Interview 

Anwalt des Kreml-Kritikers"Nawalny ist politischer Gefangener Nummer eins in Russland″

Kremkritiker Nawalny und seine Ehefrau stehen am Flughafen Moskau-Scheremetjewo in einem Bus. (dpa / ap / Mstyslav Chernov)

Kreml-Kritiker Alexej Nawalny ist bei seiner Rückkehr nach Russland noch am Flughafen verhaftet worden. Sein Anwalt Nikolaos Gazeas spricht von politischer Verfolgung. Die Vorwürfe gegen Nawalny seien konstruiert, sagte er im Dlf. Der UNO-Sicherheitsrat müsse sich mit dem Fall befassen.

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Resilienz in der CoronakrisePsychiater: Längerfristig umstellen statt Durchhaltetaktik

Spaziergänger gehen in der Nähe des Breitenstein im Schnee. (dpa/Marijan Murat)

Mit Blick auf eine mögliche Verlängerung des Lockdowns in der Coronakrise empfiehlt der Psychologe und Psychiater Jan Kalbitzer eine längerfristige Umstellung und Anpassung des Alltags. Es habe sich gezeigt, dass Menschen, die auf eine reine Durchhaltetaktik setzten, nun mehr Probleme im Umgang mit der Krise hätten, sagte er im Dlf.

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Deutsche Reichsgründung vor 150 JahrenHistoriker: Kaiserreich wirkt bis heute nach

Gemälde von Anton von Werner von 1885 "Die Proklamierung des Deutschen Kaiserreiches” zeigt wie König Wilhelm I. von Preußen 1871 im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles zum Deutschen Kaiser ausgerufen wird (picture alliance / akg-images)

Im Kaiserreich steckten die Wurzeln der Demokratie von Weimar und auch der Bundesrepublik drin. Aber eben auch die Wurzeln des Nationalsozialismus, sagte der Historiker Christoph Nonn im Dlf. Auch 150 Jahre nach der Gründung wirke das Kaiserreich noch nach - vor allem in der politischen Debatte.

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Kaiserproklamation in VersaillesGründung des Deutschen Reichs als Demütigung für Frankreich

Gemälde von Anton von Werner von 1885 "Die Proklamierung des Deutschen Kaiserreiches” zeigt wie König Wilhelm I. von Preußen 1871 im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles zum Deutschen Kaiser ausgerufen wird (picture alliance / akg-images)

Vor 150 Jahren wurde in Versailles das Deutsche Reich proklamiert, noch während des Deutsch-Französischen Kriegs. Die damit verbundene Erniedrigung Frankreichs habe zur deutsch-französichen Erbfeindschaft geführt und weitere Kriege befördert, sagte die Historikerin Hélène Miard-Delacroix im Dlf.

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Paul Ziemiak (CDU) vor dem Parteitag"Haben sehr starke Frauen und viele neue, frische Gesichter"

Paul Ziemiak, CDU-Generalsekretär, informiert über den kommenden Parteitag.  (dpa/ Britta Pedersen)

Drei ältere männliche Katholiken aus NRW stehen zur Wahl um den CDU-Vorsitz. Dass sich daraus ein Bild für die gesamte Partei ableiten ließe, kann der CDU-Politiker Paul Ziemiak nicht erkennen. Die Partei sei jünger und weiblicher geworden und hätte viele Gesichter auch mit Migrationsgeschichte, sagte er im Dlf.

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Menschenrechtsaktivist zur CoronakriseKrauthausen: Menschen mit Behinderung werden vergessen

(picture alliance/Soeren Stache/dpa)

Der Menschenrechtsaktivist Raul Krauthausen kritisiert große Mängel beim Schutz von Menschen mit Behinderung in der Pandemie. Ein Großteil von ihnen lebe seit März zu Hause in Selbstisolation und werde die ganze Zeit vergessen, wenn es um passiven oder aktiven Schutz gehe, sagte Krauthausen im Dlf.

