Interview 

Palästinensischer Diplomat zu Nahostplan"Details in Trumps Erklärungen sind nicht ermutigend"

January 27, 2020, Washington, District of Columbia, USA: Benjamin Netanyahu, Prime Minister of the State of Israel, speaks to members of the media with United States President Donald J. Trump outside of the White House in Washington, D.C., U.S., on Monday, January 27, 2020. Washington USA PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAs152 20200127zaas152045 Copyright: xStefanixReynoldsx (www.imago-images.de)

Der palästinensische Diplomat Abdallah Frangi hat die umstrittenen Pläne von US-Präsident Donald Trump für den Nahen Osten als einseitig zugunsten Israels abgetan. Trump rede nur mit israelischen Vertretern, nicht mit Palästinensern, sagte der Berater von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Dlf.

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Chinesischer Journalist zu Corona-Virus"Menschen haben Partei-Slogans satt"

Das Bild zeigt chinesische Gesundheitsbeamte in Schutzanzügen. Sie kontrollieren am Flughafen von Peking die Körpertemperatur von Passagieren, die aus der Stadt Wuhan angereist sind. (dpa / ap/  Emily Wang )

Seit Ausbruch des Corona-Virus werde es für die Kommunistische Partei immer schwieriger, die Stimmung zu kontrollieren, sagte der chinesische Autor Ming Shi im Dlf. Zum ersten Mal schrieben sogar die Parteimedien über "die Verfehlungen", in den sozialen Medien werde kaum noch zensiert. "Die Fotos kommen in Fluten."

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Leiter der Gedenkstätte Buchenwald"Rechtes Denken wird wieder revitalisiert"

In der neuen Dauerausstellung "Buchenwald. Ausgrenzung und Gewalt 1937 bis 1945" steht der Direktor der Stiftung Buchenwald und Mittelbau-Dora, Volkhard Knigge, am 13.04.2016 in Buchenwald bei Weimar (Thüringen) vor einer Vitrine mit Häftlingskleidung. Besucher der KZ-Gedenkstätte Buchenwald können vom 17. April anhand von Fotos, Dokumenten, Alltagsgegenständen und Multimedia-Beiträge über das Leben der Häftlinge informieren. Die Ausstellung kostet nach früheren Angaben der Gedenkstätte zwischen drei und vier Millionen Euro, die sich Bund und das Land teilen. (dpa)

Parteien wie die AfD machten antidemokratisches Denken wieder gesellschaftsfähig, sagte Volkhard Knigge, Leiter der Gedenkstätte Buchenwald, im Dlf. Dies werde als Heilmittel für die Zukunft angepriesen. Beunruhigend sei, dass es nicht nur Verleugnung, sondern auch Zustimmung zum Nationalsozialismus gebe.

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Verluste der Lega in Italien"Salvini hat eine Grenze erreicht"

Pressekonferenz mit Matteo Salvini am Tag nach der Wahl (AFP/ Andreas Solaro)

Die rechte Lega von Parteichef Matteo Salvini hat bei den Regionalwahlen in der Provinz Emilia-Romagna einen Dämpfer hinnehmen müssen. Das Ergebnis zeige die Grenzen auf, an die Salvini mit seiner Sprache und seinem Stil stoße, sagte der Publizist Mario Barbi im Dlf.

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Rede des Bundespräsidenten in Yad Vashem"Steinmeier musste Dinge sagen, die man erwartet"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier während seiner Rede auf dem Fünften World Holocaust Forum in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem am 23. Januar 2020. anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz (Abir Sultan / picture alliance / UPI Photo via Newscom)

Der Bundespräsident habe bei seiner Rede zum Holocaust-Gedenktag Klischees verwendet, weil sie unvermeidbar seien, sagte Germanist Karl-Heinz Göttert. Er betonte zugleich den hohen Stellenwert politischer Reden, gerade vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung mit dem wiedererstarkten Rechtsextremismus.

