Ein Jahr vor WM-StartJournalistengewerkschaft warnt Medienschaffende vor Reisen nach Katar

Die dänische Journalistengewerkschaft hat alle Medienvertreter des Landes aufgefordert, nicht in das Emirat Katar zu reisen, um über die Fußballweltmeisterschaft 2022 zu berichten.

25.11.2021

Arbeiter auf einer Baustelle in Doha/Katar
Arbeiter auf einer Baustelle in Doha/Katar (Archivbild) (imago stock&people)
Zur Begründung sagte der stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende Thulstrup, er traue der Führung in Katar nicht mehr. Zudem sei er in Sorge, dass regierungskritische Informanten womöglich inhaftiert und damit der Quellenschutz gefährdet würden. Hintergrund der Warnung ist die vorübergehende Festsetzung von zwei norwegischen Journalisten. Die beiden wollten ein Jahr vor dem Start der WM in dem Land über die Situation von Arbeitsmigranten berichten. Nach Darstellung der Journalisten mussten sie ihr Filmmaterial löschen. Inzwischen sind sie wieder in Norwegen.
Katars Regierung erklärte, dass die beiden Journalisten keine Drehgenehmigung gehabt hätten und auch ohne Erlaubnis auf das Gelände gegangen seien. Norwegens Ministerpräsident nannte den Vorfall "inakzeptabel".
Diese Nachricht wurde am 25.11.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.