Samstag, 20. August 2022

Kammermusik von Wolfgang Rihm
Stilistisch vielseitig

Den Komponisten Wolfgang Rihm treibt ein Bedürfnis nach persönlichem Ausdruck. Zum 70. Geburtstags des Komponisten hat Cellist Friedrich Gauwerky mit Musikerkollegen frühe Kammermusikwerke von Rihm im Deutschlandfunk Kammermusiksaal aufgenommen.

Am Mikrofon: Klaus Gehrke | 12.03.2022

Ein älterer Mann mit schütterem Haar blickt aufmerksam. Er hält seine Hände an die Ohren, um besser zu hören. Es ist der Komponist Wolfgang Rihm.
Der Komponist Wolfgang Rihm verfolgt aufmerksam die letzte Probe der "Séraphin"-Symphonie. Sie wurde 2011 bei den Donaueschinger Musiktagen uraufgeführt. (dpa picture alliance / Rolf Haid)
Das Frühwerk von Wolfgang orientiert sich an der Zweiten Wiener Schule, später geben ihm literarische Texte und Bildende Kunst Referenz und Schaffensantrieb. Viele Jahre setzt er sich mit der in Moderne-Kreisen verpönten Spätromantik auseinander und verarbeitet deren Elemente mittels der Klangsprache und der Techniken des Postserialismus.
Die in der Sendung vorgestellte CD entstand in Co-Produktion mit dem Deutschlandfunk und ist beim Label Wergo erschienen.
Wolfgang Rihm
Streichtrio op. 9 (1970/71)
„Grat“ für Violoncello solo (1972)
„von weit“ für Violoncello und Klavier (1993)
und andere Werke

Alexandra Greffin-Klein, Violine
Axel Porath, Viola
Friedrich Gauwerky, Violoncello
Florian Uhlig, Klavier
Aufnahmen vom November 2021 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln