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StartseiteMusik-PanoramaGeschichte unterm Brennglas17.12.2018

Kammermusikfest Spannungen 2018Geschichte unterm Brennglas

Bei diesem Konzert knistert es gewaltig. Denn die beiden Protagonisten, Anton Arensky und Sergej Newski, bilden kompositorische Gegenpole. Ein Geschichtspanorama russischer Kammermusik.

Am Mikrofon: Johannes Jansen

Komponist Sergej Newski steht vor einem düsteren Seehafenpanorama (Anton Zherebnov)
War composer in residence beim Kammermusikfest Spannungen 2018: Sergej Newski (Anton Zherebnov)

Den Bogen über ein Jahrhundert russischer Kammermusik schlägt das Heimbacher Konzert mit Werken von Dmitri Schostakowitsch, Sergej Newski und Anton Arensky. Ins Fin de siècle zurückversetzt wähnt man sich bei den ersten Takten der Cellosonate von Schostakowitsch, doch schnell wird klar, dass hier eine von ideologischer Gängelung noch ungezähmte Stimme der Moderne spricht. Für Newski, als composer in residence mit mehreren Werken beim diesjährigen Kammermusikfest vertreten, sind die Zeiten stalinistischer Kunstdoktrin ferne Vergangenheit.
Eine starke Bindung an die romantische Tradition spricht aus dem 1894 als Tschaikowsky-Hommage entstandenen Quartett von Arensky, dem Lehrer Rachmaninows. Viel weiter als zwischen dem fast vergessenen Spätromantiker Arensky und dem Vertreter poststrukturalistischer Musik-Konzepte Newski können ästhetische Positionen kaum auseinander liegen.

Sergej Newski
Klavierquartett

Robert Schumann
Fantasiestücke für Klarinette und Klavier, op. 73

Dmitri Schostakowitsch
Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll, op. 40

Sergej Newski
"Votre MM" für Stimme, Klavier, Klarinette und Violoncello

Anton Arensky
Streichquartett Nr. 2 a-Moll, op. 35

Gergana Gergova, Violine
Yura Lee, Violine
Christian Tetzlaff, Violine
Barbara Buntrock, Viola
Elisabeth Kufferath, Viola
Alban Gerhardt, Violoncello
Gustav Rivinius, Violoncello
Julian Steckel, Violoncello
Aaron Pilsan, Klavier
Alexander Vorontsov, Klavier

Aufnahme vom 22.6.2018 aus dem Wasserkraftwerk, Heimbach

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