Interview 

Regierungsbildung unter Saad Hariri"Der Libanon muss sich neu erfinden"

Ein Zerfallenes Haus in Gemmayzeh in Beirut (Julia Neumann)

Die Reaktion auf die Ernennung des alten neuen Ministerpräsidenten Saad Hariri fielen gemischt aus, sagte Islamwissenschaftler Bernhard Hillenkamp im Dlf. Besonders die Protestbewegung zeige sich enttäuscht. Sie hätten nicht viel Hoffnung in einen Reformprozess, da Hariri zum alten Establishment gehöre.

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Angst in Corona-Zeiten"Menschen können sich an Gefahren adaptieren"

Eine Frau mit Mundschutz schaut durch eine Fensterscheibe (imago images / Action Pictures)

Menschen gewöhnen sich an Gefahr, sagte Angstforscher Borwin Bandelow im Dlf. So würden sie sich auch in Corona-Zeiten an die Gefahr herantasten, wie an ein wildes Tier. Man wolle so nah an das Tier rangehen wie es ginge, ohne dabei erwischt zu werden.

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Zweite Welle der Corona-PandemieIntensivpfleger: "Wir fühlen uns vorbereitet"

Ein Intensivbett mit Beatmungseinheit steht auf der Corona-Station im Städtischen Klinikum Dresden für schwer erkrankte COVID-19-Patienten bereit. (picture alliance/dpa/Robert Michael)

Die Auswirkungen der zweiten Welle der Corona-Pandemie seien auf der Intensivstation schon leicht zu spüren, sagte der Intensivpfleger Markus Heinrich im Dlf. Man sei inzwischen auch auf höhere Patientenzahlen vorbereitet. Wenn diese allerdings sprunghaft anstiegen, könne das Probleme bereiten.

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Maßnahmen in der Corona-PandemieSören Benn (Linke): "Lockdown als normales Instrument behandeln"

Ein Streifenwagen der Polizei fährt zur Kontrolle der Maskenpflicht durch die leere Innenstadt von Berchtesgaden. (picture alliance/dpa/Lino Mirgeler)

Ein Lockdown dürfe nicht als Strafe für die Bürger betrachtet, sondern müsse als normales epidemiologisches Instrument gesehen werden, sagte der Bezirksbürgermeister von Berlin-Pankow, Sören Benn, im Dlf. Dann könne man geplant statt gezwungen in den Lockdown gehen und die Maßnahmen vorab diskutieren.

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Umgang mit Gefährdern"Zu kurz gesprungen, nur über Abschiebungen zu sprechen"

17.09.2020, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Sebastian Fiedler, Bundesvorsitzender des Bundes deutscher Kriminalbeamter, steht im Landtag.  (Rolf Vennenbernd/dpa)

Nach der tödlichen Messerattacke in Dresden wird über Abschiebungen von Gefährdern ohne deutschen Pass diskutiert. Der Vorsitzende des Bundes deutscher Kriminalbeamter, Sebastian Fiedler, hält das für eine Scheindebatte. Sie verkenne den erheblichen Anteil deutscher Gefährder, sagte er im Dlf.

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Umweltministerin Schulze zu EU-Agrarreform"Wir wollen weniger Pestizide"

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) im Bundestag (picture alliance/ flashpic/ Jens Krick)

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat die Beschlüsse der EU-Agrarminister für eine Agrarreform als kleinsten gemeinsamen Nenner kritisiert. Agrarförderungen seien damit noch zu wenig an Natur- und Tierschutzstandards gebunden, sagte Schulz im Dlf. Die Umweltminister müssten nun gegensteuern.

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Steigende Corona-Neuinfektionen"Das Virus diktiert momentan, wie die Pandemie verläuft"

Hinweisschild an einem Laden in der Leipziger Innenstadt, dass man einen Mindestabstand von 2 Metern einhalten soll. (picture alliance/dpa/Kirsten Nijhof)

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie seien die derzeitigen Maßnahmen zwar nur begrenzt wirksam, aber nicht unwichtig, sagte der Mediziner Christoph Specht im Dlf. Das gelte etwa für Abstand halten und Maske tragen. Denn das könne den Unterschied ausmachen und dramatische Zustände verhindern.

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VKA-Präsident zu TarifkonfliktGewerkschaften und Arbeitnehmer müssen in der Realität ankommen

Stuttgart: Ein Plakat hängt an der Haltestelle Hauptbahnhof an einem Schalter der SSB. Die Gewerkschaft Verdi erhöht im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes den Druck.  (dpa/ Marijan Murat)

Ulrich Mägde, Verhandlungsführer der Kommunen (VKA), fordert mehr Realitätssinn vonseiten der Arbeitnehmervertreter. Der neue Tarifvertrag müsse die Auswirkungen der Coronakrise berücksichtigen, insbesondere die Last für die Kommunen. Für Pflegekräfte habe man jedoch Zusatzzahlungen vorgesehen.

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US-Wahl unter OSZE-Beobachtung"Harte politische Auseinandersetzungen sind wir gewohnt"

 Feature / Symbol: US-Briefwahlunterlagen 10/20 lips Briefwahl-Unterlagen zur US-Wahl am 3. November 2020 USA Amerika amerikanische Politik Wahl Präsidentschaftswahl Wahlen 03.11.2020 Kandidaten Kandidat Präsident Präsidentschaftskandidat wählen Wahlberechtigte Wahlberechtigung wahlberechtigt Stimmabgabe Wahlzettel Stimmzettel Zettel Unterlagen Papier Briefwahl Brief Republikaner Demokraten Senat Repräsentanten Repräsentantenhaus Vereinigte Staaten Stift ankreuzen ankreuzend Kreuz machen Umschlag Rücksendeumschlag Absentee Politics official mail mail-in ballot general election West Deptford Township, New Jersey quer *** Feature Symbol US letter ballot papers 10 20 lips letter ballot papers U.S. election on November 3, 2020 U.S. Am (www.imago-images.de)

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa beobachtet die US-Wahl - bereits vorab in einer Langzeitbeobachtung und am Wahltag selbst. Der Chef der Mission, Michael Link (FDP), sagte im Dlf, dass man dieses Mal auch besonders die umstrittene Briefwahl in den Blick nehmen werde.

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Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner (CDU)EU-Agrarreform ist "alles andere als ein Weiter so"

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am 20.10.2020 im Rahmen EU-Agrarrats in Luxemburg (imago / photothek / Xander Heinl)

Im Kompromiss des EU-Ministerrats für eine Agrarreform sieht Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) einen Systemwechsel. 20 Prozent der Direktzahlungen sollen für Öko-Regelungen ausgegeben werden. Das EU-Parlament will 30 Prozent. Man dürfe jedoch das Thema Ernährungssicherung nicht vergessen, sagte Klöckner im Dlf.

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Corona-Warn-App des Bundes"Die App muss in die Freiheit entlassen werden"

Die Corona-Warn-App mit der Seite zur Risiko-Ermittlung ist im Display eines Smartphone vor der Kuppel des Reichstags zu sehen. (Michael Kappeler/dpa)

Der FDP-Netzpolitiker Manuel Höferlin hält den Aufbau weiterer privater Corona-Warn-Apps für sinnvoll. Viele Funktionen würden in der staatlichen App immer noch fehlen. Private Entwicklungen sollten deshalb mehr gefördert werden. So bestehe die Chance, mehr User zu erreichen, sagte er im Dlf.

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Bundestagsbeteiligung bei Corona-MaßnahmenPublizist von Lucke warnt vor "Phantomdebatte"

Albrecht von Lucke im Porträt (imago/Sven Simon)

In der Diskussion um die Bundestagsbeteiligung bei Corona-Maßnahmen solle man sich vor einem "künstlich-aufgeregten Alarmismus" hüten, sagte der Publizist Albrecht von Lucke im Dlf. Er betonte, dass das Parlament durch das Infektionsschutzgesetz nicht ausgehebelt werde.

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Umgang mit der Corona-Pandemie"Konzepte machen, befolgen und nicht in Angst erstarren!"

Ein Schild mit der Aufschrift "Hier warten! Bitte Abstand halten!" klebt am Boden im Foyer des Kunstmuseums Moritzburg. (dpa/ZB/Hendrik Schmidt/)

Der Gesundheitsökonom Eckhard Nagel warnt davor, in der Corona-Pandemie zu angstgesteuert zu agieren. Zwar müsse jede Corona-Erkrankung vermieden werden, mit wissenschaftlich fundierten Hygienekonzepten sei ein Leben mit Corona jedoch möglich. Einen "schlichten Lockdown" hält er nicht immer für angemessen.

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Entscheidungen über Coronamaßnahmen"Die Kompetenzen müssen ins Parlament verlagert werden"

Claudia Roth, Vizepraesidentin des Deutschen Bundestags (Bündnis 90/Die Grünen) in Bielefeld 2019   (imago / Sven Simon)

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) hat im Dlf vor negativen Folgen für die Demokratie gewarnt, sollten wichtige Beschlüsse zur Bekämpfung der Pandemie nicht vom Parlament gefasst werden. Es sei eine gefährliche Schieflage, dass die Regierung seit Monaten Entscheidungen am Bundestag vorbei treffe.

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Integration in Deutschland "Begegnung ist das einzige, was hilft"

Psychologe und Autor Ahmad Mansour während der zentralen Einbürgerungsfeier im Abgeordnetenhaus in Berlin (Imago)

In der Coronakrise hat sich die Lage für Einwanderer in Deutschland einer Studie nach verschlechtert. Der Psychologe Ahmad Mansour fordert in diesem Zusammenhang mehr Orte der Begegnung in Deutschland. Nur so könne man Parallelgesellschaften verhindern und eine gute Integration der Menschen fördern, sagte er im Dlf.

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SPD-Politikerin zu Coronamaßnahmen"Ich will jetzt die Parlamentsdebatte!"

Die SPD-Politikerin Hilde Mattheis (SPD) in einer Parlamentsdebatte 2020 (imago / Christian Spicker)

Die SPD-Gesundheitspolitikerin Hilde Mattheis hat sich für eine Verlagerung von Kompetenzen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes von den Ländern auf die Bundesebene ausgesprochen. Dort müsse jedoch der Bundestag entscheiden, sagte Mattheis im Dlf. Der Bundesgesundheitsminister dürfe seine Verordnungsmöglichkeit nicht ausdehnen.

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Bundesärztekammer zur Corona-Entwicklung"Man kann den Menschen nicht in einer Tour Angst machen"

Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, steht am 18.07.2020 vor einer Glastür mit dem Logo der Bundesärztekammer (dpa / picture alliance / Kumm)

Der Präsident der Bundesärztekammer Klaus Reinhardt schätzt die Corona-Entwicklung in Deutschland weniger ernst ein als die Bundeskanzlerin. Man dürfe zwar keine Entwarnung geben, sagte Reinhardt im Dlf, Angst zu verbreiten und die Bewegungsfreiheit einzuschränken, sei aber nicht angebracht.

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Schmid (SPD) zu Belarus"Wir brauchen einen langen Atem"

18.10.2020, Belarus, Minsk: Demonstration der Opposition gegen Lukaschenko und für Demokratie (TASS)

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko begegne der Demokratiebewegung in seinem Land mit einer Zermürbungstaktik - und hoffe die Situation damit auszusitzen, sagte der SPD-Außenpolitiker Nils Schmid im Dlf. Umso wichtiger sei es, dass neue Sanktionen gegen das Land wirksam würden.

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Flughafen Berlin-Brandenburg"Ein schicksalhafter Bau"

Das weiße Schild mit roter Schrift ist im Anschnitt im Vordergrund zu sehen. Dahinter ein Terminal von außen, vor dem wenige Autos stehen. (Patrick Pleul / dpa)

Der Flughafen Berlin-Brandenburg sei nicht nur Sinnbild für ein außer Kontrolle geratenes Großprojekt, sondern auch symptomatisch für Bauprojekte in der Gegenwart, sagte der Architekturkritiker Gerhard Matzig im Dlf. Viele Fehler hätten mit dem Bemühen zu tun, möglichst billig zu bauen.

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Bund Deutscher VerwaltungsrichterSperrstunde könnte überall fallen

Zwei Polizisten kontrollieren in Berlin die Einhaltung der Sperrstunde. Inzwischen hat das Berliner Verwaltungsgericht die Sperrstunde aber gekippt. (picture alliance/Christophe Gateau/dpa)

Dass Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in manchen Bundesländern von Gerichten gekippt werden und in anderen nicht, liege auch an Interpretationsspielräumen der Richter, sagte Robert Seegmüller, Richter am Bundesverwaltungsgericht, im Dlf. Für einheitliche Rechtssprechung brauche es mehr Vorgaben der Bundesebene.

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Berufsverband der Laborärzte"Die Kapazitäten in den Laboratorien reichen noch aus"

Positive Corona Test Tubes Positive corona test tubes. 3d illustration.  (www.imago-images.de)

Es werde in keinem Fall dazu kommen, dass die Versorgung mit Laborleistungen zusammenbricht, sagte Andreas Bobrowski, Vorsitzender des Berufsverbandes der Laborärzte, im Dlf. Labore müssten aber zukünftig stärker priorisieren, welche Corona-Tests schnell gemacht werden. Reiserückkehrer müssten dann warten.

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WFP-Sprecherin zu Coronafolgen"Wir sind mit Entwicklungshilfe-Zielen um Jahre zurückgeworfen"

Humanitäre Hilfe des World Food Programme im Jemen (AFP/Ahmad Al Basha)

Konflikte, Klimawandel, Kriege – die Summe der Krisen lässt Menschen weltweit hungern. Doch die Coronakrise habe den Hunger eindeutig schlimmer gemacht, sagte Bettina Lüscher vom Welternährungsprogramm (WPF) im Dlf. Wenn die Pandemie nun wieder an Fahrt gewinne, müsse die humanitäre Hilfe weitergehen.

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Achim Kessler (Linke) zu Corona-Maßnahmen"Diese Hinterzimmer-Kungeleien der Kanzlerin müssen aufhören"

Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder zu steigenden Infektionszahlen und weiteren Corona-Maßnahmen eine Pressekonferenz. (AFP POOL)

Die neuen Corona-Maßnahmen sind beschlossen – von der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten. Der Linken-Gesundheitspolitiker Achim Kessler kritisiert jedoch im Dlf, dass Einschränkung von Freiheitsrechten nicht an den Parlamenten vorbei getroffen werden dürften.

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EU und der Brexit-Streit"Wir haben kein Interesse daran, zu eskalieren"

Michael Roth (SPD), Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt (picture alliance / dpa)

Michael Roth (SPD), Staatsminister im Auswärtigen Amt, hat im Dlf für ein "vernüftiges Abkommen" mit Großbritannien plädiert. Man wolle den Partner nicht komplett verlieren. Er habe jedoch den Eindruck, dass die britische Regierung bei den wesentlichen Punkten nicht bereit sei, Kompromisse einzugehen.

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Bundesgesundheitsminister Spahn„Wir können der Spielverderber für das Virus sein"

Jens Spahn 2020-10-08, Berlin, Deutschland - Bundespressekonferenz zur Corona-Lage im Herbst. Im Bild Jens Spahn CDU, Bundesgesundheitsminister. *** Jens Spahn 2020 10 08, Berlin, Germany Federal press conference on the corona situation in autumn In picture Jens Spahn CDU , Federal Minister of Health  (www.imago-images.de)

"Wir entscheiden heute, ob Weihnachten in gewohnter Art stattfinden kann", sagte Jens Spahn (CDU) im Dlf. Mit Maßnahmen, die bereits ab einem Inzidenzwert von 35 griffen, hätte die Ministerpräsidentenrunde den richtigen Fokus zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gesetzt.

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Intensivmediziner zu Corona-Maßnahmen"Es wird ein sehr spannender Winter"

Blick in den Flur einer Intensivstation. An der Eingangstür hängt ein STOP-Schild. (dpa/ Sebastian Kahnert)

Eine nationale Corona-Strategie sei wichtig, sagte Uwe Janssens, Präsident der Vereinigung der Deutschen Intensivmediziner, im Dlf. Über die bisherige "sektorale Vorgehensweise" seien er und andere Mediziner unglücklich gewesen. Das Virus habe, wenn es auf die Intensivstation gelange, "nach wie vor seinen Schrecken".

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Coronakrise„Wir werden einen Strukturwandel erleben“

Peter Bofinger, Ökonom und Professor für Volkswirtschaftslehre und Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Wirtschaftsweiser). (imago / IPON)

Nach Ansicht des Ökonomen Peter Bofinger wird sich die deutsche Wirtschaft durch die Corona-Pandemie verändern. Dabei dürfte es nicht ohne „Schrammen“ abgehen, etwa für die Reisebranche. Einen zweiten Lockdown könnten wir mithilfe der Maßnahmen aber notfalls durchstehen, sagte er im Dlf.

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Kritik an BeherbergungsverbotHoteldirektorin: "Wären mit einem blauen Auge davongekommen"

Blick auf das Kurhaus im Ostseebad Binz auf der Insel Rügen  (picture alliance/chromorange/Wilfried Wirth)

Ein Negativtest plus Quarantäne für Hotelgäste: Mecklenburg-Vorpommern hat mit dem Anstieg der Infektionszahlen seine Maßnahmen verschärft. 30 Prozent ihrer Gäste hätten bereits abgesagt, sagte Susann Plath, Direktorin eines Hotels an der Ostsee, im Dlf. Sie hofft auf eine Lockerung beim Beherbergungsverbot.

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Streit um das Beherbergungsverbot"Nicht auf Verbote setzen, sondern auf Risikominimierung“

Heike Werner (Die Linke), Gesundheitsministerin von Thüringen, spricht in einer  Regierungsmedienkonferenz  (dpa / Martin Schutt)

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner lehnt das Beherbergungsverbot ab. Die Linken-Politikerin sagte im Dlf, mit dieser Regelung werde die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen insgesamt untergraben. "Man darf keine Stigmatisierung vornehmen für Menschen aus einer bestimmten Region", so Werner.

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Corona-Hilfen für Selbstständige"Lieber wenig Geld, aber das dann zuverlässig und unbürokratisch"

Ein Mann arbeitet von Zuhause aus. (picture alliance/dpa/Annette Riedl)

Viele Selbstständige könnten momentan nicht arbeiten und bräuchten daher Finanzhilfen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, sagte Andreas Lutz, Sprecher des Verbandes der Gründer und Selbstständigen, im Dlf. Der Anspruch auf Grundsicherung helfe nicht, denn diese sei zu bürokratisch und zu unflexibel.

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Protest gegen Ausbau der A49"Das ist natürlich etwas, was Wut und Frust auslöst"

Etwa 3.000 Menschen demonstrieren am 04.10.20 gegen den Bau der Autobahn A49 und die damit verbundene Abholzung des Dannenröder Waldes in Hessen (imago / Tim Wagner)

Nach einer Protestaktion gegen den Ausbau der A49 ist es zu einem schweren Autounfall gekommen. Ob dieser im rechtlichen Zusammenhang mit dem Protest zu sehen sei, müssten zunächst Gerichte klären, sagte die Grünen-Politikerin Katy Walther im Dlf. Die Aktivisten hätten aber ein Recht zu protestieren.

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EU-Sanktionen gegen Belarus"Lukaschenko ist viel zu weit weg von der Realität"

Der belarussische Präsident Lukaschenko ist für eine weitere Amtszeit vereidigt worden. (Andrei Stasevich / BELTA / AFP)

Marieluise Beck vom Zentrum Liberale Moderne hält die mit Vorbedingungen verknüpften EU-Sanktionen gegen Belarus für richtig. Sie erwarte bei Präsident Lukaschenko nicht, dass er bereit sei zu verhandeln, sagte sie im Dlf. Allerdings engten Sanktionen den Spielraum für Angebote und Verhandlungen ein.

