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Jean-Pierre Raffarin"Merz bewegt sich nahe an Macron"

Der ehemalige französische Premierminister Jean-Pierre Raffarin in Paris. (AFP / Geoffroy Van der Hasselt)
Der ehemalige französische Premierminister Jean-Pierre Raffarin (AFP / Geoffroy Van der Hasselt)

Der frühere französische Regierungschef Raffarin geht davon aus, dass Frankreich auch nach einem Wechsel an der Spitze der CDU gut mit Deutschland zusammenarbeiten wird.

Die Kandidaten Kramp-Karrenbauer und Merz seien beide mit den französischen Projekten für Europa vereinbar, sagte Raffarin im Deutschlandfunk. Der konservative Politiker erklärte, Kramp-Karrenbauer werde in etwa den Kurs von Bundeskanzlerin Merkel fortsetzen. Merz vertrete Positionen, die sich nahe an denen des französischen Präsidenten Macron bewegten.

Raffarin äußerte großen Respekt für die scheidende CDU-Vorsitzende. In Frankreich bewundere man, was Merkel für Deutschland und damit auch für Europa bewirkt habe.

Der deutschen Politik insgesamt empfahl der französische Politiker, den Populisten nicht hinterherzulaufen, weil man sie niemals einholen werde. Es sei gefährlich, wenn man sich nach und nach von extremem Gedankengut aufzehren lasse. Stattdessen müsse man dem eigenen Programm verbunden bleiben und Populisten als politische Gegner bekämpfen.

Das vollständige Interview können Sie hier nachlesen und nachhören - wahlweise in Übersetzung oder im französischen Original.