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StartseiteSport AktuellEthik-Chef in der Kritik28.11.2018

IOCEthik-Chef in der Kritik

Seit Herbst 2017 ist Ban Ki-Moon Chef der Ethikkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Bekannt wurde der Südkoreaner zuvor als UN-Generalsekretär, aus Gründen des Imagegewinns hatte ihn das IOC als unabhängige Persönlichkeit für sein Gremium gewonnen. Aber jetzt hat Ban Ki-Moon Ärger im neuen Amt.

Von Thomas Kistner

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In sichtbar lockerer Atmosphäre gestikulieren 2014 IOC-Präsident Thomas Bach (rechts) und der damalige UN-generalsekretär Ban Ki-moon vor dem Olympiamuseum in Lausanne. (KEYSTONE)
Der Ethik-Chef des IOC, Ban Ki Moon (links), steht in der Kritik. (KEYSTONE)
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Es geht um Ban Ki-Moons Unabhängigkeit. Im Ethikfall des IOC-Spitzenfunktionärs Ahmad al-Sabah aus Kuwait, den in Kürze die Schweizer Justiz anklagen will, hat Ban zwar einen Interessenskonflikt erklärt und sich zurückgezogen. Doch ein Interessenskonflikt könnte sein IOC-Amt generell betreffen: Das im Januar 2018 gegründete "Ban Ki-Moon Centre for Global Citizens" hat enge Verflechtungen mit dem IOC. Und mit Kuwait.

Es betreibt zum einen Partnerschaft mit IOC-Projekten. Und im Vorstand sitzt kein Geringerer als IOC-Generaldirektor Christophe de Kepper. Ein anderer Vorstand kommt aus Kuwait. Zugleich zählt das Land zu den Hauptfinanziers des Zentrums und wird im Februar Tagungsort sein. Gegenüber dem Branchendienst "insidethegames" wies das IOC alle Interessenskonflikte zurück: Ban sei nicht mit dem Fall al-Sabah befasst, und Generaldirektor De Kepper spiele keine Rolle in der Ethikkommission.

Warum blieb al-Sabah so lange im IOC?

In den Fokus rückt aber die Frage, warum die IOC-Ethiker den umstrittenen al-Sabah überhaupt so lange im IOC beließen. Denn der Kuwaiter hatte schon im Mai 2017 sein Vorstandsamt im Fußball-Weltverband Fifa niedergelegt. Seit damals wird er in einem Sportkorruptions-Prozess der US-Justiz als "Mitverschwörer" geführt, es geht um konkrete Schmiergeldzahlungen. Al-Sabah bestreitet alle Vorwürfe. Seinen IOC-Status hatte der schwere Verdacht bisher nicht berührt.

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