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StartseiteMusikszeneOrgeln an ungewöhnlichen Orten17.09.2019

Jenseits von Kirche und KonzerthausOrgeln an ungewöhnlichen Orten

"Wenn die Leute nicht in eine Kirche gehen, weil es vielleicht ein Hemmnis ist, dann bringen wir die Orgel zu den Leuten", sagt Orgelbauer Christoph Schindler. Er hat ein fahrbares Freiluftinstrument gebaut. Eine von mehreren Orgeln, deren Einsatzort überrascht.

Von Simon Schomäcker

(Festung Kufstein GmbH 2018 )
Die Heldenorgel in der Festung Kufstein in Österreich (Festung Kufstein GmbH 2018 )
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Die Königin der Instrumente hat ab dem 19. Jahrhundert zunehmend ihren Haupteinsatzort, die Gotteshäuser verlassen . In dieser Zeit erhielten nämlich viele Konzertsäle eine Orgel. Von dort aus war es ein kurzer Weg an weitere, auch ungewöhnliche Orte. So begrüßt die größte spielbare Pfeifenorgel der Welt, die Wanamaker Grand Court Organ, zweimal täglich die Kunden des Kaufhauses Macy’s in Philadelphia/USA.

Das Tiroler Städtchen Kufstein hat mit der "Heldenorgel" nicht nur ein Kriegerdenkmal, sondern auch ein akustisches Wahrzeichen. Denn das Freiluft-Instrument befindet sich im Turm der Festung hoch über der Stadt, ist sehr viel lauter als eine Kirchenorgel und kilometerweit zu hören.

In einem etwa 40 Quadratmeter großen Zimmer stehen zwei Orgelgehäuse, es ist die Hausorgel von Hans-Joachim Stenger. (Simon Schomäcker)Die Hausorgel von Hans-Joachim Stenger in Stadecken-Elsheim bei Mainz. Mit 2300 Pfeifen gehört sie zu den größten ihrer Art in Deutschland. (Simon Schomäcker)

Prinzipal, Subbass & Co. finden sich aber auch in Privatwohnungen, teils von Orgelfans liebevoll selbst konstruiert - oder sogar fahrbar auf einem LKW.

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