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JemenLuftangriffe auf Huthi-Rebellen

Kinder in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sammeln in Trümmern Metallteile auf, nachdem die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Luaftangriffe geflogen hat. (AFP /  Mohammed HUWAIS )
Kinder in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sammeln in Trümmern Metallteile auf, nachdem die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Luaftangriffe geflogen hat. (AFP / Mohammed HUWAIS )

Aus dem Jemen werden weitere Luftangriffe auf die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen gemeldet.

Die saudische Luftwaffe bombardierte insgesamt neun Ziele in Sanaa und Umgebung. Dabei wurden mindestens sechs Menschen getötet. Ziel sei es gewesen, den Huthis die Möglichkeit aggressiver Handlungen zu nehmen, hieß es in einer Erklärung, die der Fernsehsender Al-Arabija ausstrahlte. Die Angriffe waren offenbar eine Reaktion auf die Drohnen-Angriffe auf zwei Öl-Pumpstationen einer Pipeline in Saudi-Arabien. Dazu hatte sich die Huthi-Miliz bekannt.

Die Kinderhilfsorganisation Unicef warf der Staatengemeinschaft wegen der anhaltenden Kämpfe im Jemen Ignoranz vor. Die Direktorin der Organisation, Fore, sprach im UNO-Sicherheitsrat von einer Schande für die ganze Welt. In mittlerweile fünf Kriegsjahren seien mehr als 7.300 Kinder getötet oder verstümmelt worden. Die Dunkelziffer liege noch viel höher.

Die Vereinten Nationen beurteilen die Lage im Jemen unverändert kritisch. Trotz des Abzugs der Huthi-Rebellen aus wichtigen Häfen stehe das Land am Scheideweg zwischen Krieg und Frieden, sagte der UNO-Sondergesandte Griffiths. Der Waffenstillstand in der Küstenstadt Hodeida werde zwar weitgehend eingehalten, doch nähmen die Kämpfe in anderen Landesteilen zu. Die Konfliktparteien müssten dringend weiter an einer politischen Lösung arbeiten.

Die Häfen sind für die Versorgung der Menschen im Jemen mit Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern von zentraler Bedeutung.