Interview 

Polen und die WahlrechtsänderungGesine Schwan: Präsidentschaftswahl in Polen verschieben

Das Foto zeigt die SPD-Politikerin Gesine Schwan auf einer Regionalkonferenz zur Präsentation der Kandidatinnen und Kandidaten für den SPD-Parteivorsitz. (picture alliance / dpa / Sven Simon)

Gesine Schwan, ehemalige Koordinatorin für deutsch-polnische Zusammenarbeit, plädiert dafür, die für Mai geplanten Präsidentschaftswahlen in Polen während der Coronakrise zu verschieben. Alle Kandidaten sollten dieselbe Chance haben, Wahlkampf zu betreiben, sagte sie im Dlf. Das sei aber nicht der Fall.

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Schutz vor Covid-19Masken in der Öffentlichkeit "eine Zukunftsperspektive"

Ein Radfahrer mit Atemschutzmasker am Rheinboulevard in Köln. (picture alliance / Geisler Fotopress)

Das Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit werde künftig eine bedeutende Rolle spielen - und sei eine Möglichkeit der Exit-Strategie nach Ostern, sagte der CDU-Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel im Dlf. Sobald die Gesundheitsberufe ausreichend ausgestattet seien, sollte es zum Standard werden.

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Neues Notstandsgesetz in UngarnOrbán nutzt die Situation zur "Ausdehnung der Macht" aus

Peter Balazs, ehemaliger Außenminister von Ungarn (imago / Katerina Sulova )

Ungarns neues Notstandsgesetz gibt Ministerpräsident Viktor Orbán weitreichende Befugnisse. Der ehemalige ungarische Außenminister Peter Balázs hält es für möglich, dass Orbán damit auch die nächsten Parlamentswahlen 2022 aufschiebt. Orbán ginge es immer um die Konzentration von Macht, sagte Balázs im Dlf.

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Ausstieg aus Corona-Maßnahmen"Einen risikoangemessenen Stufenplan überlegen"

Christiane Woopen spricht bei einer Pressekonferenz (dpa /picture alliance / Kay Nietfeld)

In der Diskussion um einen Ausstieg aus den Corona-Maßnahmen dürfe nicht Menschenleben gegen Wirtschaft abgewägt werden, sagte die Medizinethikerin Christiane Woopen im Dlf. Es müssten vielmehr alle möglichen Risiken für die Menschen betrachtet und auf dieser Basis einen stufenweisen Ausstieg geplant werden.

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Maßnahmen gegen Coronavirus-AusbreitungGöring-Eckardt: Persönlichkeitsrechte und Gesundheit schützen

Katrin Göring-Eckardt, Vorsitzende der Bundestagsfraktion von Buendnis 90 / Die Grünen (imago/Jens Schicke)

Die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt fordert im Kampf gegen die Coronavirus-Ausbreitung die Nutzung digitaler Möglichkeiten. Dabei gehe es darum, Infektionsketten nachzuvollziehen und Bürger zu informieren, sagte sie im Dlf. Das sei auch unter hohen Datenschutzstandards möglich.

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Kinderschutz in der Coronakrise"Für manche Kinder ist Schule der einzige sichere Ort"

Ein Mädchen allein im Treppenhaus  (Imago/ Joker/ Gudrun Petersen)

Für viele Jugendliche und Kinder sei ihr Zuhause auch vor der Coronakrise kein sicherer Ort gewesen, sagte Susanna Krüger, Geschäftsführerin der Organisation "Save the Children", im Dlf. Die momentane Situation verschlimmere das. Jetzt könne etwa Gewalt noch mehr im Verborgenen stattfinden.

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Coronakrise"Der Ausnahmezustand stellt die Demokratiefrage neu"

Der Autor Claus Leggewie auf der Frankfurter Buchmesse. (picture alliance)

Wenn sich die Bundeskanzlerin in Quarantäne begebe oder der britische Regierungschef an Covid-19 erkranke, treibe uns als Volk die Sorge um, ob die Führung noch gewährleistet sei, sagte der Politikwissenschaftler Claus Leggewie im Dlf. Denn jetzt sei nichts so wichtig wie gutes Krisenmanagement.