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Schwesig verteidigt Corona-Maßnahmen"Wir müssen bei Menschen aus Risikogebieten höhere Standards setzen"

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, im Hafen von Mukran (dpa / Jens Büttner)

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die strikten Corona-Maßnahmen in ihrem Land verteidigt. Mecklenburg-Vorpommern habe es nicht zu verantworten, dass andere Regionen Risikogebiet geworden seien. Die Frage sei doch eher, welche Bestimmungen brauche es, um dort wieder von den Zahlen runterzukommen.

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Corona-Maßnahmen"Das ist kein Alarmismus"

Frank Ulrich Montgomery, Ex-Präsident der Bundesärztekammer (BAEK), gestikuliert bei einem Interview in Berlin. (imago / Thomas Trutschel)

Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Weltärztebunds, hat im Dlf die jüngsten Corona-Maßnahmen verteidigt. "Die Todeszahlen werden wieder ansteigen", sagte Montgomery. Eine Überlastung des Gesundheitssystems in Deutschland drohe aber nicht. Das Beherbergungsverbot sieht auch er kritisch.

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Virologe zu Beherbergungsverboten"Ich halte das für vollkommen realitätsfremd"

Virologen Prof. Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg  (privat)

Wegen steigender Infektionszahlen gelten in vielen Bundesländern Beherbergungsverbote für Menschen aus Risikogebieten. Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hält das und auch das Tragen von Masken im öffentlichen Raum weder für zielführend noch für verhältnismäßig. "Wer soll das kontrollieren?", gab er im Dlf zu bedenken.

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Präsidentin der Welthungerhilfe"Corona hat im Brennglas die Probleme deutlich gemacht"

Die Präsidentin der Welthungerhilfe Marlehn Thieme stellt bei einer Pressekonferenz in Berlin den Jahresbericht 2019 der Hilfsorganisation vor (picture alliance/dpa/Lennart Stock)

Ungleichheit, Konflikte und Klimawandel sieht die Präsidentin der Welthungerhilfe Marlehn Thieme als Hauptursachen für Hunger. Corona habe die bekannten Probleme verschärft, sagte sie im Dlf. Wir müssten nun genauer hingucken. Der Nobelpreis für das Welternährungsprogramm der UN ermögliche diese Perspektive.

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Digitale Kompetenz und Mediensouveränität"Sozialer Suchimpuls, der uns ins Netz zieht"

Mann hält sein Mobiltelefon in die Luft, auf einer Wand ist das WLAN Zeichen gemalt (Imago / Westend61)

Die Medienforscherin Sabria David rät zu einem reflektierten Umgang mit digitalen Medien. Vor allem soziale Netzwerke könnten auf der Suche nach Verbundenheit und Bestätigung abhängig machen, sagte sie im Dlf. Sich auch mal herauszuziehen sei eine Kulturtechnik, die man erlernen und täglich üben müsse.

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Hotelbranche in den Herbstferien"Viele Gäste konnten kurzfristig keinen Test mehr bekommen"

Bildnummer: 51327922 Datum: 18.11.2005 Copyright: imago/Jochen Tack Wattwanderung in Winterkleidung - Spiekeroog , Personen , Landschaft; 2005, Spiekeroog, Tourist, Touristen, Watt, Wattenmeer, Wanderung, Wanderer, Wandern, Wanderungen, Wattwanderungen, Gezeiten, Winterbekleidung , Aktivitäten , Abend, Dämmerung, Abenddämmerung,; , quer, Kbdig, Gruppenbild, Meer, Küste, Rückansicht, Perspektive, Deutschland, , Reisen, Niedersachsen, Europa

Es sei eine Katastrophe, wie unkoordiniert in vielen Bundesländern auf das Infektionsgeschehen reagiert werde, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, Ingrid Hartges, im Dlf. Es sei fraglich, ob das Beherbergungsverbot in dieser Geschwindigkeit verhältnismäßig sei.

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Ärzte ohne Grenzen über COVID-19"Viele Menschen sind zu Hause einsam erstickt"

Ein jemenitischer Arzt behandelt einen COVID-19 Patienten in einem Krankenhaus in Taez. (AFP / Ahmad al-Basha)

Durch den Bürgerkrieg im Jemen sei die Hälfte aller Krankenhäuser zerstört, sagte Tankred Stöbe von Ärzte ohne Grenzen im Dlf. Menschen, die Symptome zeigten, seien deswegen gar nicht erst in Krankenhäusern in aufgenommen worden. "COVID-19 ist wirklich ungebremst in den Jemen eingefallen", sagte der Notarzt.

