Unglück im ÄrmelkanalJohnson fordert Rücknahmeabkommen mit Frankreich

Nach dem Bootsunglück im Ärmelkanal mit mindestens 27 Toten hat der britische Premierminister Johnson ein Abkommen mit Frankreich über die Rücknahme von Migranten gefordert.

26.11.2021

Großbritannien, Dover: Eine Gruppe von mutmaßlichen Migranten überquert den Ärmelkanal in einem kleinen Boot in Richtung Dover. Die Zahl der Flüchtenden über den Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien hat im Juni ein neues Rekordhoch erreicht.
Immer wieder versuchen Migranten, mit kleinen Booten den Ärmelkanal zu überqueren. (Gareth Fuller/PA Wire/dpa)
Das könne der wichtigste Schritt sein, um das Geschäftsmodell krimineller Schlepperbanden zu zerstören, schrieb Johnson auf Twitter. Er habe Frankreichs Präsident Macron eine Reihe von weiteren Maßnahmen vorgeschlagen, um die illegalen Überfahrten zwischen beiden Ländern zu verhindern. Dazu gehöre der Vorschlag gemeinsamer Polizeistreifen an französischen Stränden und Patrouillenfahrten in den Hoheitsgewässern des jeweilig anderen Landes. Macron kündigte unterdessen eine verstärkte Überwachung der französischen Nordküste an.
Gestern kamen erneut Migranten auf kleinen Booten an der englischen Küste an, wie britische Medien berichteten. Am Mittwoch war ein Schlauchboot mit Migranten im Ärmelkanal gekentert. Dabei starben 27 Menschen.
Diese Nachricht wurde am 26.11.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.