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Jahrestag des Brücken-EinsturzesGenua gedenkt der Opfer

Der abgebrochene Rest der Autobahnbrücke steht über dem Tal (AP/Antonio Calanni)
Die Morandi-Brücke am Tag nach dem Unglück - damals starben 43 Menschen. (AP/Antonio Calanni)

Mit einer Schweigeminute ist in Genua an die 43 Menschen erinnert worden, die beim Einsturz der Morandi-Brücke vor einem Jahr ums Leben kamen. Bei einem Gottesdienst in der Nähe des Unglücksortes sprach Kardinal Bagnasco von einer Apokalypse, die allen den Atem verschlagen habe.

Er rief die Bürger der Stadt zu Solidarität und Zusammenhalt auf. Mit dem Leid der Angehörigen müsse jeder behutsam und respektvoll umgehen. An der offiziellen Gedenkfeier nahmen mehrere Vertreter Italiens teil, unter ihnen Staatspräsident Mattarella, Regierungschef Conte sowie die beiden Vizepremierminister Salvini und Di Maio. Auf Drängen der Angehörigen mussten die Vertreter der Autobahn-Betreiber die Gedenkfeier verlassen.

Am 14. August letzten Jahres war ein längeres Teilstück der Morandi-Brücke abgestürzt. Zahlreiche Fahrzeuge und ihre Insassen wurden in die Tiefe gerissen. Vermutlich war mangelnde Wartung die Ursache des Unglücks, endgültig geklärt ist das aber noch nicht. Ob die neue Brücke nach den Entwürfen von Renzo Piano wie vorgesehen im nächsten Frühjahr fertig wird, ist ebenfalls noch unsicher.

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