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Gesundheitspolitikerin Maag (CDU)"Urlaub weder im eigenen Land noch im Ausland geboten"

06.05.2019, Berlin: Karin Maag (CDU), gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, stellt den zweiten Gesetzentwurf zur Organspende in der Bundespressekonferenz vor. Eine fraktionsübergreifende Gruppe schlägt verbindliche regelmäßige Befragungen der Bürger zur Spendebereitschaft etwa beim Ausweisabholen in Ämtern vor. Foto: Kay Nietfeld/dpa | Verwendung weltweit (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)

Wegen der "besorgniserregenden Dynamik" der Coronainfektionen hält die gesundheitspolitische Sprecherin der Union im Bundestag Karin Maag (CDU) eine Einschränkung von Reisen für sinnvoll. Jeder müsse seinen Teil beitragen, um das Ausbruchsgeschehen unter Kontrolle zu halten, sagte sie im Dlf.

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Wladimir KaminerProteste in Belarus "große Hoffnung" auch für viele Russen

Der Schriftsteller Wladimir Kaminer, (Markus Scholz/dpa)

Der russischstämmige Autor Wladimir Kaminer geht mit den Belarussen gegen ihren Präsidenten Alexander Lukaschenko auf die Straße. Die Aussicht auf friedliche Veränderung gebe auch vielen Russen Hoffnung, sagte er im Dlf. Die EU dürfe ihre protestierenden Nachbarn in Belarus nicht allein lassen.

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Schröder und Putin"Eine Männerfreundschaft ohne Rücksicht auf Verluste"

Russlands Präsident Wladimir Putin und Altkanzler Gerhard Schröder umarmen sich bei der Eröffnung der Fußballweltmeisterschaft 2018 (Imago)

Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) legt nach Ansicht seines Parteikollegen Gernot Erler großen Wert auf seine Männerfreundschaft mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Schröder würde nie einer Kritik gegen Putin zustimmen, sagte Erler im Dlf. Das betreffe auch den Fall Nawalny.

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Corona-Maßnahmen in Berlin"Wir müssen das Nachtleben einfach ausschalten"

Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz (picture alliance/ dpa/ Bernd von Jutrczenka)

In Berlin wurde eine Sperrstunde ab 23 Uhr eingeführt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) glaubt zwar nicht, dass sie damit illegale Partys komplett verhindern kann, doch die Sperrstunde mache Kontrollen viel leichter, sagte sie im Dlf.

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Aufarbeitung des Wirecard-Skandals"Offenbar hat keiner seinen Job gemacht"

Danyal Bayaz, Wirtschaftspolitiker von Bündnis 90/Die Grünen (imago images / Christian Spicker)

Mit der Rolle der Politik im Bilanzskandal bei Wirecard beschäftigt sich jetzt ein Untersuchungsausschuss des Bundestages. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) habe mindestens fahrlässig gehandelt und trage eine persönliche politische Mitverantwortung, sagte der Grünen-Politiker Danyal Bayaz im Dlf.

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EU-Klimaziele"Was es braucht, ist ein Angebot an die Kohleländer"

12.12.2018, Polen, Bedzin: Rauch steigt aus den Schornsteinen im Kohlekraftwerk Lagisza bei Kattowitz. Noch bis 14. Dezember findet in der südpolnischen Stadt der UN-Klimagipfel zum Klimawandel statt. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa | Verwendung weltweit (picture alliance  /Monika Skolimowska / dpa)

Um die Energiewende zu schaffen, dürfe man Kohleländer wie Polen und Tschechien bei "diesem Transformationsprozess nicht alleine lassen", sagte der Vorsitzende des Thinktanks Agora Energiewende, Patrick Graichen, im Dlf. Dürren und Waldbrände zeigten, dass der Klimawandel gerade jetzt weiter fortschreite.

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