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IranInternationale Atomenergiebehörde kann Kontrollen vorerst fortsetzen

Grossi und ein Mitarbeiter sitzen mit Mundschutz an einem glänzenden Glastisch, vor ihnen Getränke und technische Geräte.  (AP / dpa)
Rafael Mariano Grossi (r.) bei seinen Gesprächen in Teheran. (AP / dpa)

Die Internationale Atomenergiebehörde - IAEA - kann ihre Kontrollen des iranischen Nuklearprogramms vorerst fortsetzen.

Das teilte IAEA-Chef Grossi in Wien nach seiner Rückkehr von einem Besuch in Teheran mit. Dort war er unter anderem mit dem iranischen Atombehördenchef Salehi zusammengekommen. Grossi sagte, die IAEA-Inspekteure hätten zwar nicht den gleichen Zugang wie zuletzt. Er gehe aber davon aus, dass sie dennoch ihren Aufgaben nachkommen könnten. Der IAEA-Direktor fügte hinzu, die neue Vereinbarung gelte vorerst für drei Monate. Er hoffe, dass bis dahin wieder eine umfassendere Abmachung getroffen werden könne.

Die iranische Regierung hatte angekündigt, den Inspekteuren den Zugang zu den Nuklearanlagen einzuschränken. Unter anderem soll ihnen die Ansicht von Aufnahmen der Überwachungskameras verweigert werden. Die Inspektionen sind Teil des internationalen Atomabkommens von 2015. Es sollte den Iran am Bau von Nuklearwaffen hindern; im Gegenzug sollten die Sanktionen gegen das Land aufgehoben werden. Die USA stiegen aber im Jahr 2018 unter dem damaligen Präsidenten Trump aus dem Vertrag aus. Seitdem verstößt der Iran bewusst gegen Teile des Abkommens.

Diese Nachricht wurde am 21.02.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.