Interview 

SPD-UmweltpolitikerinScheer: Klimaschutz nur mit radikaler Wende zu erreichen

Blick durch ein Fenster auf eine belebte Straße mit verwischten Autos auf mehreren Fahrspuren, Symbolbild Raser (imago/Martin Bäuml Fotodesign)

SPD-Umweltpolitikerin Nina Scheer würde sich wünschen, dass die Vorschläge des Umweltbundesamtes, wie beispielsweise deutlich höhere Dieselpreise, umgesetzt werden. Aber ohne einen Umstieg auf erneuerbare Energien würden die Maßnahmen im Verkehrssektor auch nichts bringen, sagte sie im Dlf.

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Michael Link (FDP) zu Mord an Georgier„Von russischer Seite zeichnet sich ein Muster ab“

Beamte der Spurensicherung sichern in einem Faltpavillon Spuren am Tatort in Berlin-Moabit. (Christoph Soeder/dpa)

Nach der Ermordung eines Georgiers in Berlin müsse sich die Bundesregierung nun mit der EU abstimmen und Russland ein klares Signal geben, sagte der europapolitische Sprecher der FDP, Michael Link, im Dlf. Insbesondere, wenn sich der Verdacht erhärte, dass Russland im Ausland Selbstjustiz betreibe.

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Herbert Reul (CDU) zu Kinderpornografie„Das ist ein Massenphänomen geworden“

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen (dpa/Federico Gambarini)

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) fordert auf der Innenministerkonferenz in Lübeck die Verdopplung der Strafen für Kindesmissbrauch. Wichtig sei es, an die Daten der Täter zu kommen, sagte er im Dlf. Die Vorratsdatenspeicherung müsse deswegen auch auf europäischer Ebene koordiniert werden.

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Zukunft des Militärbündnisses"Die NATO gibt aktuell ein sehr gespaltenes Bild ab"

US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sitzen nebeneinander. Macron gestikuliert und Trump schaut ratlos. (dpa / AP / Evan Vucci)

Beim Thema Nordsyrien könne man wie Frankreichs Präsident Macron in der Tat das Gefühl haben, die NATO sei "hirntot", sagte der Konfliktforscher Matthias Dembinski im Dlf. Aber wenn es um kollektive Verteidigung gehe, sei das westliche Bündnis "sehr agil und erfindet sich neu".

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Bildungsforscher zur PISA-Studie„Die Ungleichheit ist das zentrale Problem“

Schüler einer siebten Klasse in der Frankfurter Ernst-Reuter-Schule (dpa / Frank Rumpenhorst)

Auch in der neuen PISA-Studie ist Deutschland nicht in der Spitzengruppe. Problematisch sei aber vor allem, dass die Ungleichheit im Bildungssystem zugenommen habe, erklärte der Bildungsforscher Eckhard Klieme im Dlf. Um das anzugehen, könne man auf Seiteneinsteiger als Lehrer nicht verzichten.

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Hübner (SPD) über künftiges Führungsduo„Es braucht schon ein klares Bekenntnis zur Koalition“

Die SPD-Politiker Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken stehen auf einem Podium. (dpa/Carstensen)

Ein schneller Koalitionsbruch ist vom Tisch. Das designierte SPD-Führungsduo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans habe durch die Diskussion dennoch Schaden angerichtet, meint Klaas Hübner (SPD) vom Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung. Er glaube, dass der Parteitag seinen Unmut kundtun wird.

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Klimakonferenz"Das Pariser Abkommen ist noch einzuhalten"

Tobias Fuchs, Leiter Klima und Umwelt, Deutscher Wetterdienst (imago images / Metodi Popow)

Wenn alle Industriestaaten sehr intensiv Klimaschutz betrieben, sei der Vertrag von Paris noch einzuhalten, sagte Tobias Fuchs vom Deutschen Wetterdienst im Dlf. Deutschland allein könne das Problem nicht lösen, müsse aber trotzdem Vorreiter sein, so Fuchs.

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Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz"NATO ist nicht hirntot, aber auch nicht kerngesund"

Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger im November 2019 in Berlin (picture alliance / AA / Abdulhamid Hosbas)

Die NATO sei ein Patient, der läuft und redet, aber nicht so richtig funktioniere, sagte Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, im Dlf. Militärisch funktioniere das Bündnis, nicht zu Unrecht habe sich Frankreichs Präsident aber über fehlende Konsultationen beschwert.