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Soziologin Großer über die Zeitumstellung"Unsere innere Uhr kommt nur verzögert mit"

Magdeburg, Sachsen-Anhalt: Die Skulptur "Zeitzähler" von Gloria Friedmann mit einer Uhr vor dem Gesicht. (dpa / Klaus-Dietmar Gabbert)

Schlafstörungen, Unwohlsein, Verdauungsbeschwerden: Besonders die Zeitumstellung im Frühjahr bereite vielen Menschen Probleme, sagte die Soziologin Elke Großer im Dlf. Sie plädiert dafür, in ganz Europa auf die "normale mitteleuropäische Zeit" umzustellen.

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Ausnahmezustand in Frankreich"Der Krieg gegen das Coronavirus steht im Vordergrund"

Leere Straßen am 17.03.2020 in Frankreich, Paris.  (picture alliance/Michael Bunel/Le Pictorium/MAXPPP/dpa)

Die Wucht, mit der die Corona-Welle das Elsass getroffen habe, hätte auch das deutsche Gesundheitssystem überfordert, sagte Politologe Henrik Uterwedde im Dlf. Die drastischen Ausgangsbeschränkungen in Frankreich zerrten an den Nerven der Menschen, doch die Gefahr sozialer Unruhen bestünde vorerst nicht.

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Coronakrise in den USA"Die Zeitverzögerung geht eindeutig auf Trumps Konto"

Aufbau von Corona-Notaufnahmen vor dem Bellevue Hospital in New York City  (dpa/ picture alliance/ ZUMA Wire/ Ron Adar)

Die Fallzahlen in den USA steigen rasant. Das liege zum einen an der Zeitverzögerung beim Inkraftsetzen der Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus, sagte die Journalistin Katja Ridderbusch im Dlf. Zum anderen aber auch an der Struktur des amerikanischen Gesundheits- und Sozialsystems.

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EU und die Coronakrise"Ein Lackmustest für europäische Solidarität"

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. (picture alliance / Michael Kappeler)

In der Coronakrise brauche es nun eine finanzpolitische Solidarität in Europa, sagte Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, im Dlf. Wenn es am Ende nur die Chinesen oder Russen seien, die Italien und Spanien helfen, dann werde der Zerfall der Europäischen Union unaufhaltsam sein.

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Soziologe zu Coronakrise"Werden eine Rückkehr des Staates erleben"

Der Soziologe Heinz Bude stützt seine Kopf auf seine Hand und blickt in die Kamera. (imago images / photothek / Thomas Imo)

Der Soziologe Heinz Bude glaubt, dass die Gesellschaft durch die Coronakrise ein neues Bewusstsein für die Bedeutung kollektiver Güter, die nicht privat hergestellt werden können, haben wird. Im Dlf bezog er sich dabei auf das Gesundheitssystem und die Strukturen der sozialen Absicherung.

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Behandlung von COVID-19-PatientenEthikrat: Alter und soziale Herkunft dürfen keine Rolle spielen

Im Uniklinikum Frankfurt bedient ein Arzt eine Maschine zur Versorgung eines Intensiv-Patienten. (Bild: dpa / Susann Prautsch) (dpa / Susann Prautsch)

Der Vorsitzende des Ethikrates begrüßt die Handlungsweisen für den Umgang mit COVID-19-Patienten. Es sei richtig, dass allein die klinische Erfolgsaussicht als Kriterium gelten sollte, sagte Peter Dabrock im Dlf. Andere Kriterien dürften die Entscheidung über Leben und Tod nicht beeinflussen.

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Lindner (FDP) zu Ausstieg aus Corona-Beschränkungen"Das Signal geben, dass es nicht auf Dauer so bleiben kann"

Christian Lindner, Parteivorsitzender der FDP und Fraktionsvorsitzender im Bundestag, gibt ein Statement zur Situation nach der Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen.  (dpa-news / Bodo Schackow)

Ziel des Staates müsse es sein, die derzeitigen Beschränkungen so bald wie möglich aufheben zu können, sagte FDP-Chef Christian Lindner im Dlf. "Der jetzige Zustand ist unnatürlich." Noch habe die Coronakrise ihren Höhepunkt aber wohl nicht erreicht, die Freiheitseinschränkungen seien noch verhältnismäßig.

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Coronavirus in Italien"In der Tragödie entdecken wir einen Geist der Solidarität"

Eine Mann mit Mundschutz berührt den Sarg seiner Mutter.  (AFP / Piero Cruciatti)

In der schwer von Corona betroffenen italienischen Provinz Bergamo gebe es positive Signale, sagte Carlo Alberto Tersalvi, medizinischer Direktor der Gesundheitsbehörde, im Dlf. Aber noch sei man nicht am Höhepunkt angelangt. Er erlebe zwar ein Gefühl der Machtlosigkeit, sehe aber auch die Großzügigkeit vieler Menschen.

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Bauernverband in der Coronakrise"Wir befürchten Engpässe bei Obst und Gemüse"

Spargelernte Spargel (picture alliance/Armin Weigel/dpa)

Das Corona bedingte Einreiseverbot für Saisonarbeiter müsse möglichst bald aufgehoben werden, sagte Joachim Rukwied, Vorsitzender des Deutschen Bauernverbandes, im Dlf. Das Stammpersonal könne nicht durch ungelernte Kräfte ersetzt werden. Im schlimmsten Fall könne es zu Ernteausfällen kommen.

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Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes"Kurzfristige Lockerung dieser Maßnahmen das völlig Falsche"

Das Altenzentrum Mathilde-Vogt-Haus im Heidelberger Stadtteil Kirchheim hat aus Angst vor der Ausbreitung des Coronavirus unter der Risikogruppe der Senioren ein Besuchsverbot und Betretungsverbot verhängt. Das Foto zeigt einen Aushang mit der Aufschrift: Stop - Besuchs- und Betretungsverbot - Für unsere Pflegestationen gilt ab sofort ein generelles Besuchsverbot! (picture alliance / foto2press / Oliver Zimmermann )

Ulrich Bauch vom Arbeiter-Samariter-Bund rechnet damit, dass in Deutschland 2,4 Millionen mit dem Coronavirus Infizierte intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Solange es keinen Impfstoff gebe, sei es "die absolut richtige Strategie, die Verlangsamung des Virus mit allen Mitteln zu betreiben", sagte er im Dlf.

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Die Wirtschaft in der Coronakrise"Wenn es um Kredite geht, dann bitte ohne Haftung"

Ein leerer Geschäftsraum ist mit einem Eisengitter verriegelt. (picture alliance /dpa/ Christophe Gateau)

Stefan Genth, HDE-Hauptgeschäftsführer, begrüßt die wirtschaftlichen Hilfen der Bundesregierung für den deutschen Handel in der Coronakrise. Allerdings müsse bei dem Maßnahmenpaket nachgesteuert werden, sagte er im Dlf. Denn nur für Kleinbetriebe gebe es Direkthilfen, andere müssten Kredite beantragen.

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Giegold (Grüne) zu EU-Corona-Bonds "Die Menschen in Krisenländern müssen Europa jetzt spüren"

Sven Giegold im Mai 2019 bie einer Bundespressekonferenz (imago/Jürgen Heinrich)

Der Europaabgeordnete Sven Giegold fordert von der EU ein gemeinsames Vorgehen in Wirtschaftsfragen angesichts der Coronakrise. Er plädiert für Corona-Bonds. Nicht nur deutsche Unternehmen sollten gerettet werden, sondern auch Unternehmen anderer Staaten, denn sonst könne es später teuer werden.

