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StartseiteCorsoZwist ist Mist12.10.2018

Is was?! Aufreger der WocheZwist ist Mist

Horst und Markus simulieren Männerfreundschaft, trotzdem ist ihre Partei im tiefen Fall – wie der 1. FC. Die Kanzlerin lässt sich Flügel wachsen, ihr Amtssitz ist nämlich fahrverbotsbedingt bald anders nicht mehr zu erreichen. Und der Papst sollte das Wort „Auftragsmord“ besser noch mal nachschlagen.

Von Sigrid Fischer

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Eine Frau in einem Dirndl von hinten (imago stock&people (Florian Schuh))
Kurz vor der Wahl in Bayern (imago stock&people (Florian Schuh))
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Das ist der Horst Seehofer, der kann dem Markus Söder dabei helfen. Er muss nur übermorgen Abend die Schuld an der Wahlschlappe auf sich nehmen. Aber dazu hat der Horst gaaaar keine Lust. Weil der Horst und der Markus, die tun manchmal nur so, als könnten sie sich ausstehen.

Hochmut und Fall

In Wirklichkeit will aber einer den anderen ausstechen – im peinlich sein. Zwist ist Mist, findet der Wähler und geht weg. Beim 1. FC Strunzverein findet er allerdings keinen Trost. Tabellenplatz 6, ooooch. Auch dieser Fall aus höchster Hochmutshöhe tut nicht jedem leid.

Horst Seehofer: "Ich war nicht gemeint meine Damen und Herren."

I wo. Wer oder was ist aber gemeint, wenn von Auftragsmord die Rede ist? Der Papst sollte es wissen, er lebt schließlich in Italien. Auftragsmörder werden nicht auf Embryos, sondern zum Beipspiel sehr gerne auf ausgewachsene Journalisten angesetzt. Naja, und sexueller Missbrauch kann ja auch zu Abtreibung führen. Hm, heikel, was? Da sollte Franziskus vielleicht noch mal in sich gehen.

Grenzwertige Realität

Genau wie die Kanzlerin, denn diese Kausalkette ergibt auch irgendwie Sinn: deutsche Autolobby – EU-Bremse bei der CO2-Reduktion – alarmierender Weltklimabericht. Bald werden Zufahrtswege zu Bundestag und Kanzleramt mit Fahrverbot belegt. Wenn Angela sich also keine Flügel wachsen lassen will, sollte sie auf ihren Wirtschaftsminister hören, der hat gestern in diesem Sender gesagt, er hätte sich einen Kompromiss in Sachen CO2-Grenzwerte gewünscht, der näher an der Realität wäre als die ausgehandelten 35 Prozent. Und die Realität ist ja nun, dass 35 Prozent noch lange nicht reichen. Und dass die Kohle auch weg muss.

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