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StartseiteCorsoMake Science Great Again25.09.2020

Kabarettist Vince EbertMake Science Great Again

Neun Monate lang hat der Wissenschaftskabarettist Vince Ebert in New York gelebt und auf amerikanischen Standup-Bühnen gespielt. "Da müssen Sie einfach Pointe, Pointe, Pointe bringen", erzählte der Comedian im Dlf. Trotz eines oft schwierigen und rüpelhaften Publikums sei er ganz gut angekommen.

Vince Ebert im Corsogespräch mit Anja Buchmann

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Vince Ebert  ((c) Frank Eidel)
Der Kabarettist Vince Ebert mit neuem Programm ((c) Frank Eidel)
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Er habe einfach Lust auf etwas Neues gehabt, erzählt Wissenschaftskabarettist Vince Ebert im Corsogespräch, und da ihn New York schon immer gereizt habe, sei er eben dorthin gezogen: neun Monate in einer Stadt, die "für Comedians die härteste und brutalste Stadt" sei, so Ebert. Er habe sich gesagt: "Ich versuche in die Stand-up-Clubs rein zu kommen und da mich vor 200 besoffenen Touristen aus dem Mittleren Westen im Publikum zu schlagen".

"Pointe, Pointe, Pointe"

Obwohl er bereits vorher Erfahrungen mit einem englischsprachigen Programm gesammelt habe, das er etwa auf dem Fringe-Festival in Edinburgh gespielt hatte, sei New York doch noch einmal eine andere Nummer. Dort sei ein Set in einer gemischten Show maximal zehn Minuten lang und das Wichtigste sei es, schnell zu agieren: "Da müssen Sie einfach Joke, Joke, Pointe, Pointe, Pointe bringen", erzählt der Comedian. Der Humor auf US-amerikanischen Bühnen sei persönlich, derb und rustikal, aber durchaus auch gesellschaftspolitisch.

Georg Ohm, der Begründer des deutschen Widerstands

Trotz eines häufig schwierigen und auch schon mal rüpelhaften amerikanischen Publikums sei er ganz gut angekommen mit seinem Programm, denn die Leute dort liebten schräge Sachen: "Ein deutscher Comedian, der Physik studiert hat und Witze über Georg Ohm, den Begründer des deutschen Widerstands macht – das fanden New Yorker witzig und interessant".

"Ich wollte nicht dieser neunmalkluge Deutsche sein"

Auch die Deutsche Botschaft wurde auf sein Programm "Sexy Science – serious humour made in Germany" – aufmerksam und habe ihm sogar eine kleine Tour organisiert. Und insbesondere im demokratischen Staat New York kam er mit seinem Anfangsjoke "I’m here to make Science great again" sehr gut an. Allerdings habe er doch vermieden, allzu politisch zu werden: "Ich wollte nicht dieser neunmalkluge Deutsche sein, der den Amis erklärt, wie der Laden zu laufen hat", so Vince Ebert im Dlf.

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