation sei verhindert worden, dass West- und Mitteleuropa in die Hände Stalins gefallen wären.

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Gesetzespaket zur Migration"Diese Bundesregierung folgt dem rechten Kurs der AfD"

Filiz Polat, Sprecherin der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für Migration und Integration im Bundestag.  (imago / Metodi Popow)

Die Grünen-Politikerin Filiz Polat hat das Gesetzespaket zur Migration von Union und SPD scharf kritisiert. Es sei ein "Katalog der Inhumanität", sagte sie im Dlf. Dadurch würden Flüchtlinge kriminalisiert und Grundrechte gebrochen. "Auch für abgelehnte Asylbewerber gilt unser Grundgesetz."

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USA und Großbritannien "Einen Deal kann Trump nicht aus dem Zylinder zaubern"

Das Bild zeigt die die scheidende britische Premierministerin Theresa May und US-Präsident Donald Trump auf dem Weg zu einer Pressekonferenz. Beide sind von hinten zu sehen. (dpa / picture alliance / ZUMA Press / Shealah Craighead)

US-Präsident Donald Trump hat bei dem Besuch in London den Briten Deals für die Zeit nach dem Brexit versprochen. Das seien Versprechungen, auf die man nicht allzu viel geben sollte, sagte der Publizist Thomas Kielinger im Dlf. Zunächst sei abzuwarten, wer in die Downing Street einzieht.

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Ex-FIFA-Medienchef Tognoni"Infantino macht alles, um den Leuten zu gefallen"

FIFA-Präsident Gianni Infantino winkt beim 69. FIFA-Kongress. Im Hintergrund sind die Fahnen der Mitgliedsverbände zu sehen. (AFP / Franck Fife)

Die Wiederwahl von FIFA-Chef Gianni Infantino sei voraussehbar gewesen, sagte der ehemalige FIFA-Medienchef Guido Tognoni im Dlf. Infantino habe die Sehnsucht der Verbände nach Geld "von Anfang an vollauf erfüllt". Dabei habe er seine Machtposition noch schamloser ausgenutzt als sein Vorgänger.

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Mathematiklehrer über Lernen mit YouTube"Erreiche die Schüler dann, wann die Schüler es wollen"

Der Youtuber Lehrerschmidt bringt seinen Followern Mathe bei (Youtube-Screenshot)

Mehr als 1.000 Lernvideos hat der Mathematiklehrer Kai Schmidt bei YouTube gepostet. Durch die Rückmeldungen dort sehe er, dass er wirklich helfen könne, sagte der Schulrektor im Dlf. Seine Erfahrung zeigen jedoch: Lernvideos funktionieren nicht in allen Fächern gleich gut.

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Zukunft der SPD"Ich sehe uns nicht im Existenzkampf"

SPD-Vorstandsmitglied Wiebke Esdar spricht im Bundestag (dpa/Jens Büttner)

Bei der Erneuerung der SPD sei zuletzt einiges versäumt worden, sagte SPD-Bundestagsabgeordnete Wiebke Esdar im Dlf. Diese solle weiter parallel zum Verbleib in der Regierungskoalition vorangetrieben werden. Es sei ein Trugschluss zu meinen, wenn man die Koalition verlasse, werde alles gut.

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Evangelische Kirche"Das Sterben im Mittelmeer muss ein Ende haben"

Heinrich Bedford-Strohm, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland fährt mit einem Schlauchboot zum "Schiff Sea-Watch 3", das im Hafen von Licata liegt. (EKD/Evangelische Kirche in Deutschland/dpa)

Die Evangelische Kirche appelliert an die EU, Seenotrettung im Mittelmeer nicht zu behindern. Dass Seenotretter kriminalisiert würden, sei unerträglich, sagte EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm im Dlf. "Es kann nicht sein, dass Menschen im Mittelmeer sterben, und Europa schaut zu."

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