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Zukunft der Großen Koalition"Für Nachverhandlungen gibt es keinen Grund"

Stefan Müller, CSU, Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, bei der Sommerklausur der CSU. (imago images / photothek)

Die CSU sei nicht bereit, den Koalitionsvertrag nachzuverhandeln, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Müller im Dlf. Die SPD-Politiker Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans hätten Versprechungen gemacht, ohne zu überlegen, wie diese später umzusetzen seien.

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Fortbestand der GroKo"Der SPD-Parteitag wird die Grundrente nicht aufs Spiel setzen"

Johannes Kahrs (SPD), Sprecher der Bundesfraktion im Haushaltsausschuss, spricht im Deutschen Bundestag (dpa/Gregor Fischer)

Nach dem Mitgliedervotum für Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans als neue SPD-Vorsitzende wird über einen Ausstieg aus der Großen Koalition diskutiert. SPD-Politiker Johannes Kahrs sieht die Koalition nicht in Gefahr. Die Grundrente etwa sei ein wichtiges Vorhaben, das noch umgesetzt werden müsse.

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Grünen-Chef Habeck"Wir haben eine totale Entwertung von Lebensmitteln"

Der Co-Vorsitzende der Grünen, Robert Habeck, auf dem Bundesparteitag in Bielefeld (picture alliance/ dpa/ Guido Kirchner)

Grünen-Parteichef Robert Habeck fordert, dem Wert von Lebensmitteln wieder mehr Geltung zu verschaffen. Das bedeute letztlich, dass die Bauern besser vergütet werden müssten, sagte Habeck im Dlf. Zudem fehlten finanzielle Anreize für eine ökologisch nachhaltige Landwirtschaft und beim Tierschutz.

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Reformprozess der katholischen Kirche"Verbindlichkeit ist nicht eingepreist"

Die Bischöfe beten beim Eröffnungsgottesdienst der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im Fuldaer Dom. (picture alliance/dpa - Frank Rumpenhorst)

Der Theologe Daniel Bogner sieht den von der katholischen Kirche initiierten Reformdialog, den sogenannten Synodalen Weg, als zweischneidiges Instrument. Auf der einen Seite wolle man verbindlich sein, auf der anderen Seite sei jeder Bischof frei, die Beschlüsse außer Kraft zu setzen, sagte Bogner im Dlf.

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Allgemeine Dienstpflicht"Der Staat soll sich mit seinem Zwang raushalten"

 Junge Frau neben einem Kind, das im Rollstuhl sitzt (imago stock&people)

Der Sozialethiker Friedhelm Hengsbach hat den Vorschlag der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer, eine allgemeine Dienstpflicht für junge Erwachsene einzuführen, als "flippige Idee" bezeichnet. Viel besser wäre es, die vorhandenen freiwilligen Dienste zu stärken, sagte Hengsbach im Dlf.

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AfD-ParteitagMeinungsforscher: "Die AfD ist keine bürgerliche Partei"

AfD-Bundesparteitag am 30.11.2019 in der Volkswagen Halle in Braunschweig (imago / Revierfoto )

Viele AfD-Anhänger seien keine Protestwähler, sondern würden auch rechtsradikale Positionen vertreten, sagte Manfred Güllner vom Meinungsforschungsinstitut Forsa im Dlf. Ihr Wählerpotenzial sei deshalb ausgeschöpft. Es sei "kollektiver Irrsinn", wenn Teile der CDU die Zusammenarbeit mit der AfD forderten.

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Kohleausstieg bis 2038"Wir brauchen eine gute Energieinfrastruktur"

Eon-Kraftwerk Datteln 4 beim Dortmund-Ems-Kanal (imago / blickwinkel / S. Ziesex)

Eine Verteufelung der Industrie sei nicht zielführend, sagte Anja Weber, DGB-Vorsitzende in NRW, im Dlf. Denn diese sei "ein Teil der Lösung" beim Kohleausstieg. Soziale Gerechtigkeit, ökologische Vernunft und ökonomische Verantwortung müssten im Gleichklang vorangetrieben werden.

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WählerverhaltenPolitologe: Ungleichheit spiegelt sich in Parlamenten wider

In dem sächsischen Ort Cannewitz hängt an einer Hauswand ein blaues Schild mit der weißen Aufschrift "Wahllokal". Darunter ist ein Zigarettenautomat. (Picture Alliance / dpa / Jan Woitas)

Es gebe eine Schieflage in der Gesellschaft, sagte Politologe Armin Schäfer im Dlf. Diese falle zugunsten derjenigen aus, denen es besser gehe. Das zeige auch die Zusammensetzung der Parlamente: Bestimmte Gruppen seien dort überrepräsentiert, andere kaum vorhanden. Hier müsse man ansetzen.