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Coronavirus - von China lernen"Kliniken in Deutschland hatten ein bisschen Zeit sich vorzubereiten"

Ein Schild mit der Aufschrift "Achtung Infektionsgefahr" ist an einem Zelt zur Untersuchung von Corona-Verdachtsfällen an der Einfahrt zum Johanniter-Krankenhaus in Treuenbrietzen in Brandenburg angebracht, aufgenommen am 15. März 2020. (picture alliance/Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa)

Deutschland habe im Gegensatz zu China und Italien den Vorteil, dass es sich auf den Umgang mit Corona-Patienten vorbereiten konnte, sagte Eckhard Nagel, Co-Direktor der Freundschaftsklinik Tongij in Wuhan, im Dlf. Wenn es gelinge, die Patientenzahl kalkulierbar zu halten, gebe es eine ganz andere Versorgungssituation.

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Verschiebung der Olympischen Sommerspiele"Phase der Unsicherheit ist vorbei"

Olympische Ringe vor dem Olympiastadion in Tokio. (imago images / Sven Simon)

Die Olympischen Spiele zu verlegen, sei eine schwierige Entscheidung für das Internationale Olympische Komitee (IOC) gewesen, sagte Veronika Rücker, DOSB-Vorstandschefin, im Dlf. Dennoch sei es gut, dass sie jetzt so getroffen wurde. Einige Athleten seien am Boden zerstört.

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Vorbereitung in Kliniken auf COVID-19"Jetzt ist noch Zeit, Menschen anzulernen"

Zwei Pflegerinnen gehen durch einen Gang, an dessen Wand Intensivstation steht (dpa/picture-alliance/Kästle)

Das Klinikum Wolfsburg in Niedersachsen hat auf seiner Homepage dazu aufgerufen, sich als Freiwillige Helfer zu melden. "Wir bereiten uns auf einen Ansturm von Patienten vor", sagte Bernadett Erdmann, leitende Ärztin in der Notaufnahme, im Dlf. Zudem hofft sie, dass das knappe Material gerecht verteilt wird.

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Milliardenschweres Hilfspaket in Coronakrise„Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz“

Berlin: Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales, spricht bei der 113. Sitzung des Bundestages.  (ZB/dpa/Britta Pedersen)

Deutschland sei ein starker Sozialstaat und habe die Kraft, die schwierige Zeit der Coronakrise zu überstehen, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) im Dlf. Er könne nicht versprechen, dass jeder Arbeitsplatz sicher sei, aber Deutschland habe viele Möglichkeiten, Existenzen und Beschäftigung zu sichern.

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Vermieterverband zu Kündigungsausschluss"Schürt eigentlich völlig unnötig Panik"

Fassaden sanierter Altbauten in Leipzig Connewitz (dpa/Volkmar Heinz)

Für Mieter soll es in der Coronakrise einen Kündigungsausschluss geben. Kai Warnecke vom Verband Haus und Grund hält den Gesetzesvorschlag der Bundesregierung für kontraproduktiv. Dieser bringe gerade unnötige Schärfe und Unsicherheit in die Diskussion, sagte er im Dlf.

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Krisenmanagement in Zeiten von Corona"Der dezentrale Ansatz macht Sinn"

Berittene Polizisten sind am Mainufer unterwegs und achten darauf, dass keine Menschenansammlungen über fünf Personen entstehen, um das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus einzuschränken (dpa / Frank Rumpenhorst)

Es sei besser, 400 Krisenstäbe verteilt über ganz Deutschland zu haben, als einen zentralen in Berlin, sagte Krisenforscher Frank Roselieb im Dlf. Man sei dadurch näher an den Menschen dran. Landräte und Oberbürgermeister könnten besser und schneller über die Situation und Besonderheiten vor Ort entscheiden.

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Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU)"Die Welt und die Gesellschaft in Deutschland wird sich verändern"

Andreas Scheuer (CSU), Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur bei einer Pressekonferenz (dpa/Monika Skolimowska)

Bei der Versorgung mit Lebensmitteln in Deutschland sieht Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nur logistische Schwierigkeiten. "Wir testen überall ab, wo es zu Engpässen kommt", sagte er im Dlf. Die Welt werde sich durch die Coronakrise verändern. Die Digitalisierung werde "einen Schub" erleben.

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Staatsrechtlerin"Es sind ganz massive Grundrechtseinschränkungen"

Die Passantin läuft im Gegenlicht einfallender Sonnenstrahlen durch eine menschenleere U-Ebene.  (Kay Nietfeld / dpa)

Solche massiven Grundrechtseinschränkungen wie derzeit habe man so noch nicht gekannt, weil eine Situation wie die Coronakrise noch nicht gegeben habe, sagte die Staatsrechtlerin Sophie Schönberger im Dlf. Derzeit werde abgewägt "zwischen der Einschränkung von Freiheit und dem Schutz eines höheren Ziels".

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Kontaktverbote wegen Coronavirus"Wir wollen die Menschen nicht in den Wohnungen einsperren"

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern (picture alliance/ dpa/ Jens Büttner)

Die neu beschlossenen Kontaktverbote in Deutschland seien eine harte Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus, sagte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), im Dlf. Man habe damit aber noch härtere Regeln wie Ausgangsbeschränkungen vermeiden wollen.

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Finanzexperte zu Covid-19 und EU-Wirtschaft"Corona-Bonds wären ein Zeichen der Solidarität und Stärke"

Ein riesiges Euro-Symbol am Willy-Brandt-Platz in Frankfurt am Main (Imago/Jan Huebner)

Um die Wirtschaft in Europa während der Coronakrise zu stabilisieren, plädiert Guntram Wolff von der Denkfabrik Bruegel für gemeinsame europäische Hilfsaktionen. Deutschland müsse auch schwache Partner wie Italien mit stützen - "sonst werden wir wahrscheinlich wesentlich höhere Kosten tragen", sagte Wolff im Dlf.

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Corona-Krise in Deutschland"Auch die Arbeitgeber müssen ihre Verantwortung wahrnehmen"

Reiner Hoffmann sitzt auf dem Podium und spricht. (imago/Jürgen Heinrich)

Die Wirtschaftshilfen der Bundesregierung in der Corona-Krise seien, "absolut richtig und notwendig" sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann im Dlf. Zugleich forderte er die Arbeitgeber auf, Erleichterungen bei den Sozialabgaben an die Beschäftigten weiterzugeben, um soziale Schieflagen zu verhindern.

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Verschwörungstheorien"Rechtsextreme nutzen allgemeine Verunsicherung aus"

Mehrere Wappen als Statement für eine Monarchie nach Vorbild des Deutschen Reichs kleben auf einem kleinen Wagen für Menschen mit Gehproblemen. (imago stock&people)

Das Coronavirus bietet Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremen ein optimales Betätigungsfeld, sagte der Konfliktforscher Andreas Zick im Dlf. Man müsse davon ausgehen, dass die Szene die derzeitige Verunsicherung in der Coronakrise ausnutze und versuche ihre Ideologien zu verbreiten.

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CoronakriseInternist: Ausgangsbeschränkungen "unausweichlich"

Der FDP-Politiker und Mediziner Andrew Ullmann spricht im Bundestag (picture alliance/ dpa/ Fabian Sommer)

Bei steigenden Covid-19-Infektionszahlen würden die Kapazitäten in den Intensivstationen möglicherweise sehr schnell aufgebraucht, warnte der Internist und FDP-Politiker Andrew Ullmann im Dlf. Ausgangsbeschränkungen seien für das Allgemeinwohl unausweichlich.