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Großbritannien vor dem BrexitZwischen Depression und Gleichgültigkeit

Protestierende gegen den Brexit nehmen an einer Kundgebung in der Innenstadt von London teil. (dpa / Sputnik / Justin Griffiths-Williams)

Wenige Tage vor dem Brexit sei die Bevölkerung in Großbritannien gespalten: Die eine Hälfte sei deprimiert, die andere gleichgültig, sagte der emeritierte Cambridge-Professor Nicholas Boyle im Dlf. Was der Brexit wirklich bedeute, werde sich erst ab dem 1. Februar wirklich zeigen.

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Gewerkschaft IG BCE zum Kohleausstieg"Wir müssen am Realisieren der Energiewende arbeiten"

Feldlandschaft mit Kohlekraftwerk (imago / blickwinkel)

Die Diskussion um den Kohlekompromiss sei kontraproduktiv, sagte Michael Vassiliadis, Chef der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie, im Dlf. "Unser Problem ist, dass wir mit den Erneuerbaren nicht vom Fleck kommen." Je schneller der Umstieg dort gelänge, umso früher könne man aus der Kohle aussteigen.

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Fluchtroute nach LibyenFlüchtlingsdrama unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Mehrere Pick-ups, auf denen dutzende Migranten sitzen, fahren durch die Wüste von Agadez im Niger in Richtung Liyben (1.6.2015). (afp / Issouf Sanogo)

Auf der Fluchtroute nach Libyen müssten Migranten oft über tausend Kilometer durch die Wüste im Niger, berichtete Florette Razafimeva von Ärzte ohne Grenzen im Dlf. Ihre Hoffnung auf Europa trieben sie an - trotz der vielfältigen Gefahren. Nur legale Fluchtmöglichkeiten könnten diese Situation beenden.

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Klimaschutz nach Davos"Man braucht gegenüber Trump eine klare Sprache"

Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen  (dpa / Robert B. Fishman)

Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck begrüßt ein neues, nachhaltiges Denken der Wirtschaft. Die Politik müsse Unternehmen bei der Umsetzung der Ziele jedoch besser unterstützen - und staatenübergreifend handeln, sagte Habeck im Dlf. Dabei erneuerte er auch seine Kritik an US-Präsident Donald Trump.

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Corona-Virus in China"Sehr große Panik in der Bevölkerung"

Der Bahnhof von Wuhan ist wegen des Ausbruch des Coronavirus gesperrt.  (AFP / HECTOR RETAMAL )

Nach der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus in der chinesischen Provinz Hubei sei eine gute medizinische Versorgung offenbar gewährleistet, sagte "SZ"-Korrespondentin Lea Deuber im Dlf. Doch die Bevölkerung wisse nicht, was sie der Regierung glauben könne. Debatten in den sozialen Medien führten zu mehr Unruhe.

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Ringen um Flüchtlingsabkommen"Türkei entwickelt sich nicht Richtung EU-Standards"

Eine türkische und eine europäische Flagge wehen in Istanbul im Wind (Archivfoto von 2005). (dpa / EPA / Tolga Bozoglu)

Die im Flüchtlingsabkommen zugesagten Gelder seien vom EU-Haushalt auch gezahlt worden, sagte CDU-Politiker Michael Gahler im Dlf. Weitere Entwicklungen der Beziehungen zur Türkei lägen aber leider auf Eis. Denn dortige Menschenrechtsverletzungen oder etwa Waffendeals mit Russland seien inakzeptabel.

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Oberrabbiner von Moskau"Gefahr, dass Leugnung des Holocausts zunimmt"

Pinchas Goldschmidt, Oberrabbiner von Moskau (picture alliance/ Tagesspiegel/ Kai-Uwe Heinrich )

Veranstaltungen zum Gedenken an den Holocaust werden nach Ansicht des Oberrabbiners von Moskau, Pinchas Goldschmidt, immer wichtiger. Denn die Erinnerung müsse bald ohne Zeitzeugen bewahrt werden, sagte er im Dlf. Gleichzeitig werde die extreme Rechte in Europa stärker.

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Verbandssprecher der Erneuerbaren EnergienKritik an Verstoß gegen Klimateil des Kohlekompromisses

Windräder stehen am Horizont, wo die Sonne aufgeht. Im Vordergrund ein Feld mit grüne Pflanzen (dpa/picture alliance/JOKER/Walter G. Allgöwer)

Reiner Priggen vom NRW-Landesverband Erneuerbare Energien kritisierte den Kohlekompromiss: Anders als abgesprochen, solle ein Großteil der Kraftwerke nun erst Ende der 2020er-Jahre abgeschaltet werden, sagte der Ex-Grünen-Politiker im Dlf. Der Gesetzentwurf müsse nachgebessert werden.

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Flüchtlingslager in Griechenland"Eine Schande für die EU"

Wildes Flüchtlingscamp auf Samos (Michael Lehmann / Deutschlandradio)

Frank Schwabe, Beauftragter der SPD für Menschenrechte, hat dafür plädiert, mehr Druck auf EU-Länder auszuüben, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollen. Die Situation für Flüchtlinge auf den griechischen Inseln sei eine Schande und lasse sich nur durch eine europäische Lösung ändern, sagte er im Dlf.

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Altmaier zum Kohle-Kompromiss"Die Umweltbilanz kann sich sehen lassen"

Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie, spricht auf einer Pressekonferenz (dpa/ Christoph Soeder)

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat den zwischen Bund und Ländern ausgehandelten Fahrplan zum Kohleausstieg gegen Kritik aus der Kohlekommission verteidigt. Viele Forderungen der Umweltverbände seien erfüllt, sagte Altmaier im Dlf. Die Stromversorgung müsse aber sichergestellt sein.

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Greenpeace-Chefin zu Davos"Trotz schöner Worte keine Aktionen"

Das Foto zeigt Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan. (imago / Bernd Lauter)

Im Bereich Klimaschutz passiere immer noch viel zu wenig, kritisierte Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan im Dlf anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos. Vor allem der Finanzsektor und die Banken würden weiterhin massiv in fossile Energien investieren.

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Ökonom zu DavosDie Teeküche der Weltwirtschaft

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)

Der Ökonom Michael Hüther hat das Weltwirtschaftsforum in Davos gegen Kritik verteidigt, dort werde ja nur geredet. In Firmen gebe es auch Teeküchen, wo man sich treffe, sagte Hüther im Dlf. Auch die Weltwirtschaft brauche einen solchen Gesprächsrahmen, um Sichtweisen auszutauschen.

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FDP-Chef Lindner zur CO2-Debatte"Die EU sollte den Schulterschluss mit China anstreben"

Christian Lindner, Parteivorsitzender der FDP, spricht während des Dreikönigstreffens der FDP im Stuttgarter Opernhaus. (Sebastian Gollnow/dpa)

FDP-Chef Christian Lindner fordert mehr marktwirtschaftliche Anreize zur Vermeidung von CO2. Die Chinesen setzten bereits auf einen solchen CO2-Marktmechanismus. "Wenn die EU und China einen gemeinsamen globalisierten CO2-Markt etablieren würden, hätte das eine Strahlwirkung für die ganze Welt", so Lindner.

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Waffenstillstand für Libyen"Ohne militärische Überwachung geht es nicht"

U.N. envoy for Libya Martin Kobler speaks during a press conference following a meeting on Libya at the Arab League headquarters, in Cairo, Egypt, Saturday, March 18, 2017. (AP Photo/Amr Nabil) | (AP / Amr Nabil)

Die Teilnehmer der Berliner Libyen-Konferenz haben sich verpflichtet, die bestehende Waffenruhe zu unterstützen. Sobald es ein Abkommen über permanenten Waffenstillstand gebe, brauche es auch internationale militärische Überwachung, sagte der frühere UNO-Sondergesandte für Libyen, Martin Kobler, im Dlf.

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Flüchtlingssituation in Libyen"Die EU hat eine große menschenrechtliche Verantwortung"

Such- und Rettungsmission im Mittelmeer vor der libyschen Küste am 27. Januar 2018 (dpa / picture alliance/ Laurin Schmid / SOS MEDITERRANEE)

Der SPD-Europaabgeordnete Dietmar Köster hält ein Ende der Zusammenarbeit der EU mit der libyschen Küstenwache für notwendig. Es gebe massive Menschenrechtsverletzungen. Das Thema sei bei der Libyen-Konferenz nicht nachhaltig angesprochen worden, dennoch könne die EU aktiv werden, sagte er im Dlf.

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Muslimischer Bürgermeisterkandidat"Die CSU ist meine Heimat"

13.01.2020, Bayern, Eching: Ozan Iyibas, Bürgermeisterkandidat der CSU in Neufahrn, steht an einem Feld. Nach dem Rückzug eines anderen muslimischen CSU-Bewerbers für die Bürgermeisterkandidatur, könnte es nun andernorts im Freistaat den ersten muslimischen Bürgermeisterkandidaten der CSU geben. Foto: Lino Mirgeler/dpa | Verwendung weltweit (dpa)

Die CSU hat mit Ozan Iyibas nun ihren ersten muslimischen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt. Es sei wichtig, dass die Volkspartei in Zukunft die Gesellschaftsstruktur widerspiegele, sagte Iyibas im Dlf. Religion oder Herkunft sollten dann keine Rolle mehr spielen.

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Libyen-Konferenz"Libyen ist auf dem Weg dahin, ein zweites Syrien zu werden"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (M, CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) eröffnen im Bundeskanzleramt die Libyen-Konferenz. (Guido Bergmann/Bundesregierung/dpa )

Nahost-Experte Udo Steinbach glaubt nicht daran, dass sich die verschiedenen Parteien an die Vereinbarung der Libyen-Konferenz halten werden. Die entscheidenen Spieler seien vor Ort und würden dies nicht einfach aufgeben, sagte er im Dlf - egal welche Miene sie in Berlin gemacht hätten.

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Libyen-Konferenz in Berlin"Wenn alle kommen, ist das ein hoffnungsvolles Startzeichen"

Wachposten der Bundeswehr stehen vor den Flaggen der Teilnehmerstaaten der Libyenkonferenz vor dem Bundeskanzleramt (picture alliance /Kay Nietfeld / dpa)

Zwei Regierungen, viele Akteure im Hintergrund, die Flüchtlingsfrage und der Kampf ums Öl: In Libyen herrsche eine komplexe politische und militärische Lage, sagte Libyen-Experte Andreas Dittmann im Dlf. Wenn nun alle an einem Tisch säßen, sei das schon eine wesentliche Voraussetzung für eine Befriedung des Landes.

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150 Jahre Deutsche Bank"Ein Mythos, der von der Realität nicht mehr gedeckt ist"

Das Gebäude der Deutschen Bank unter blauem Himmel. Die Sonne reflektiert auf der Fassade. (dpa/Fabian Sommer)

In Deutschland gebe es vielfach immer noch das Gefühl, dass die Deutsche Bank "unsere Bank" ist, sagte der Finanzmarktexperte Gerhard Schick im Dlf. Die größten Aktionäre kämen aber aus den USA, Katar und China. Und dass die Bank deutsche Interessen vertrete, sei auch überholt.

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Gewalt gegen Amtsträger"Schlechte Affektkontrolle scheint um sich zu greifen"

Susanne Gaschke (Deutschlandradio/Jessica Sturmberg)

Unsere Gesellschaft habe kollektiv verlernt, mit Wut und Frust angemessen umzugehen, warnte die Publizistin Susanne Gaschke im Dlf. Das Internet verstärke das Problem - und politische Scharfmacher nutzten diese Stimmung. Damit werde es schwieriger, sich politisch zu engagieren.

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Libyen-Konferenz in Berlin"Die internationalen Mächte an einen Tisch bringen"

Soldaten der libyschen Einheitsregierung stehen neben Militärfahrzeugen.  (AFP / Mahmud Turkia)

Bei der Libyen-Konferenz in Berlin gehe es vor allem darum, ein System zu finden, "wie man diesen Konflikt in den nächsten Monaten und Jahren bearbeitet", sagte Nahostexperte Daniel Gerlach im Dlf. Dabei könne auch ökonomischer Druck helfen, das Land zu stabilisieren und die Gewalt herunterzufahren.

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Libyen-Konferenz in Berlin"Ein bedeutender Erfolg deutscher Außenpolitik"

Norbert Röttgen (CDU), Vorsitzender der Auswärtigen Ausschusses des Bundestags (Imago / Jürgen Heinrich)

Dass es in Berlin zu einer Konferenz mit den Konfliktparteien im libyschen Bürgerkrieg komme, sei an sich schon ein Erfolg, sagte der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen (CDU) im Dlf. Ein Treffen in dieser Zusammensetzung habe es zuvor noch nicht gegeben. Ziel sei es, einen innerlibyschen Prozess in Gang zu setzen.

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Zukunft der Landwirtschaft"Die Politik kann sich nicht aus der Verantwortung stehlen"

Der Vorstandsvorsitzende des Bundes Ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, aufgenommen am 04.02.2016 in Nürnberg (Bayern) (picture alliance / dpa / Daniel Karmann)

Landwirtschaft und Ernährung müssten so gestaltet werden, "dass der Planet das auf Dauer aushält", sagte der Agrarökonom und Biobauer Felix Prinz zu Löwenstein im Dlf. Die notwendigen Veränderungen bei Produktion und Konsum könnten dabei nicht von der Politik an die Verbraucher delegiert werden.

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AgrarpolitikCSU-Politiker verteidigt Billigfleisch

Die mobile Fleischerei von Fleischermeister Ingo Rast am 28.02.2014 in Berlin.  (dpa / picture alliance / Robert Schlesinger)

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Max Straubinger bedauert den Preisdruck, der auf Landwirte ausgeübt werde. Aber der Verbraucher entscheide letztendlich an der Theke über die Marktpreise, sagte Straubinger im Dlf. Er wolle den Verbrauchern keine Vorschriften machen.

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Organspende in Deutschland"Wir brauchen vor allem die Überzeugung der Menschen"

Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BAEK), gestikuliert bei einem Interview in Berlin. (imago / Thomas Trutschel)

Die logistischen und administrativen Probleme rund um die Transplantation von Organen in Deutschland ließen sich lösen, sagte Frank Ulrich Montgomery, Ehrenpräsident der Bundesärztekammer, im Dlf. Wenn aber die Menschen beim Thema Organspende nicht überzeugt seien, bringe das alles nichts.

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Saarländischer Regierungschef Hans (CDU)"Die Finanzierung der Grundrente muss generationengerecht sein"

Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlandes (dpa / Arne Immanuel Bänsch)

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) fordert eine solide Finanzierung der geplanten Grundrente. Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet hätten, müssten auch von ihrer Rente leben können, sagte Hans im Dlf. Dafür dürfe es aber keine einseitige Belastung kommender Generationen geben.

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EU-Kommissar Nicolas Schmit"Es geht um eine faire Lohnentwicklung in Europa"

Der Luxemburger Nicolas Schmit ist EU-Kommissar für Beschäftigung und soziale Rechte (picture alliance/ TT/ Karin Wesslen)

Der EU-Kommissar für Beschäftigung, Nicolas Schmit, hat das derzeitige Lohngefälle in Europa als zu groß kritisiert. In vielen Ländern müssten deshalb die Mindestlöhne erhöht werden, sagte Schmit im Dlf. Langfristig sei das Ziel aber, Tarifpolitik und Sozialpartnerschaft in Europa zu stärken.

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Organspende"Hoffnung existiert ganz sicher für die Patienten"

Organspendeausweis in einem Portemonnaie mit Bundesadler (dpa/picture alliance/Bildagentur-online)

Man müsse die Effekte der vom Bundestag beschlossenen Zustimmungsregelung abwarten, sagte Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation, im Dlf. Zudem müsse man nun die Chance nutzen, um "tatsächlich die breite Masse der Bevölkerung" zu einer Entscheidung zu bewegen.

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Michael Link (FDP) zu Russland„Putin hält sich alles offen“

Russlands Präsident Wladimir Putin steht an einen Stuhl gelehnt im Kabinettsaal im Kremel. (dpa / picture alliance / Dmitry Astakhov / Sputnik)

Die Pläne für die Verfassungsreform in Russland kamen unerwartet. Damit will sich Präsident Wladimir Putin die Möglichkeit erhalten, auch langfristig eine mächtige Rolle zu spielen, sagte FDP-Außenpolitiker Michael Link im Dlf. Der Machtgewinn der Duma sei nicht als Schritt zu mehr Demokratie zu sehen.

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Peter, Bundesverband Erneuerbare EnergiePolitik soll bei Energiewende "zu Potte zu kommen"

Simone Peter, frühere Bundesvorsitzende der Grünen. Heute ist sie Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (imago / Sven Simon)

Für den Ausbau der Regenerativen von Windenergie bis Wasserkraft sei ein verlässlicher Rahmen durch die Politik nötig, sagte die Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie, Simone Peter, im Dlf. Ohne dies werde es nicht klappen, Atom- und Kohleausstieg zu kompensieren.

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Vor dem Autogipfel VDA fordert Milliarden Investitionen für Elektromobilität

Zwei Elektroautos werden an einer Ladesäule geladen.  (dpa / ZB / Monika Skolimowska)

Etwa 10 bis 20 Milliarden Euro brauche die Autoindustrie vom Staat, um den Strukturwandel zur Elektromobilität zu schaffen, sagte Stefan Wolf vom Verband der Automobilindustrie im Dlf. Zudem müssten die Menschen bereit sein, ihren Anteil beizutragen, damit Deutschland Nummer eins im Bereich Automobil bleiben könne.

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Kohlegipfel"Der Ausstieg ist ein großes volkswirtschaftliches Thema"

Berlin: Michael Kretschmer, Landesvorsitzender der CDU und Ministerpräsident in Sachsen, spricht bei der Pressekonferenz nach der Sitzung des CDU Bundesvorstands im Konrad-Adenauer-Haus. (dpa / Michael Kappeler)

40 Milliarden Euro vom Bund seien eine zwingende Voraussetzung dafür, dass der Strukturwandel in den Kohleregionen gelinge, sagte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer vor dem Kohlegipfel. Man brauche außerdem finanzielle Verbindlichkeiten über mehr als 20 Jahre, sagte der CDU-Politiker im Dlf.

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Klage gegen BND-BefugnisseFrieser (CSU): Es geht nicht um massenhafte Überwachung

Die Zentrale des Bundesnachrichtendienstes, davor eine Überwachungskamera. (imago images / Ipon)

Für seine Reisewarnungen an deutsche Bürger im Ausland brauche das Auswärtige Amt Erkenntnisse des Bundesnachrichtendienstes, sagte der CSU-Innenexperte Michael Frieser im Dlf. Den Vorwurf, dass dabei ständig Recht übertreten werde, wies er zurück. Das sei definitiv nicht der Fall.

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Deutscher Städtetag zum Haushaltsüberschuss Investitionen nach gesellschaftlichen Prioritäten planen

Zwei Ein-Euro-Münzen stehen auf einem Geldschein. (ZB/dpa/Monika Skolimowska)

Die Überschüsse aus dem Bundeshaushalt müssten für den Ausbau von Kitas, Schulen und für die Verkehrswende ausgegeben werden, sagte Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, im Dlf. Man müsse sich fragen, was für die Zukunft und den Zusammenhalt der Gesellschaft wichtig sei.

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Völkerrecht"Verschiedene Staaten pushen die Limits"

US-Verteidigungsminister Mark Esper (r.)  mit Donald Trump (M.) im Regen (dpa/Consolidated News Photos/Ron Sachs)

Donald Trumps Berufung auf "präventive Selbstverteidigung" gegen den Iran sei umstritten, sagte der Völkerrechtler Robin Geiß im Dlf. Würden Länder wie Russland und China dem US-Beispiel folgen, wäre vom zentralen Gewaltverbot der UNO-Charta bald "nicht mehr viel übrig".

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Ex-DGB-Chef Sommer zu Organspende"Letzter Akt von Solidarität, den ein Mensch leisten kann"

Ein Styropor-Behälter zum Transport von zur Transplantation vorgesehenen Organen wird zu einem Fahrzeug für den Organtransport gebracht. In derartigen keimfreien Behältern wird das zuvor mit einer speziellen Flüssigkeit gespülte und gekühlte Spenderorgan schnellstmöglichst in ein Transplantationszentrum zum Patienten transportiert. (dpa / Soeren Stache)

Vor sieben Jahren spendete der frühere DGB-Chef Michael Sommer seiner Frau eine Niere. "Ich habe es in keiner Minute bereut", sagte Sommer im Dlf. Für Menschen, die auf ein neues Organ warten, hofft er, dass der Bundestag in dieser Woche der Widerspruchslösung zustimmt - auch im Interesse der Angehörigen.

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