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Bonpflicht beim Bäcker"Steuern zahlen kann nicht nur etwas für Dumme sein"

Bäckerei LeNotre im Berliner KaDeWe (imago / Günter Schneider)

Barkassen seien ein steuersensibler Bereich, sagte Thomas Eigenthaler von der Deutschen Steuer-Gewerkschaft im Dlf zur Debatte über die Bonpflicht, etwa beim Bäcker. Steuerbetrug sei im Bargeldbereich weit verbreitet - und koste den Staat zehn Milliarden Euro pro Jahr. Damit müsse endlich Schluss sein.

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AfD-Parteitag"Ein Versuch, die Partei im Westen hoffähig zu machen"

Albrecht von Lucke im Porträt (imago/Jürgen Heinrich)

Der AfD-Bundesparteitag dürfte "sehr turbulent" werden, sagte der Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke im Dlf. Die Strategen um Parteichef Alexander Gauland wüssten ganz genau: Mit einer Rhetorik des Systemwechsels seien Ost-Wahlerfolge nicht im Westen zu wiederholen.

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Billigprodukte im Black Friday Sale"Niemand wird ausgebeutet, alle profitieren"

Eine shoppende Frau geht am 24.11.2017, dem Black Friday, in Hamburg am Schaufenster eines Geschäfts entlang. (dpa / picture alliance / Daniel Bockwoldt)

Durch den Black Friday könnten sich Menschen etwas leisten, die sonst weniger Geld hätten, sagte Wirtschaftsethiker Christoph Lütge im Dlf. Die Vorstellung, man beute für die günstigen Preise Arbeiter in Asien aus, sei "einfach kompletter Humbug". Die produzierenden Länder würden davon sogar profitieren.

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Tschentscher (SPD) zu Klimapaket"Auf jeden Fall ein Fortschritt"

Der neue Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Rathaus. (dpa-Bildfunk / Axel Heimken)

Der Erste Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat das Klimaschutzpaket verteidigt. Erstmals habe sich eine Bundesregierung konsequent mit allen Sektoren befasst, um den Klimaschutz voranzubringen, sagte Tschentscher im Dlf. Nur wenn es ums Steuerrecht gehe, müsse nachgebessert werden.

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Wahl des AfD-ChefpostenGauland: "Ich will gar niemanden verhindern"

Alexander Gauland sitzt bei einer Pressekonferenz vor einer Wand an der Logos der AfD zu sehen sind. (AFP)

Der bisherige AfD-Chef Alexander Gauland behält sich eine neue Kandidatur zum AfD-Vorsitzenden vor, sollte keiner der Kandidaten beim AfD-Parteitag eine Mehrheit bekommen. Er wolle aber niemanden verhindern, auch nicht Gottfried Curio. "Herr Curio ist so bürgerlich wie ich", sagte Gauland im Dlf.

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CDU-Debatte um Dienstpflicht"Europarechtlich ist ein Zwangsdienst nicht erlaubt"

CDU-Politiker Wolfgang Bosbach (Oliver Berg / dpa)

Für die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht gebe es zahlreiche rechtliche Hürden, sagte der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach im Dlf. Und selbst wenn man diese ausräumen könne, sei ein verpflichtender Dienst keine gute Idee. Denn gemeinnütziges Engagement müsse auf Freiwilligkeit basieren.

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Freilassung von Jens Söring in den USA"Fall war Spielball zwischen Demokraten und Republikanern"

Der Deutsche Jens Söring saß mehr als 30 Jahre in einem US-Gefängnis. Er soll die Eltern seiner damaligen Freundin ermordet haben. (AP Photo)

Bei der Freilassung von Jens Söring in den USA sei es vor allem um die vielen Zweifel an seiner Beteiligung an dem Doppelmord an den Eltern seiner damaligen Freundin gegangen, sagte der CDU-Politiker Peter Beyer im Dlf. Aber auch die politischen Konstellationen in den USA hätten eine erhebliche Rolle gespielt.

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Streit über die SommerferienMüller: "Wir wollen Abstimmungsprozesse zwischen den Ländern"

Kinder einer Grundschule schreiben das Wort Ferien an eine Tafel (dpa / Patrick Pleul)

Es sei im Interesse der Schulkinder, Wirtschaft und Schulen, dass sich die Bundesländer in Sachen Sommerferienbeginn absprechen, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) im Dlf. Bayern und Baden-Württemberg könnten nicht "eine ständige Ausnahme" bilden. Föderalismus sei ein Geben und Nehmen.

