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IranPräsidentschaftswahl beginnt - Opposition ruft zum Boykott auf

Wahlplakat zeigt den Kandidaten Ibrahim Raisi im Iran.  (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Shota Mizuno)
Wahlplakat zeigt den Kandidaten Ibrahim Raisi (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Shota Mizuno)

Im Iran hat die Präsidentenwahl begonnen.

Als Favorit gilt der ultrakonservative Justizchef Raisi. Insgesamt vier Kandidaten stehen zur Wahl. Von den ursprünglich knapp 600 Bewerberinnen und Bewerbern ließ der Wächterrat, der Teil der iranischen Regierung ist, nur wenige zu. Überraschend durften weder der moderat-konservative Ex-Parlamentspräsident und Chefunterhändler des Atomabkommens, Laridschani, noch der ehemalige Staatspräsident Ahmadineschad zur Wahl antreten.

Der 60-jährige Raisi ist nicht nur Politiker, sondern auch Geistlicher: Er sieht sich als Nachfahre des Propheten Mohammed, im schiitischen Klerus hat er einen hohen Rang inne. Oppositionelle im Ausland riefen zum Boykott der Präsidentenwahl auf. Laut Umfragen wollen weniger als 40 Prozent der Iranerinnen und Iraner ihre Stimme abgeben.

Diese Nachricht wurde am 18.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.