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Ex-Finanzminister Steinbrück zu Coronakrise"Weit existenzieller als die Finanzkrise 2008"

Der frühere SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. (Imago / Müller-Stauffenberg)

Der wirtschaftliche Absturz durch die Coronakrise werde die Auswirkungen der Finanzkrise 2008 übertreffen, sagte der frühere Finanzminister Peer Steinbrück. Er halte die staatlichen Institutionen für handlungsfähig, warnte aber davor, Maßnahmen durch parteipolitische Manöver zu gefährden.

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Startups im Ruhrgebiet"Junge Unternehmen mit unter den Rettungsschirm nehmen"

Die Ruhr Oel-Erdölraffinerien in Gelsenkirchen in den Abendstunden. (imago stock&people )

Die Coronakrise trifft die noch junge Start-up-Szene im Ruhrgebiet hart, sagte Rasmus Beck, oberster Wirtschaftsförderer der Metropolregion Ruhr, im Dlf. Er forderte schnelle, finanzielle Hilfen vom Bund. Für die Zeit nach der Coronakrise müssten zudem die Kommunen schon jetzt entlastet werden.

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Krankenhäuser in Deutschland "Wir fahren mit Vollgas auf die Wand zu"

Ein Operationsteam im Krankenhaus. Eine Frau auf der Liege bekommt ein Beatmungsgerät aufgesetzt.  (imago/Westend61)

Die finanzielle Situation der Krankenhäuser sei angespannt, sagte Josef Düllings vom Verband der Krankenhausdirektoren. Er forderte eine zügige Entscheidung auf Bundesebene, sonst würden Krankenhäuser im Mai in die Insolvenz gehen. Die große Krankheitswelle erwartet er in zwei bis drei Wochen.

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Deutscher Städtetag zu Corona-Partys"Was da passiert, das darf es nicht mehr geben"

Im Park am Weinbergsweg in Berlin sitzen viele Menschen zum Teil dicht nebeneinander (imago images / Sabine Gudath)

Unsolidarisches Verhalten wie auf Corona-Partys müsste in der Gesellschaft nahezu "geächtet" werden, sagte Helmut Dedy vom Deutschen Städtetag im Dlf. Ob die Sensibilität in der Bevölkerung ausgeprägt genug sei, um Ausgangsbeschränkungen zu verhindern, oder oder eben nicht, werde sich an diesem Wochenende zeigen.

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EU-Kommissionspräsidentin Von der Leyen"Wir erleben einen externen Schock durch das Coronavirus"

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) spricht bei einer Pressekonferenz in Brüssel (picture alliance/ EU/ XinHua)

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) will den EU-Staaten "maximale Beinfreiheit" ermöglichen, um ihren Unternehmen durch die Coronakrise zu helfen. Die EU werde etwa Verschuldungsregeln lockern, sagte sie im Dlf. Beim Thema Grenzschließungen hätten die EU-Staaten ihre Lektion gelernt.

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Scholz (SPD) zu Corona-Hilfen"Kreditprogramm ist jetzt scharf geschaltet"

 Olaf Scholz bei der Bundespressekonferenz in Berlin (AA / Abdulhamid Hosbas )

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat den Unternehmern und Solo-Selbstständigen in Deutschland ein umfangreiches Hilfeprogramm im Zuge der Corona-Krise zugesagt. Die Maßnahmen seien auf drei Säulen gestellt, sagte Scholz im Dlf: Darlehen, direkte Hilfe zur Lebenssicherung und Zuschüsse.

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Notkaufprogramm der EZBSinn: "Überhaupt keine Maßnahme gegen die Coronakrise"

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn, ehemaliger Präsident des ifo Instituts, im eleganten Anzug in der Ludwig Maximilian Universität in München. (picture alliance / Sven Simon)

Der ehemalige IFO-Präsident Hans-Werner Sinn hält das angekündigte Anleihekaufprogramm der EZB für vertretbar, in der Coronakrise aber wenig hilfreich. Dabei gehe es nur darum, "die Banken zu halten". Wichtiger seien aktuell Investitionen in die Medizintechnik und die Stütze der Realwirtschaft.

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Wirtschaft und Corona"Entscheidend ist, dass wir schnell und unbürokratisch helfen"

Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie (dpa / Soeren Stache)

Die Bundesregierung wolle alle Unternehmen, auch Kleinbetrieben und Selbstständigen, in der aktuellen schwierigen Lage helfen, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) im Dlf. Dies solle jedoch nicht mit der Gießkanne geschehen. Auch ideologische Debatten über die Form der Hilfe solle es nicht geben.

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Kampf gegen das Coronavirus"Isolation der Menschen ist der einzige Weg"

Polizei und Militär überwachen die Ausgangssperre in Italien (imago / ZUMA Wire / Evandro Inetti)

Das Coronavirus sei unheimlich ansteckend - daher seien Ausgangssperren der einzige Weg, dessen Ausbreitung zu bekämpfen, sagte die italienische Politikerin Laura Garavini im Dlf. Sie fürchte, dass wie in Italien auch Gesundheitssysteme anderer europäischer Länder bald an ihre Grenzen stoßen könnten.

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Medizin-Historiker zur Corona-Pandemie"Jede Seuche ist ein großer Stresstest für eine Gesellschaft"

Children wearing masks are seen in Sanaa, Yemen, March 15, 2020. YEMEN-SANAA-COVID-19 nieyunpeng  (Mohammed Mohammed/Xinhua/imago images)

Seuchen hätten in der Gesellschaft immer tiefe Spuren hinterlassen, sagte der Medizin-Historiker Karl-Heinz Leven im Dlf. Soziale Bande seien zerbrochen, aber auch Zusammenhalt entstanden. Letztlich könnten Katastrophen wie die Corona-Krise auch Innovationsprozesse in Gang setzen, so Leven.

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Hotel- und Gaststättenverband zum Coronavirus"Viele können keine zwei Monate durchhalten"

"Geschlossen" steht am 17.03.2020 in Nürnberg auf einem Schild an der Tür eines Restaurants. Wegen des Coronavirus dürfen in der Gastronomie in Bayern vom 18. bis 30. März nur noch Speiselokale und Betriebskantinen von 6 bis 15 Uhr geöffnet haben.  (dpa / picture alliance / Daniel Karmann)

Die Geschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes Ingrid Hartges hat angesichts der Corona-Krise einen Nothilfefonds für Gaststätten- und Hotelbetreiber gefordert. Inzwischen treffe es fast alle Betriebe der Branche sehr hart. Es herrsche pure Verzweiflung und Existenzangst, sagte sie im Dlf.

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Corona-Impfstoff"Bis 2021 warten, bis er überhaupt verfügbar ist"

Ein Arzt impft am 13.11.2019 einen Patienten  (dpa / picture alliance / Robert Guenther)

Für die aktuelle Corona-Infektionswelle werde ein Impfstoff noch nicht verfügbar sein, sagte Marylyn Addo, Leiterin der Infektiologie an der Uniklinik Hamburg Eppendorf, im Dlf. Die Medikamententestung laufe nun auch langsam an - sie sei zuversichtlich, dass die Wissenschaft diesen Virus besiege.

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Supermärkte"Die Warenversorgung ist absolut sichergestellt"

26.02.2020 Waldshut , DEUTSCHLAND , Hamsterkäufe in einem deutschen Discounter , Schweizer Einkaufstourismus Coronavirus *** 26 02 2020 Waldshut , GERMANY , Buying hamsters in a German discounter , Swiss shopping tourism Coronavirus  (imago images / Geisser)

Man sei momentan bemüht, die Regale wieder aufzufüllen, sagt Stefan Genth vom Handelsverband Deutschland zu den Folgen der Corona-Krise auf den Einzelhandel. Die Warenproduktion in der Lebensmittelindustrie sei aber sichergestellt – es handele sich um reine Logistikprobleme.

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