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Europaexperte zu neuer EU-Kommission"Werden dicke Bretter sein, die von der Leyen bohren wird"

Die neue EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hält eine Rede vor dem EU-Parlament in Straßburg. (picture alliance/Philipp von Ditfurth/dpa)

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen werde es nicht leicht haben Mehrheiten zu finden, sagte der Europaexperte Bert van Roosebeke im Dlf. So müsse sie für Verordnungen und Richtlinien immer Konservative, Sozialdemokraten und Liberale überzeugen. Besonders beim Thema Klimaschutz könne es "schmerzhaft" werden.

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Neue EU-Kommission"Es reicht nicht, wenn es grüne Überschriften gibt"

Ska Keller beim Treffen der europäischen Grünen in Villeurbanne (dpa/picture alliance / NurPhoto)

Grünen-Politikerin Ska Keller wirft der neuen EU-Kommission vor, bei Landwirtschafts- und Handelspolitik nichts ändern zu wollen. So könne die von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen versprochene Klimapolitik aber nur halbherzig funktionieren, sagte sie im Dlf.

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Hasskriminalität im Internet"Der Verlust an Anstand ist beängstigend"

Portraitfoto von Gerd Landsberg, Geschäftsführendem Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes DStGB. (imago stock&people)

Ein Fünftel der Bürgermeister und Kommunalpolitiker bekämen inzwischen Hassmails, sagte Gerd Landsberg, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, im Dlf. Ein "ganz, ganz großer Teil" der Angriffe komme dabei von rechts. Das Strafrecht müsse dringend verschärft werden.

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Wahl der EU-Kommission"Die Kommission hat ein starkes demokratisches Mandat"

Manfred Weber (CSU), stellvertretender Parteivorsitzender der CSU, spricht beim Deutschlandtag der Jungen Union (dpa/Harald Tittel)

Nach der strengen Prüfung der Kandidaten durch das EU-Parlament könne sich die neue Kommission mit einem starken demokratischen Mandat an die Arbeit machen, sagte Manfred Weber, EVP-Fraktionschef im Europaparlament, im Dlf. Ursula von der Leyen als erste Frau an Kommissionsspitze sei zudem ein wichtiges Symbol.

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Deutsche Firmen in China"Nicht in Abhängigkeit von einem autoritären Regime geraten"

13.09.2019, Berlin: Johannes Vogel (FDP) spricht bei der 113. Sitzung des Bundestages. Hauptthema der Sitzung der 19. Legislaturperiode sind die Beratungen der Einzeletats der Ministerien für Arbeit und Soziales und Gesundheit. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa | Verwendung weltweit (ZB)

Angesichts der massiven Menschenrechtsverstöße in China müsse sich Deutschland andere Märkte in Asien stärker erschließen, sagte der FDP-Politiker Johannes Vogel im DLF. Deutsche Unternehmen dürften nicht von dem Unrechtssystem profitieren und müssten in der Lage sein, sich aus China zurückzuziehen.

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Landwirtschaftsvertreter zu Bauernprotesten"Die bäuerliche Arbeit ist unheimlich viel wert"

Landwirte stehen mit ihren Treckern nach einer Sternfahrt in der Hamburger Innenstadt auf dem Holstenwall.  (dpa/Christian Charisius)

Georg Janßen, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, fordert eine gemeinschaftliche Agrarwende. Jahrzehntelang hätten Bauern zu billigsten Preisen gute Produkte liefern müssen, sagte er im Dlf. Dieses Modell stoße sowohl an wirtschaftliche als auch an gesellschaftliche Grenzen.

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China-Expertin zur Hongkong-Wahl"Das ist eine klare Niederlage für Peking"

Pro-demokratische Unterstützer feiern den Sieg eines ihrer Kandidaten und recken die Fäuste in die Höhe. (AFP/Philip FONG )

Die Demokratiebewegung in Hongkong hat bei den Bezirkswahlen einen klaren Sieg errungen. Das sei ein Schock für Chinas Regierung gewesen, sagte Kristin Shi-Kupfer von der Mercator-Stiftung im Dlf. Peking werde weiter versuchen, die Demonstrationsbewegung abzuschrecken - auch mit massivem Gewalteinsatz.

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Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel "Die USA werden mit ihrem Präsidenten gleichgesetzt"

Sigmar Gabriel, ehemaliger SPD-Vorsitzender und Außenminister (imago / Florian Gärtner)

Der ehemalige SPD-Chef Sigmar Gabriel zeigt sich nicht verwundert darüber, dass einer neuen Studie zufolge, die Deutschen ein distanziertes Verhältnis zu den USA haben. Er warnte aber im Dlf davor, aus Befragungen Rückschlüsse auf die Frage zu ziehen, wie sich Außenpolitik verhalten solle.

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Klimaforscherin zu Buschfeuern"Auf einmal brennen auch die Regenwälder"

Straßenverlauf, im Hintergrund brennender Wald  (Getty Images / AsiaPac/ Brett Hemmings)

Das Ausmaß der aktuellen Buschfeuer in Australien gilt als ungewöhnlich. 1,65 Millionen Hektar Wald sind verbrannt. Betroffen sind laut Klimaforscherin Katrin Meissner auch kalt-gemäßigte und tropische Regenwälder. Diese Wälder erholten sich nicht mehr, sagte sie im Dlf.

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Parteivorsitz-Kandidat Olaf Scholz"Die SPD muss zeigen, worum es geht in den 2020er-Jahren"

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bei einem Pressestatement (picture alliance/ dpa/ Monika Skolimowska)

Nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz gibt es in der SPD inzwischen weniger Befürworter eines Ausstiegs aus der Großen Koalition. Dazu hätten Erfolge wie der Beschluss der Grundrente beigetragen, sagte der Kandidat für den SPD-Parteivorsitz im Dlf. Jetzt gehe es um Zukunftsfragen.

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Nach dem CDU-ParteitagGünther: "Vertrauensfrage wäre nicht nötig gewesen"

Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, kommt zu den Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD in der SPD-Parteizentrale, dem Willy-Brandt-Haus. (picture-alliance / dpa / Gregor Fischer)

Nach dem Parteitag in Leipzig hat Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, breite Unterstützung für die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer vernommen. Sie habe in ihrer Rede ein Zukunftsbild entworfen, zu dem es in der Partei große Zustimmung gebe, sagte Günther im Dlf.

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Hongkong"Signalwirkung der Wahlen ist sehr klar"

Menschen stehen vor einem Wahllokal, um ihre Stimme bei den Bezirksratswahlen abzugeben. (dpa-news / AP / Ng Han Gua)

Die Bezirkswahlen in Hongkong hätten nur symbolischen Charakter und würden Regierungschefin Carrie Lam nicht aus dem Amt befördern, sagte Politologe Heribert Dieter im Dlf. Dennoch sei Hongkong so politisch wie nie zuvor und breite Schichten der Bevölkerung unterstützten die Proteste.

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Konsum- und Wegwerfgesellschaft"Man muss Bequemlichkeit und Komfort aufgeben"

Einkaufende auf der Schildergasse in Köln (dpa / Henning Kaiser)

Black Friday und die Vorweihnachtszeit verführen zum Konsumrausch. Neues wird gekauft, Altes landet auf dem Müll. Das Bewusstsein dafür sei da, aber um von einer Wegwerfgesellschaft wegzukommen, müssten Konsumenten ihr Verhalten ändern, sagte der Historiker Wolfgang König im Dlf.

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Wiedergewählter Juso-ChefKühnert verteidigt Kandidatur für SPD-Spitze

Kevin Kühnert, Bundesvorsitzender der Jusos, spricht am 22. November 2019 auf dem Bundeskongress in Schwerin. (dpa)

Der wiedergewählte Juso-Chef Kevin Kühnert hat Kritik an seiner Kandidatur für einen Posten im Bundesvorstand zurückgewiesen. "Ich finde es völlig vereinbar, Juso-Vorsitzender zu sein und in der SPD-Spitze Verantwortung zu übernehmen", sagte er im Dlf.

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Aktivist zur Kommunalwahl in Hongkong"Viele von uns möchten eine friedliche Wahl"

  Wong Yik Mo ist Aktivist (dpa / Michal Krumphanzl / CTK)

Vor der für Sonntag angesetzten Wahl von 18 Bezirksräten in Hongkong hielten sich die Protestierenden zurück, sagte der Aktivist Wong Yik Mo im Dlf. Man wolle keine Festnahme riskieren. Angesichts des brutalen Vorgehens der Polizei sei man auf internationale Unterstützung angewiesen - auch aus Deutschland.

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Politologe über Kramp-Karrenbauer"Das nächste Jahr wird nicht einfach für sie werden"

Annegret Kramp-Karrenbauer steht auf der Bühne und macht mit ihrer Hand eine Geste des Dankes. Die Delegierten im Raum und der Vorstand im Hintergrund applaudierenb ihr. (dpa-bildfunk / AP / Jens Meyer)

Angesichts des großen Drucks sei es klug von Annegret Kramp-Karrenbauer gewesen, auf dem CDU-Parteitag die Vertrauensfrage zu stellen, sagte der Politikwissenschaftler Jürgen Falter im Dlf. Doch wenn die Kritik an der CDU-Chefin nicht abreiße, werde ihre Kanzlerkandidatur keineswegs zum Selbstläufer.

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CDU-Bundesparteitag"Die Kanzlerfrage ist zu klären, wenn sie ansteht"

Bernhard Vogel (CDU), ehemaliger Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen, gestikuliert während eines Gesprächs im Wohnzimmer seines Hauses. (dpa / picture alliance / Uwe Anspach)

Für den CDU-Politiker Bernhard Vogel ist aktuell nicht der richtige Zeitpunkt, um über Kanzlerkandidaten der Union zu debattieren. Er gehe davon aus, dass die Regierung bis 2021 weiterarbeite, sagte er im Dlf. Bis dahin sei noch genügend Zeit. Vogel sprach sich diesbezüglich auch gegen eine Urwahl aus.

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Politologe Neugebauer zu CDU-Parteitag"Die CDU muss nicht konservativer werden“

Berlin: Friedrich Merz, Vizepräsident des Wirtschaftsrates der CDU, und Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der CDU. (dpa/Wolfgang Kumm)

Die Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer habe verstanden, dass die CDU als Volkspartei nicht mehr weiter machen könne wie bisher, sagte Politologe Gero Neugebauer. Wer aber der nächste Kanzlerkandidat wird, bleibe strittig. Die Chancen von Friedrich Merz hält er für gering.

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Dagdelen zu Anwalt-Festnahme"Anschlag auf deutsch-türkische Beziehungen"

Sevim Dagdelen (Die Linke) spricht im Deutschen Bundestag (dpa/Bernd von Jutrczenka)

Nach der Festnahme eines Anwalts in der Botschaft in Ankara hat Sevin Dagdelen von der Linken harte Maßnahmen von der Bundesregierung gefordert. Die Regierung wisse von der Gefährdung Hunderter Asylantragsteller in Deutschland, setze aber den Schmusekurs gegenüber der Türkei fort.

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Julia Klöckner zur Machtfrage in der CDU"Merz sieht sich als Teil des Teams"

Julia Klöckner (CDU), Bundeslandwirtschaftsministerin, bei einer Rede beim Parteitag der rheinland-pfälzischen CDU am 16.11.2019 Neustadt an der Weinstraße  Foto: /dpa | Verwendung weltweit (dpa / Uwe Anspach)

Beim CDU-Parteitag werde es nicht um die Frage der Kanzlerkandidatur gehen, sagte die stellvertretende Bundesvorsitzende Julia Klöckner im Dlf. Friedrich Merz arbeite eng mit Annegret Kramp-Karrenbauer zusammen, über die Kanzlerkandidatur werde erst im kommenden Herbst entschieden.

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Flüchtlingsrat zur Anwalt-Festnahme in Ankara"Das sind alles hoch sensible Daten"

Die deutsche Botschaft in Ankara, aufgenommen am 06.06.2013. (picture alliance / dpa / Bernd Wüstneck)

Dündar Kelloglu vom Flüchtlingsrat Niedersachsen hat das Bundesamt für Migration kritisiert. Die Festnahme des Anwalts bedeute, dass die Türkei jetzt an Daten von Menschen kommen könne, die in Deutschland Schutz suchen, sagte Kelloglu. Die Behörde habe ihren Aussagen nicht geglaubt und den Anwalt recherchieren lassen.

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Deutsche DepressionshilfeDiagnose bei kleineren Kindern "oft gar nicht möglich"

Schüler einer dritten Klasse einer Grundschule (dpa/Patrick Pleul)

Wenn Eltern Depression haben, hätten Kinder ein zwei- bis dreifach höheres Risiko, selbst zu erkranken, sagte Ulrich Hegerl von der Deutschen Depressionshilfe im Dlf. Eine schnelle Behandlung sei wichtig, erst ab dem Jugendlichen-Alter sei eine Diagnose jedoch gut möglich. Zudem fehlten Fachärzte.

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