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StartseiteHintergrundIsland nach der Krise08.10.2011

Island nach der Krise

Ein Land auf der Suche nach sich selbst

Die isländischen Sagas, literarisches Weltkulturerbe, erzählen von Krisen und Katastrophen, aber auch von Helden und Rettern. Jetzt liefert der Finanzkollaps von 2008 erneut Stoff für Erzählungen - und gibt den Isländern Anlass, über eine politische und gesellschaftliche Neuorientierung nachzudenken.

Von Jessica Sturmberg

Thingvellir, der historische Ort, an dem die Isländer ihr Gemeinwesen regelten (Deutschlandradio - Jessica Sturmberg)
Thingvellir, der historische Ort, an dem die Isländer ihr Gemeinwesen regelten (Deutschlandradio - Jessica Sturmberg)
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Wenn Isländer über sich und ihre Wahrnehmung der Welt erzählen, dann schwingt immer der Urgrund ihrer Vergangenheit mit. Dann ist von Heldentaten die Rede – aber auch von Streit und Schlichtung. Im isländischen Bewusstsein vermischen sich Geschichte und Geschichten:

"Es kommt die Zeit des Things, und beide Seiten erscheinen mit zahlreichem Anhang. Gunnar und seine Männer nahmen die Nordseite des Gerichtsrings für den Rangábezirk ein, Gissur stellte sich mit seinem Anhang auf die Südseite, rief Zeugen auf und gebot Gunnar, seinen Eid anzuhören sowie das Vorbringen der Klage und sämtlicher Beweismittel, die er vorzulegen gedachte. Njáll sagte da: Jetzt darf man nicht länger tatenlos sitzen bleiben. Gehen wir zu den Geschworenen!"

Ein Auszug aus der Brennu-Njáls-Saga, die vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammt. Der Rechtskenner und Friedensstifter Njáll in der Brennu-Njáls-Saga erstreitet für seinen Freund Gunnar einen Vergleich. Dieser hatte in einer Schlacht seinen langjährigen Widersacher Þorgeir Otkelsson getötet – dabei war er nur einem Hinterhalt, der gegen ihn gerichtet war, zuvorgekommen.

"Dann erging der Spruch, und er lautete auf Geldbußen, die alle noch auf dem Thing fällig wurden, Gunnar und Kolskegg wurden in die niedere Acht erklärt und hatten für drei Jahre außer Landes zu gehen."

Der Thingvellir mit seinem Gesetzesfelsen ist Islands mythischer Ort von Recht und Ordnung. Es ist das Symbol für den Freistaat Island. In Abwesenheit eines Staatsoberhauptes regelten die frühen Siedler dort nach der Landnahme der Insel ab dem Jahr 930 ihr Gemeinwesen. Wie sich die Wikinger auf diese frühe Form der Demokratie verständigten und wie gut das funktionierte, davon kann man sich eine Vorstellung in den jüngst neu übersetzten Isländersagas wie der Brennu-Njáls-Saga machen. Die mittelalterlichen Heldenbiografien und die Geschichten von Fehden, Liebe, Rache und Stolz erzählen von Menschen, die tatsächlich gelebt haben. Die Handlung mag weitgehend erfunden, ausgeschmückt und idealisiert sein, das Ambiente jedoch ist real: Die Landschaft wird so exakt beschrieben, dass man auch heute noch Wiesen, Flüsse und Berge vor sich sieht. Wie gesagt: Geschichte und Geschichten gehen in Island fließend ineinander über.

Womöglich würde dieses literarische Weltkulturerbe gar nicht existieren, wäre die frühe isländische Gesellschaft nicht nach 300 Jahren in eine tiefe Krise geraten. Zerstörerische Machtkämpfe hatten dazu geführt, dass Island seine Unabhängigkeit verlor und ab Mitte des 13. Jahrhunderts zuerst von der norwegischen, dann von der dänischen Krone regiert wurde.

Mit weitreichenden Folgen für die weitere Entwicklung des Landes. Über Jahrhunderte hinweg wurde Island zu einer fremd beherrschten, armen Bauerngesellschaft. Diese Krise sorgte für einen tiefen Bruch im kollektiven Bewusstsein der Isländer und lebt bis heute in den Sagen fort.

Jetzt sorgt erneut eine Krise für Erzählstoff – der Zusammenbruch des isländischen Finanzsystems vor drei Jahren ist zum literarischen Steinbruch geworden. Wenn die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr die isländische Literatur in den Vordergrund rückt, wird davon immer wieder die Rede sein.

Tatsächlich sind noch niemals so viele Bücher auf Island produziert worden, seit die gigantische Finanzblase im Oktober 2008 platzte. Letztes Jahr lag die Zahl der Neuerscheinungen bei 1500 Büchern – in einem Land mit 320.000 Einwohnern eine beachtliche Zahl. Die Menschen im Krisenland Island wollen diese Geschichte in Geschichten verarbeiten – sie verlangen geradezu nach geistigem Input, sagt Silja Aðalsteinsdóttir, Verlegerin beim alteingesessenen Verlag Mál og Menning:

"Die Öffentlichkeit will isländische Bücher lesen, nicht nur über die Gegenwart, auch das Interesse an historischen Romanen ist neu entfacht."

Für Schriftsteller Einar Kárason ist die Rückbesinnung auf die Erzähltradition gar die einzige Antwort, die die Isländer jetzt geben könnten, nachdem sie durch den Bankencrash viel Geld verloren und ihren Ruf als internationaler Finanzplatz ruiniert hätten:

"Es hat sich klar gezeigt, dass wir Isländer nicht die besten Banker sind. Island hat den Zorn des Auslands auf sich gezogen, viele Menschen im In- und Ausland haben sehr viel Geld verloren. Das kann man nicht beschönigen. Und wir sollten uns jetzt wieder auf das konzentrieren, was wir wirklich können: nämlich Geschichten erzählen."

Mehr noch: Die Menschen wollen Antworten auf eine Katastrophe finden, die wie aus heiterem Himmel über sie kam und aus ihrem angeblich so abgesicherten Wohlfahrtsstaat über Nacht eine finanziell hoch verschuldete und politisch taumelnde Nation machte. Ein Trauma, das bis heute nachwirkt.

"Die dominierende Ideologie in Island während der letzten beiden Jahrzehnte war die Idee des freien Marktes. Von ihm hatte man allerdings eine sehr unkritische Vorstellung – was er leisten kann und was nicht. Das hat mitunter auch zum Crash geführt. In der jetzigen Situation gibt es noch überhaupt keine gemeinsame Idee davon, auf welcher weltanschaulichen Grundlage sich unsere Gesellschaft in Zukunft berufen soll. Es gibt zwar eine Menge Ideen, darunter auch das Konzept einer direkten Demokratie, aber ich glaube nicht, dass das die Lösung sein kann. Der Verfassungsrat hat dieses Konzept ins Spiel gebracht, aber so lässt sich keine praktische Politik machen. Es fehlt an alternativen Gegenmodellen, was jetzt kommen könnte anstelle des naiven Glaubens an den freien Markt. Das ist die Krise. Das ist die eigentliche politische Krise in Island","

erläutert Gunnar Helgi Kristínsson. Der Politikwissenschaftler an der Universität von Island nimmt Bezug auf den Verfassungsrat, der monatelang tagte, um Antworten auf die großen Fragen zu finden, die die Isländer seit dem Krisenherbst 2008 umtreiben. Das Bedürfnis nach einer neuen Verfassung ist eigentlich nicht neu, wollte man schon längst die alte, von Dänemark übernommene Staatsordnung erneuert haben. Die traumatischen Ereignisse bieten nun die Gelegenheit, dies voranzutreiben.

25 Bürger des Landes wurden in einer freien Wahl ermittelt, darunter ein Pastor, eine Regisseurin, ein Landwirt, eine Ärztin, ein Wirtschaftsprofessor. Sie haben nun einen Entwurf vorgelegt.

""Wir haben uns vor allem auf drei Grundwerte konzentriert, die wir als besonders wichtig erachten: Verantwortung, Transparenz und Teilung der Macht. Das waren gewissermaßen unsere Leitlinien","

betont die Sprecherin des Verfassungsrates, Salvör Nordal, Professorin für Philosophie. Diese drei Prinzipien sind die Antwort auf den enormen Vertrauensverlust, den die Politiker mit der Krise erfuhren. Der Ärger über die Politiker sitzt seither tief auf Island. Das erklärt auch, warum sich die Mehrheit des Rates für mehr Elemente der direkten Demokratie ausgesprochen hat – obwohl die Schwierigkeiten, die damit verbunden sein könnten, durchaus bedacht wurden: etwa dass sich viele Fragen nicht auf "Ja" oder "Nein" reduzieren lassen. Oder dass mancher Sachverhalt den Bürgern kaum in seiner Komplexität nahegebracht werden kann.

Ob diese Verfassung, die jetzt als Entwurf vorliegt, jemals in Kraft treten wird oder nicht, darüber entscheidet am Ende das Parlament. Zuvor wünscht sich Salvör Nordal, dass sich die Bürger damit auseinandersetzen. Die öffentlichen Debatten drehen sich gegenwärtig jedoch mehr um die Frage, welche konkreten Lehren aus der Krise zu ziehen sind. Der Zusammenbruch des Finanzsystems war Folge einer ungeheuerlichen Inkompetenz, krimineller Verfehlungen und Korruption, lautete die Schlussfolgerung des parlamentarischen Untersuchungsausschusses.

Allein der frühere Regierungschef Geir Haarde muss sich jedoch vor einem Sondergericht für sein Verhalten verantworten – vor allem dafür, Warnungen fahrlässig ignoriert zu haben, die es vor dem Zusammenbruch in Hülle und Fülle gegeben habe. Im Falle einer Verurteilung drohen dem konservativen Politiker bis zu zwei Jahre Haft. Geir Haarde hat es schwer getroffen, dass die Mehrheit des Parlaments und damit viele seiner Partei- und Kabinettskollegen ihm mit diesem Prozess die Alleinschuld zuwiesen. Nicht nur er selbst sieht sich seither als politisches Bauernopfer. Auch Politologe Gunnar Helgi Kristínsson ist dieser Ansicht.

""Es wäre wirklich unfair, allein Geir Haarde für den Crash verantwortlich zu machen. Aber darin liegt genau die Herausforderung für die Gerichte. Zu entscheiden, ob wir überhaupt die gesetzlichen Grundlagen dafür haben, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Ich habe Zweifel, dass wir sie haben. Wir waren einfach nicht auf so etwas vorbereitet."

Das Sondergericht entschied jedoch tatsächlich diese Woche, die Anklage gegen Geir Haarde in vier von sechs Punkten zuzulassen.

Vielmehr als die Frage nach der persönlichen Verantwortung von Politikern und Managern interessiert die Isländer jedoch, inwieweit das ganze Gesellschaftssystem für den beispiellosen Bankencrash verantwortlich zu machen ist – und ob das Netzwerk der persönlichen Beziehungen nicht Korruption und Nepotismus begünstigte. Island hat so viele Einwohner wie die Stadt Bonn – hier kennt praktisch jeder jeden. Die Grenzen zwischen Freundschaftsdienst oder Nachbarschaftshilfe und Korruption sind fließend, meint der Journalist Jóhann Hauksson, dessen Enthüllungsbuch "Valdaþræðir" - "Fäden der Macht" - in den nächsten Tagen in Island herauskommt.

