Das Wochenendjournal 04.04.2020

Jung, politisch, rarNachwuchsprobleme in der Demokratie

Beitrag hören Kevin Kühnert (SPD), Bundesvorsitzender der Jusos, spricht auf dem Bundeskongress der Jusos, der Jugendorganisation der SPD, zu den Mitgliedern. (picture alliance/ dpa/ Gregor Fischer)Kevin Kühnert und die Jusos spielten beim SPD-Mitgliederentscheid eine wichtige Rolle. (picture alliance/ dpa/ Gregor Fischer)

Egal ob CDU, SPD oder FDP – die meisten politischen Parteien haben Nachwuchsprobleme. Es gibt zwar viele junge Menschen, die sich engagieren – für Klima- und Umweltschutz, für soziale Gerechtigkeit oder Geflüchtete, doch sie treten dafür nicht unbedingt in eine Partei ein.

Gut 60 Jahre – so alt sind durchschnittlich die Mitglieder der Unionsparteien, ähnlich sieht es bei der SPD aus. Deutlich jünger sind dagegen die Grünen, rund 49 Jahre im Schnitt.  Insgesamt gilt aber: Die demokratischen Parteien in Deutschland werden immer älter. Besonders deutlich zeigt sich das bei Kommunalwahlen, wo Parteien oft keine eigenen Kandidaten finden.

Wie attraktiv ist es noch, sich parteipolitisch einzubringen? Wer ist bereit dazu in Zeiten, in denen jede Woche Berichte über Attacken gegen Kommunalpolitiker öffentlich werden, und die Politikverdrossenheit größer als das Politikinteresse zu sein scheint.

Unser Reporter Michael Borgers war für das Wochenendjournal unterwegs und hat mit jungen Menschen gesprochen: mit Mitgliedern der Jugendorganisationen von FDP und SPD; mit Jugendlichen, die sich außerhalb von Parteien für ihre Mitmenschen einsetzen; mit Schülern und Schülerinnen, die sich interessieren. Und mit dem Präsidenten des NRW-Landtags, der betont, wie wichtig politischer Nachwuchs für die Demokratie ist.

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