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StartseiteSport AktuellIsland setzt auf Schweden08.08.2018

Isländische FußballnationalmannschaftIsland setzt auf Schweden

Island hat bei den letzten beiden großen Fußball-Turnieren für viel Aufsehen gesorgt. Der Vater des Erfolgs, Trainer Heimir Hallgrímsson, hatte seinen Rücktritt bekannt gegeben. Der isländische Fußballverband hat jetzt seinen Nachfolger präsentiert: Den Schweden Erik Hamrén.

Von Jessica Sturmberg

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Erik Hamrén, neuer Trainer der isländischen Fußballnationalmannschaft vor einer Stadionkulisse. (Dlf/Jessica Sturmberg)
Erik Hamrén wird neuer Trainer der isländischen Fußballnationalmannschaft (Dlf/Jessica Sturmberg)
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Der 61-Jährige Erik Hamrén kommt in einer schwierigen Phase nach Island. Der Erfolg hat die Menschen im Land hungrig gemacht, zugleich zeichnet sich auch ein Ende der goldenen Generation ab. Rücktritte deuten sich an, andere kommen altersmäßig langsam an ihre Grenzen.

In dieser sensiblen Phase sei die internationale Erfahrung von Erik Hamrén besonders wichtig, sagte Verbandspräsident Guðni Bergsson: "Ich denke, dass die Erfahrung, die Erik aus drei Ländern mitbringt, all seinen Titeln und die Jahre als schwedischer Nationaltrainer mitbringt, für uns wichtig sind, da wir uns gerade in einem Umbruch, auch personell befinden und unser Ziel ist es, dass der Erfolg weitergeht."

Islands neuer Fußballnationaltrainer Erik Hamrén im Gespräch mit Dlf-Reporterin Jessica Sturmberg (Dlf/Mareike Timm)Erik Hamrén im Gespräch mit Dlf-Reporterin Jessica Sturmberg (Dlf/Mareike Timm)

Hamrén holte als Trainer drei Mal den schwedischen Pokal, die norwegische und dänische Meisterschaft, war zudem bis 2016 sieben Jahre lang Schwedens Nationaltrainer. Als Skandinavier ist er nah dran an der isländischen Mentalität. Hamrén betonte bei seiner Vorstellung in Reykjavík mehrfach, dass er an isländischen Mannschaft vor allem Einstellung, Teamspirit und Kampfgeist sehr schätze.

Er spüre allerdings auch den Druck, der inzwischen auf dem Team laste: "Ja klar, sind die Erwartungen inzwischen hoch, weil sich alle an den Erfolg gewöhnt haben. Der Druck ist da, aber den gibt es in jedem Team. Und ehrlich gesagt, habe ich schon darüber nachgedacht: 'Ist das die richtige Zeit, um das Team zu übernehmen?' Es ist eine wirklich, wirklich große Herausforderung diesen Erfolg fortzuführen und zu versuchen, die Mannschaft weiterzuentwickeln. Aber ich mag die Herausforderung."

Schneller Start in die Nations League

Viel Zeit sich einzuarbeiten bleibt Erik Hamrén aber nicht. Bereits am 8. September spielt Island in der 'Nations League' gegen die Schweiz. Hamrén hat einen Zweijahresvertrag mit der Option einer zweijährigen Verlängerung.

Assistenztrainer wird der Isländer Freyr Alexandersson, der Trainer der isländischen Frauennationalmannschaft, der in einer Doppelrolle die Frauen noch bis zum Ende ihrer WM-Qualifikation begleiten wird. Das heißt, er wird auch beim wichtigen Spiel gegen Deutschland am 1. September noch auf der Trainerbank sitzen.

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