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IsraelNationalistischer Flaggenmarsch schürt Sorge vor neuer Gewalt

Ein Blick auf die Jerusalemer Altstadt mit der Kirche des Heiligen Grabes. (picutre alliance / dpa / Artur Widak)
Blick auf die die Altstadt von Jerusalem (picutre alliance / dpa / Artur Widak)

In Israel schürt ein für heute geplanter Marsch Tausender Nationalisten die Sorge vor neuer Gewalt.

Der sogenannte Flaggenmarsch in der Altstadt von Jerusalem führt auch durch das muslimische Viertel. Damit wird an die Annexion Ostjerusalems im Nahost-Krieg von 1967 erinnert. Die Palästinenser sehen darin eine Provokation. Ihre beiden größten Organisationen Fatah und Hamas riefen zu einem, wie sie betonten, "Tag des Zorns" auf.

Der Flaggenmarsch wurde von Unterstützern des bis noch vor Kurzem regierenden Ministerpräsidenten Netanjahu organisiert und von der neuen Regierung gebilligt.

Ursprünglich sollte der Marsch am 10. Mai stattfinden. Nach dem Beginn des Umzugs feuerten Kämpfer der Hamas im Gazastreifen zahlreiche Raketen in Richtung Jerusalem ab. Damit begann eine elftägige gewaltsame Auseinandersetzung.

Diese Nachricht wurde am 15.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.