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Militante Trump-Anhänger in den USA"Erhebliches terroristisches Potenzial"

Mitglieder der Proud Boys und anderer rechtsnationaler Gruppierungen bei einem Aufmarsch in Portland.  (dpa/picture alliance/AP Photo/Allison Dinner)

Von gewaltbereiten Extremisten wird in den USA nach Ansicht des Terrorismusforschers Peter Neumann in den kommenden Jahren die größte terroristische Bedrohung ausgehen. Die Bundesbehörden seien durch Kürzungen in den vergangenen vier Jahren nur schlecht auf diese Gefahr vorbereitet, sagte er im Dlf.

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Pläne in Mecklenburg-Vorpommern"Umweltstiftung ist faktisch eine Gazprom-Stiftung"

Alexander Graf Lambsdorff während einer Sitzung des deutschen Bundestags  (imago/Christian Spicker)

Der FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff hält die geplante Umweltstiftung in Mecklenburg-Vorpommern für eine "Fake-Stiftung". 99 Prozent des Geldes kämen direkt von der Nord Stream 2 AG. Die Stiftung diene damit allein dem Vorhaben, die Pipeline in der Ostsee fertigzustellen, sagte er im Dlf.

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Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) zur Impfdebatte"In dieser Pandemie wird es keine Impfpflicht geben"

Berlin: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt eine Pressekonferenz im Ministerium zum Zwischenstand der Impfungen gegen das Coronavirus. (Kay Nietfeld/dpa)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einer Impfpflicht erneut eine Absage erteilt. "Wir setzen auf Argumente, auf Information und Vertrauen in den Impfstoff", sagte er im Dlf. Im Hinblick auf den weiteren Verlauf der Pandemie, schwor er die Deutschen noch auf einige Wochen mit Einschränkungen ein.

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Corona-Schutzmaßnahmen"In den Altenheimen wirkt der Lockdown erst mal nicht"

Eine Frau im Rollstuhl sitzt allein im Gemeinschaftsraum eines Altenheims. (Picture Alliance / dpa / Monika Skolimowska)

Der Epidemiologe Gérard Krause fordert, den Hygiene- und Infektionsschutz vor allem in den Alten- und Pflegeheimen "massiv zu stärken". Andernfalls werden die Todeszahlen weiter hoch bleiben, so Krause im Dlf. Bis die Infektionszahlen durch vermehrte Impfungen zurückgehen, werde es noch lange dauern.

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Impfpflicht für Pflegeberufe Bas (SPD): Eine wirklich fatale Diskussion

Zwei blaue Gummihandschuhe halten eine Spritze mit Coronaimpfstoff  (picture-alliance/TT News Agency/ Mikael Fritzon)

Bärbel Bas (SPD) kritisiert die neu angestoßene Debatte um die Impfpflicht für den Pflegebereich. Damit würden Ängste geschürt, sagte sie im Dlf. Zunächst müsse umfassend aufgeklärt werden, um etwa Berufstätigen im Pflegebereich die Befürchtungen zu nehmen. Arbeitgeber und Politik seien in der Pflicht.

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Regulation von sozialen Netzwerken"Wir brauchen eine Art Plattform-Rat"

Donald Trump auf Twitter gesperrt Am 09.01.2021 wurde US-Präsident Donald Trump dauerhaft von Twitter gesperrt. Trump hatte über 88 Millionen Follower (dpa / picture alliance / Revierfoto)

Die Sperrung von Donald Trumps Twitter-Konto sei richtig und lange überfällig gewesen, sagte der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen im Dlf. Man müsse sich aber auch Gedanken machen, wie man diese Plattformen regulieren könne, denn diese hätten sich zu supermächtigen Institutionen entwickelt, so Pörksen.

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Europäische Impf-Solidarität"Diese Diskussion über die Vergangenheit hilft nicht"

Ein Arzt in Schutzkleidung impft am 27.12.2020 in Frankfurt am Main den Bewohner eines Alten- und Pflegeheims mit dem mRNA-Impfstoff von BioNTech.  (imago images / Michael Schick)

Peter Liese, der gesundheitspolitische Sprecher der EVP, der größten Fraktion im Europaparlament, hat die Impfstoffbeschaffung der EU verteidigt. In der Rückschau sei Kritik immer einfach, weil man über die jetzigen Informationen im Sommer nicht verfügt habe, sagte er im Dlf.

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Ökonom Michael Hüther zum Lockdown"Einschränkungen haben bisher nicht wirklich Ertrag gebracht"

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. (picture alliance / Michael Kappeler)

Ein schärferer Lockdown - wie in Bayern - habe die Inzidenz nicht nachhaltig unter 100 gebracht. Alles dicht zu machen, sei nicht die Lösung, sagte der Ökonom Michael Hüther im Dlf. Stattdessen brauche es dort besondere Schutzkonzepte, wo Infektionen hoch seien, Gesundheitsämter müssten endlich vernetzt werden.

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Grünen-Chef Robert Habeck"Zu schnell zu einer Sparpolitik zurückzukehren, wäre falsch"

Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen (picture alliance/dpa | Kay Nietfeld)

Der Grünenpolitiker Robert Habeck spricht sich für eine Lockerung der Schuldenbremse nach der Pandemie aus. Entschuldung funktioniere durch Ausgaben und Wachstum, sagte er im Dlf. Um zugleich die Folgen der Klimakrise soweit wie möglich abzuschwächen, müsse nun in den Umbau der Wirtschaft investiert werden.

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Röttgen (CDU) nach Sturm auf das US-KapitolUnfassbar, dass der Präsident selbst der Brandstifter ist

Norbert Röttgen (CDU) (REUTERS POOL)

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen wirft der republikanischen Partei schweres Versagen vor. Sie sei tief gespalten und werde lange brauchen, um sich neu zu sortieren, sagte er im Dlf. Ein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump halte er für sinnvoll, um ein Zeichen für die Demokratie zu setzen.

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Nach dem Sturm auf das US-Kapitol"Trump als Spieler war Mussolini in diesem Augenblick sehr ähnlich"

Trump-Unterstützer trägt Fahne mit Trump als Waffenträger (ZUMA Wire)

Der Historiker Achatz von Müller sieht in der "bandenmäßigen Besetzung des Kapitols" eine Parallele zu Mussolinis Marsch auf Rom. Zwar gebe es keine ähnlich gravierenden politischen Folgen, doch die symbolische Entweihung der Staatswürde werde in der amerikanischen Kultur einen enormen Nachhall haben.

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US-Experte Grünzweig zu ImpeachmentverfahrenTrump "auf Dauer daran hindern, ein öffentliches Amt auszuführen"

US-Präsident Donald Trump spricht auf einer Demonstration in Washington, D.C. (imago images / ZUMA Wire)

Die Debatte in den USA über ein Impeachmentverfahren gegen Präsident Donald Trump verdeutliche, dass ein Angriff auf das Kapitol nicht tragbar sei, sagte der Amerikanist Walter Grünzweig im Dlf. Ein solches Verfahren könne Trump auch in der Zukunft von Ämtern "fernhalten", es berge aber auch Risiken.

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Von Holtz (Grüne) zu ImpfstoffverteilungÜber Patentschutzaussetzungen nachdenken

Ottmar von Holtz (Bündnis90/Die Grünen) spricht bei der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag (picture alliance/dpa/Jörg Carstensen)

Angesichts der Corona-Pandemie müsse Impfstoff-Nationalismus verhindert werden, sagte Ottmar Holtz, Obmann der Grünen im Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, im Dlf. Deshalb müsse über befristete Patentschutzaussetzungen und auch Anreize für die Lizenzvergabe geredet werden.

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Politologin zu Kandidaten für CDU-Parteivorsitz"Es könnte noch eine Überraschung geben"

Die drei Kandidaten für den CDU-Parteivorsitz: Norbert Röttgen (l-r), Armin Laschet und Friedrich Merz sitzen nach einer Diskussionsrunde im Konrad-Adenauer-Haus. Vor der Wahl des CDU-Bundesvorsitzenden stellten sich die Kandidaten in der per Livestream übertragenen Diskussion den Mitgliedern. (dpa / Michael Kappeler)

Das Rennen um den künftigen Parteivorsitzenden der CDU sei noch offen, sagte die Politologin Ursula Münch im Dlf. Die Unterschiede zwischen den drei Kandidaten seien relativ gering. Eine Anfrage der CDU an die CSU, ob Markus Söder Kanzlerkandidat werden wolle, "wäre ein Armutszeugnis für die CDU".

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Historiker zur Kapitol-Erstürmung"Das Gerede von einem Bürgerkrieg verunklart die Situation"

Eine Gruppe von Anhängern des noch amtierenden Präsidenten Donald Trump dringt in das Kapitol in Washington ein, den Sitz des US-Kongresses. 6.Januar 2021. (AFP/ Getty/ Jon Cherry)

Der Sturm auf das Kapitol in Washington war nach Ansicht des Historikers Volker Depkat noch kein Bürgerkrieg, wohl aber ein beispielloser Gewaltausbruch eines amerikanischen Mobs. Dass ein amtierender Präsident "seine Leute von der Kette lässt", habe es so noch nicht gegeben, sagte Depkat im Dlf.

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Sturm auf das US-Kapitol"Das ist eine Riesengefährdung der Institutionen"

Sigmar Gabriel (SPD), Vorsitzender der Atlantik-Brücke e.V. (dpa/ Britta Pedersen)

Nach dem Sturm auf das Kapitol gehöre in den USA die Bedrohung von Verfassungsorganen auf einmal zum politisch Möglichen, warnte Ex-Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) im Dlf. Die Republikaner trügen große Verantwortung, weil sie ihre Seele an einen gesetzlosen Präsidenten verkauft hätten.

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Sturm auf das US-KapitolMeuthen (AfD): Nicht mit Vorgang im Bundestag vergleichbar

Jörg Meuthen, AfD-Bundessprecher und Mitglied des Europaparlaments (dpa/Rolf Vennenbernd)

Im November 2020 halfen AfD-Bundestagsabgeordnete dabei, die Arbeit des Deutschen Bundestags zu stören. Mit dem Sturm auf das US-Parlament sei dies aber nicht zu vergleichen, sagte AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen im Dlf. Dort sei eine Grenze zivilisierter Gesellschaften überschritten worden.

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Nach Sturm auf Kapitol"Sogar Trump hat gemerkt, dass er es zu weit getrieben hat"

John Christian Kornblum, ehemaliger US-Botschafter in Berlin (dpa/Jens Büttner)

In einer Videobotschaft hat Donald Trump den Angriff auf das Kapitol in Washington verurteilt. Die versöhnlichen Töne, die der amtierende US-Präsident anschlage, zeigten, dass er nun wirklich in der Klemme sitze, sagte der ehemalige US-Botschafter in Berlin John Kornblum im Dlf.

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Kapitol-Erstürmung als Auftakt"Trump wird jeden Tag seine Leute aufputschen"

US-Präsident Donald Trump spricht zu seinen Anhängern (picture alliance / Captital Pictures)

Der Politikwissenschaftler Christian Hacke sieht den Sturm auf das Kapitol in Washington als Auftakt für den Widerstand von Donald Trump und seinen Anhängern gegen die Präsidentschaft von Joe Biden. Es gebe dagegen nur ein Mittel, sagte Hacke im Dlf: Biden müsse liefern.

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Trittin (Grüne) zur Kapitol-Erstürmung„Ein Putsch mit Ansage“

Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) im Plenarsaal des Bundestags (Imago/ Christian Spicker)

Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin hat die Erstürmung des Kapitols in Washington als Putsch bezeichnet. Ein rechter Mob habe unter Beförderung des Präsidenten versucht, die Abgeordneten gewaltsam an ihrer Tätigkeit zu hindern, sagte Trittin im Dlf. Entsprechende Warnungen seien vorab nicht ernst genommen worden.

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Kritik an Schulschließungen "Schließungen ohne alternative Formate"

Ein Grundschüler sitzt zuhause in der Küche und rechnet in seinem Schulheft. Bund und Länder haben sich auf die Verlängerungen des Lockdowns bis zum 31.1.2021 geeinigt. Bis dahin bleiben Schulen und Kitas geschlossen. (dpa-Zentralbild)

Moritz Piepel vom Jugendrat der Generationen Stiftung hat die Schulschließungen in Deutschland kritisiert. Er sieht bei den Coronamaßnahmen ein Ungleichgewicht zwischen Wirtschafts- und Bildungspolitik. Sein Vorschlag: stärker auf Homeoffice setzen, damit Schulen offen bleiben können.

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Ausschreitungen in Washington"Joe Biden hat die Aufgabe, die Nation zu befrieden"

United States President-elect Joe Biden delivers remarks from the Queen Theatre in Wilmington, Delaware on the unrest in and around the US Capitol in Wilmington, Delaware on Wednesday, January 6, 2021. In his remarks Biden condemned Trump for inciting the violence. Credit: Biden Transition via CNP (Consolidated News Photos)

Die Publizistin Constanze Stelzenmüller ist sich sicher, dass die Unruhen in den USA noch nicht vorbei sind. Der noch amtierende US-Präsident Donald Trump zeige keine Einsicht und Teile der republikanischen Partei stünden noch immer hinter ihm, sagte sie im Dlf.

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Trump-Anhänger stürmen Kapitol"Für die gesamte Nation beschämend"

Das US-Kapitol in Washington. (imago images | UPI Photo )

Der US-amerikanische Politikwissenschaftler Jackson Janes ist bestürzt über die Unruhen in Washington und das gewaltsame Vorgehen der Trump-Anhänger. Die Frage sei nun, wie man Trumps Unberechenbarkeit in den letzten zwei Wochen seiner Amtszeit kontrollieren könne, sagte Janes im Dlf.

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Statistiker zu Coronazahlen"Wir sind immer noch im Blindflug unterwegs"

(imago images | Rüdiger Wölk)

Der Statistiker Gerd Antes kritisiert, dass eine differenzierte Datenerhebung bei der Ermittlung von Corona-Infektionen ausbleibe. "Jetzt fallen uns wieder alle Versäumnisse der letzten Wochen und Monate auf die Füße", sagte Antes im Dlf. Auch vor Weihnachten seien die Zahlen längst nicht so verlässlich gewesen, wie man gerne glauben würde.

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Gesundheitskosten und CoronaÖkonom: Einnahmeausfälle machen Krankenkassen zu schaffen

Blick in eine Coronavirus-Intensivstation (dpa/Sven Hoppe)

Die Ausgaben der Krankenkassen sind im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Dafür seien noch nicht einmal Mehrausgaben im Zusammenhang mit Corona verantwortlich, sagte Gesundheitsökonom Wolfgang Greiner im Dlf. Viel mehr zu kämpfen hätten die Kassen mit konjunkturbedingten Einnahmeausfällen.

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Bodo Ramelow (Linke)"Wir brauchen einen härteren und schärferen Lockdown"

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) (imago-images/ Jacob Schöter)

Vor den neuen Corona-Beratungen von Bund und Ländern hat sich Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen, für härtere und schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ausgesprochen. Die aktuellen Infektionszahlen ließen keinen Spielraum für einen soften Lockdown wie bisher zu, sagte Ramelow im Dlf.

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Pflegebeauftragter Westerfellhaus"Mich impfen zu lassen, das ist für mich Berufsethos"

Andreas Westerfellhaus am 15.03.2018 während der Eröffnung des Deutschen Pflegetages in Berlin.  (picture alliance / dpa / Robert Schlesinger)

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat die Skepsis gegenüber einer Impfung gerade bei Menschen in Gesundheitsberufen vehement kritisiert. Was dem Schutz der Pflegebedürftigen diene, verlange auch vom Personal, nach vorne zu gehen und sich impfen zu lassen, sagte Westerfellhaus im Dlf.

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Bildungsministerin Prien (CDU)"Wir können die Schulen jetzt nicht verantwortlich öffnen"

Leeres Klassenzimmer, die Stühle sind auf die Tische gestellt. (imago images/Sven Simon)

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) steht einer Öffnung der Schulen zum 11. Januar skeptisch gegenüber. Je höher das Infektionsgeschehen in der Gesellschaft insgesamt sei, umso höher sei es auch an Schulen, sagte sie im Dlf. Jetzt müsse der digitale Distanzunterricht erprobt werden.

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Deutschlandradio-Denkfabrik 2021Intendant Raue: "Ein Thema in alle Richtungen aufblättern"

Bildcollage aus unterschiedlichen Bildern: Menschen bei Abendstimmung, altes Ehepaar in traditioneller Kleidung, Demonstranten mit Flaggen, junge Menschen am Tisch, Beine von Menschen in bayrischer Tracht und Hände, die sich halten

"Auf der Suche nach dem Wir" - unter dieser Überschrift steht die diesjährige Denkfabrik des Deutschlandradios. Man wolle sich dem Thema programmübergreifend von vielen Seiten nähern, sagte Intendant Stefan Raue - angefangen von den grundsätzlichen bis hin zu gesamtgesellschaftlichen Fragestellungen.

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Corona als Unterrichtsthema"Die ersten Schulbücher werden in zwei Jahren erscheinen"

Schulbücher der Westermann Druck- und Verlagsgruppe für das Fach Wirtschaft liegen auf einem Tisch. (picture alliance/Hauke-Christian Dittrich)

Die Corona-Pandemie werde in Geschichts-Lehrbüchern für die Oberstufe ähnlich viel Platz bekommen wie der Zweite Weltkrieg, sagte der Schulbuchautor Frank Schweppenstette im Dlf. Schüler würden künftig beispielsweise lernen, wie unterschiedlich verschiedene Länder mit dem Virus umgegangen sind.

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Corona-ImpfstrategieLinken-Politiker Kessler fordert Zwangslizenzen für Impfstoffe

Ein Apotheker entnimmt den Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer aus einem Ultra-Tiefkühlschrank im Impfstofflager. (picture alliance/dpa/Ronny Hartmann)

Die Bundesregierung solle Hersteller von Corona-Impfstoffen zwingen, Lizenzen zur Produktion zu vergeben, sagte Achim Kessler, gesundheitspolitischer Sprecher der Linken, im Dlf. Die Bundesregierung habe die gesetzlichen Möglichkeiten für diesen Schritt geschaffen, die müsse man nun auch nutzen.

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Corona-Pandemie als antizipierte Zukunft"Wir glauben nicht, was wir eigentlich wissen“

Zahlreiche Besucher gehen über den Wochenmarkt am Maybachufer in Neukölln, Berlin (dpa/Bernd von Jutrczenka)

Das Verhältnis des Menschen zur Katastrophe ist ein Thema, mit dem sich die Literaturwissenschaftlerin Eva Horn beschäftigt. Im Dlf-Interview nennt sie zwei Gründe dafür, warum wir nicht auf die Corona-Pandemie vorbereitet waren – trotz Epidemie-Erfahrungen, Planspielen und Antizipation.

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Junge Erwachsene in der Corona-PandemiePädagogikprofessorin: Viele Jugendliche fühlen sich nicht gehört

Lernunterlagen sowie eine Mund-Nasen-Bedeckung liegen auf einem Schreibtisch. (picture alliance / Eibner-Pressefoto )

Es sei falsch, Jugendliche bereits jetzt als „Generation Corona“ zu stigmatisieren, warnte die Erziehungswissenschaftlerin Sabine Andresen im Dlf. Ein Großteil der Altersgruppe wünsche sich zudem, dass ihre Erfahrungen, etwa beim Homeschooling, stärker in die Planung weiterer Maßnahmen eingingen.

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Infektionszahlen"Impfen wird in den ersten Monaten noch keinen Unterschied machen"

Ein Mitarbeiter der Asklepios Klinik wird von einem Kollegen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft. Zahlreiche Mitarbeiter der Klinik haben sich gegen das Coronavirus impfen lassen. (dpa)

Impfen sei im Kampf gegen das Coronavirus natürlich wichtig, sagte der Mediziner und Medizinjournalist Christoph Specht im Dlf. Ein deutlicher Rückgang der Infektionszahlen sei jedoch wahrscheinlich erst im Frühjahr zu erwarten. Die wesentlichen Maßnahmen - Abstand und Kontaktreduzierung - würden die Menschen weiter begleiten.

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Debatte über Lockdown-Verlängerung"Das Infektionsgeschehen lässt keine Lockerungen zu"

Carola Reimann (SPD), Sozialministerin von Niedersachsen, spricht in der Landespressekonferenz im Landtag Niedersachsen.  (dpa / Julian Stratenschulte)

Die Infektionszahlen seien momentan noch viel zu hoch, sagte die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) im Dlf. Gegebenenfalls müssten sogar Verschärfungen der Maßnahmen geprüft werden. Im Kampf gegen die Pandemie werde in diesem Jahr noch viel Geduld und Ausdauer nötig sein.

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Bildung in der Coronakrise"Befürchten, dass sich das nicht wieder gutmachen lässt"

Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) (Picture alliance / Jan Vetter)

Vor allem jene Schülerinnen und Schüler, die bereits im Bildungssystem abgehängt waren, gehören zu den Verlieren der Coronakrise, sagte die Soziologin Jutta Allmendinger im Dlf. Im Vergleich zu anderen Ländern sei Deutschland im Bereich der Digitalisierung sehr schlecht aufgestellt gewesen.

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Corona und KonjunkturÖkonom erwartet Wachstum im Jahr 2021

Eine Frau geht mit Einkaufstaschen durch die Kölner Fußgängerzone in der Schildergasse (picture alliance/dpa/Oliver Berg)

Trotz Corona-Pandemie erwartet der Ökonom und Wirtschaftsweise Lars Feld eine wirtschaftliche Erholung in Deutschland. Eine Drei vorm Komma beim Wirtschaftswachstum sei 2021 möglich, sagte er im Dlf. Zugleich rechnet er mit einer leichten Steigerung der Arbeitslosenquote.

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Liberaldemokratin über Post-Brexit-Abkommen"Der ganze Deal ist dünn, wir werden darunter leiden"

Wera Hobuase spricht im Bournemouth International Centre in Bournemouth im September 2019. (dpa / Wera Hobhouse)

Die britische Liberaldemokratin Wera Hobhouse geht davon aus, dass das Post-Brexit-Abkommen in den nächsten Jahren nur Nachteile für Großbritannien bringen wird. Der britischen Wirtschaft werde langsam die Luft ausgehen. Man baue Barrieren auf, die nur rückschrittlich seien, sagte sie im Dlf.

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Lage der Flüchtlinge in Bosnien"Bankrotterklärung der Humanität"

Flüchlting in der Nähe des Flüchtlingscamps Lipa nache Bihac in Bosnien (picture alliance / AA / Amar Mehic)

Neben den Behörden vor Ort trage auch die EU eine Verantwortung für die Situation der Flüchtlinge im Nordwesten Bosniens, sagte die SPÖ-Politikerin Nurten Yilmaz im Dlf. An der Grenze zu Kroatien komme es immer wieder zu illegalen Zurückweisungen. Das könne man so nicht hinnehmen.

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