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Islamfeindlicher MordGedenken an Marwa El Sherbini in Dresden

Porträt von El-Sherbini im Hochzeitskleid. (dpa / Privatbild der Familie)
Marwa El-Sherbini. (dpa / Privatbild der Familie)

Mit einer Gedenkfeier vor dem Dresdner Landgericht haben rund hundert Menschen an den islamfeindlichen Mord an Marwa El Sherbini vor zwölf Jahren erinnert.

Vertreter von Stadt, Land und gesellschaftlichen Organisationen legten weiße Rosen für die Ägypterin nieder. Die Linken-Politikerin Klepsch sagte, in Deutschland gebe es ein Rassismusproblem. El Sherbini stehe exemplarisch für wiederkehrende Angriffe auf Mitmenschen in diesem Land. Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Mazyek, führte aus, einer der Fehler der Vergangenheit sei die Bagatellisierung und Verdrängung solcher Themen gewesen.

Sherbini hatte damals einen Mann wegen Beleidigungen angezeigt. Im Gerichtssaal stach dieser dann die schwangere Pharmazeutin am 1. Juli 2009 vor den Augen ihres dreijährigen Sohnes nieder und verletzte auch ihren Mann schwer. Muslime erklärten den 1. Juli später zum Tag gegen antimuslimischen Rassismus.

Diese Nachricht wurde am 02.07.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.