Montag, 10.12.2018
 
Seit 16:35 Uhr Forschung aktuell
StartseiteInformationen am MittagSaudischer Grenzposten angegriffen01.05.2015

JemenSaudischer Grenzposten angegriffen

Bis jetzt kämpften die Huthi-Rebellen nur im Jemen gegen die Truppen von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi. Nun soll es einen Angriff auf einen Grenzposten Saudi-Arabiens gegeben haben, das die Regierung mit Luftangriffen auf die Rebellen unterstützt. Verhandlungen sind trotz aller Appelle nicht in Sicht.

Von Karin Senz

Yemenis stand on a bridge allegedly hit by an airstrike carried out by the Saudi-led coalition near the central city of Ibb, Yemen, 21 April 2015. (picture alliance / dpa / Stringer)
Durch die Luftangriffe der arabischen Militärallianz im Jemen wurden nach Angaben der WHO etwa 1.000 Menschen getötet. (picture alliance / dpa / Stringer)
  • E-Mail
  • Teilen
  • Tweet
  • Drucken
  • Podcast
Weiterführende Information

Einsatz gegen Huthi-Rebellen - Kämpfe im Jemen gehen weiter
(Deutschlandfunk, Aktuell, 22.04.2015)

Iranische UNO-Initiative - Jemen lehnt Friedensplan ab
(Deutschlandfunk, Aktuell, 19.04.2015)

Bürgerkrieg im Jemen - Deutschland lässt EU-Bürger ausfliegen
(Deutschlandfunk, Aktuell, 17.04.2015)

Der Konflikt im Jemen - Ein Machtkampf droht zum Religionskrieg zu werden
(Deutschlandfunk, Eine Welt, 11.04.2015)

Die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen haben offenbar saudische Kontrollposten an der Grenze angegriffen. Das teilte das Verteidigungsministerium in Riad mit.

Bis jetzt kämpften die Huthi-Rebellen gegen Milizen und Truppen des jemenitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi im Land. Bei dem Versuch über die Grenze zu kommen, sollen mehrere Rebellen, aber auch saudische Soldaten ums Leben gekommen sein. Die saudischen Bodentruppen hätten Unterstützung aus der Luft gehabt, heißt es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums in Riad. Es führt eine arabische Militärallianz an, die seit Ende März Luftangriffe gegen die Huthis fliegt.

Bei den Kämpfen im Jemen sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr 1.200 Menschen getötet worden, darunter viele Zivilisten. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte noch einmal eine Waffenruhe, um die Menschen im Land zu versorgen.

Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien in der Jemen-Krise sind unterdessen noch nicht in Sicht. Die Golfmonarchien und der Iran streiten unter anderem über den Verhandlungsort. Der Golfkooperationsrat besteht auf die saudische Hauptstadt Riad. Der Iran will Gespräche auf neutralem Boden unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk