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Islamischer StaatGroßoffensive gegen IS im Nordirak

Schiitische Kämpfer, die die irakische Armee beim Kampf gegen die IS-Miliz unterstützen, nahe der Stadt Tikrit im Irak am 28.02.2015.
Schiitische Kämpfer, die die irakische Armee beim Kampf gegen die IS-Miliz unterstützen, nahe der Stadt Tikrit im Irak am 28.02.2015.

Die irakische Armee hat eine Offensive auf die von der Terrormiliz Islamischer Staat kontrollierten Städte im Nordirak begonnen. Mithilfe von Kampfjets und Hubschraubern greifen nach Angaben eines irakischen Generals etwa 30.000 Soldaten Stellungen des IS an.

Die bislang größte Offensive zur Rückeroberung gilt offenbar hauptsächlich der Stadt Tikrit. Die Dschihadisten werden laut Armee von drei Seiten aus attackiert. Unterstützt von schiitischen Milizen rückten die Streitkräfte Militärkreisen zufolge von Samarra in Richtung der Stadt Al-Dur vor, die als IS-Hochburg gilt. Der Vormarsch der Bodentruppen sei von Angriffen der Luftwaffe begleitet worden.

Die radikal-sunnitische IS-Miliz kontrolliert seit dem Sommer weite Landesteile des Iraks und Syriens. Im Irak kämpfen die Armee und kurdische Peschmerga gegen die Islamisten. In Syrien werden sie sowohl von Regierungstruppen als auch von Rebellen bekämpft. Zudem fliegt eine US-geführte internationale Militärkoalition in beiden Ländern Luftangriffe auf IS-Stellungen.

Ein Korrespondent des Nachrichtensenders Al-Arabija berichtete über Befürchtungen in der Bevölkerung, schiitische Kämpfer könnten sich an den sunnitischen Bürgern rächen. Deshalb seien viele Einwohner von Tikrit, der Heimatstadt des früheren Machthabers Saddam Hussein, geflohen.

(vic/tgs)

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