"Wir sind wie Fische im Wasser, die nicht wissen, dass sie nass sind. Es gibt viele Entscheidungsträger, von denen man nie weiß, ob sie öffentliche oder private Interessen vertreten. Das ist ein sehr ernst zu nehmendes, grundsätzliches Problem in der isländischen Politik und Wirtschaft, sehr ernst, wie ich finde."

Die Atmosphäre ist immer noch angespannt. Die Wut der Bürger kocht in diesem Herbst wieder hoch. Als vergangene Woche unlängst die neue Sitzungsperiode feierlich eröffnet wurde, wurden die Parlamentarier wie auch Staatspräsident Ólafur Ragnar Grímsson vor dem Parlament mit Eiern beworfen. Obwohl die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, und der Internationale Währungsfonds dem Land mittlerweile wieder gute Noten ausstellen, weil das Reformprogramm gut vorankommt, bekommen die Bürger jetzt die Auswirkungen der Sparpolitik so richtig zu spüren. Viele müssen jetzt wieder ihre Kredite bedienen, die ihnen gestundet worden waren. Fast 26.000 Familien konnten in diesem Jahr ihren Verpflichtungen ganz oder teilweise nicht nachkommen.

Anders als Griechenland, das Mitglied des Euroraums ist, konnte Island seine Krone abwerten und damit seine Exporte verbilligen. Der Druck auf die kleinste frei handelbare Währung der Welt blieb allerdings so groß, dass seit jenen Oktobertagen vor drei Jahren der Wechselkurs nur durch Kapitalkontrollen stabil gehalten werden konnte. Das heißt, dass größere Geldsummen nur mit staatlicher Genehmigung ausgeführt werden dürfen. Ursprünglich war dies als Notinstrument gedacht, um den Geldabfluss aus dem Land zu verhindern, doch nun wurden die Kapitalkontrollen erst einmal bis 2015 verlängert. Ökonomen bezweifeln, dass die Währung überhaupt noch zu retten ist. Am Ende liefe sowieso alles auf die Einführung des Euro hinaus, argumentieren die Befürworter des EU-Beitritts von Island. Selbst in diesen Krisenzeiten sei der Euro noch in besserer Verfassung als die heimische Krone.

Die Fronten sind verhärtet – einer wachsenden Zahl von Befürwortern eines EU-Beitritts steht ein harter Kern von EU-Gegnern gegenüber. Politologe Gunnar Helgi Kristínsson bedauert an dieser Europadebatte, dass die Gegner zu emotional, die Befürworter zu technisch argumentierten – so redeten beide aneinander vorbei.

"Viele Menschen haben nur eine sehr vage Vorstellung von dem, worüber sie eigentlich abstimmen sollen, und verbinden diese Entscheidung mit einem möglichen Verlust von Unabhängigkeit oder Souveränität, um die man im 20. Jahrhundert so gerungen hatte. Die Gegner werden diese Vorbehalte als Argument nutzen. Dem stehen die Europabefürworter gegenüber, die zumindest in Island dazu neigen, die europäische Idee als eine rein technische Lösung für die Probleme des Marktes zu vermitteln. Was es nicht ist. Es geht doch um etwas anderes. Natürlich geht es auch um einen gemeinsamen Markt, aber vor allem doch um eine gemeinsame Politik und gemeinsame Ideen."

Selbst die links-grüne Regierungskoalition ist in der Frage des EU-Beitritts gespalten. Nur darauf konnte man sich verständigen: dass nach Abschluss der Beitrittsverhandlungen die Bürger in einem Referendum darüber entscheiden sollen, ob sie in die EU wollen oder nicht. Für viele Isländer ist das eine ganz existenzielle Frage. Und die EU mit ihrer Fischereipolitik und den rigiden Fangquoten wird von vielen als bedrohlich erlebt.

Doch der Beitritt zur EU liegt noch in weiter Ferne. Sehr viel konkreter ist der strikte Sparkurs, den die Regierung eingeschlagen hat oder besser: einschlagen musste. Das Gesundheits- und Bildungssystem hat schmerzliche Einschnitte erfahren. Der Arbeitsmarkt stagniert bei acht Prozent - was für isländische Verhältnisse viel ist. Vor diesem Hintergrund werden die guten Nachrichten kaum wahrgenommen.

Nach zwei Jahren sinkender Wirtschaftsleistung wächst das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr erstmals wieder. Laut IWF um drei Prozent. Das Inflationsziel von drei Prozent wird jedoch voraussichtlich um das doppelte überschritten und bleibt damit ein Sorgenkind. Der zarte Aufschwung steht insgesamt noch auf fragilem Grund, urteilten die Beobachter des Internationalen Währungsfonds. Sie haben gerade erst die letzte Tranche des 2,1-Milliarden-Dollar-Kredits ausbezahlt, was nichts anderes heißt als: ab sofort ist Island wieder auf sich allein gestellt.

Die links-grüne Regierungskoalition hat durch ihre unpopulären Maßnahmen zunächst erheblich an Zustimmung verloren, die Opposition aus Konservativen und Fortschrittspartei konnte davon jedoch nicht profitieren. Auf der Suche nach einer neuen politischen Orientierung haben die Bürger in Reykjavík bei der jüngsten Kommunalwahl auf die Außenseiter gesetzt: die Beste Partei. Eine Truppe von Spaßvögeln, Künstlern, Musikern, Menschen, die alle vorher noch nie Politik gemacht haben und jetzt mit dem Komiker Jón Gnarr den Bürgermeister stellen. Die politischen Konkurrenten hofften wohl heimlich darauf, dass der nette große Junge die Kandidatur selbst als Witz begreifen und schnell wieder aufgeben würde, doch daran denkt Jón Gnarr überhaupt nicht:

"Die Menschen realisieren immer mehr, dass wir real sind. Und dabei konzentrieren sich alle auf mich, weil sie sich festgefahren haben an der Vorstellung, dass es einen Anführer geben muss. Und dass ich dieser große Anführer bin, und wenn man mich politisch erledigt, dann ist das das Ende der Besten Partei. Aber ich bin kein Anführer, ich bin nur Teil einer Gruppe, ein Gesicht, ein Repräsentant. Ich habe keine Lösungen. Ich will nicht, dass die Menschen in erster Linie mir vertrauen, ich will, dass sie sich selbst vertrauen. Das ist die Idee."

Der Wahlerfolg seiner Besten Partei, die aus dem Stand fast 35 Prozent holte, war auch ein Misstrauensvotum für die alteingesessenen Parteien. Romantische Vorstellungen, die der eine oder andere mit der Kandidatur Jón Gnarrs verbunden haben mag, haben sich nicht erfüllt. Doch zumindest dies nehmen die Bürger den Künstlern ab, die jetzt in der Stadt zusammen mit den Sozialdemokraten das Sagen haben: dass sie ihr Bestes geben.

So wie Gunnar aus der Brennu-Njáls-Saga, der in die Verbannung geschickt wurde, es aber nicht übers Herz brachte, ins Exil zu gehen:

"Als sie an den Markarfljót kamen, strauchelte Gunnars Pferd, und er sprang aus dem Sattel. Sein Blick fiel zurück auf den Hof und die sanften Hänge, und er sagte: Schön ist dieser Hang, aber so schön habe ich ihn noch nie gesehen, helle Felder und gemähte Wiesen. Ich werde nach Hause zurückreiten und nirgends hinfahren."

Lieber Tod als Exil. Wegen dieser Haltung wird die Sagengestalt Gunnar bis heute von den Isländern verehrt. Vergangenheit und Gegenwart, Geschichte und Geschichten, gingen in Island schon immer eine enge Verbindung ein.

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