Donnerstag, 18.07.2019
 
Seit 19:15 Uhr Dlf-Magazin
StartseiteMusik-PanoramaZwischen Melancholie und Rausch18.02.2019

Kammermusikfest SpannungenZwischen Melancholie und Rausch

In seiner Violasonate verarbeitete Dmitri Schostakowitsch die berühmte Mondscheinsonate von Beethoven. "Man könnte fast meinen, er nimmt da Abschied", sagt Barbara Buntrock. Die Bratschistin spielte das Werk beim Kammermusikfest Spannungen, das von bedrückender Schwermut handelt, aber auch von schwärmerischer Romantik.

Am Mikrofon: Norbert Hornig

Vollmond über dem Indischen Ozean. Aufgenommen 1996. (dpa - Bildarchiv)
Lädt zum Träumen und Sinnieren ein: Vollmond über dem Meer. (dpa - Bildarchiv)

Mit der Violasonate op. 147 brachte Dmitri Schostakowitsch kurz vor seinem Tod sein letztes Werk zu Papier. Ein musikalisches Requiem, dessen tiefschürfend nachdenklicher Inhalt kaum authentischer ausgedrückt werden kann als durch die Viola mit ihrem gedeckten, melancholischen Klang. Dagegen wirken die Klangfülle und Melodienströme im Klavierquintett von Reynaldo Hahn geradezu heilsam. Es ist erstaunlich, dass dieses spätromantische Werk so lange Zeit völlig vergessen war. Das Konzert klingt aus mit einem der populärsten Stücke von Alexander Borodin. Die Liebe zu seiner Frau Jekaterina inspirierte den Komponisten zu seinem zweiten Streichquartett, das im nächtlichen Liebesgesang des "Nocturne" einen unwiderstehlichen Zauber entfaltet.

Dmitri Schostakowitsch
Sonate für Viola und Klavier C-Dur op. 147

Gabriel Fauré
Nocturne op. 33 Nr. 3

Reynaldo Hahn
Klavierquintett fis-Moll

Alexander Borodin
Streichquartett Nr. 2 D-Dur

Gabriel Fauré
Impromptu op. 31 Nr. 2

Byol Kang, Violine
Anna Reszniak, Violine
Elisabeth Kufferath, Violine
Barbara Buntrock, Viola
Yura Lee, Viola
Julian Steckel, Violoncello
Aaron Pilsan, Klavier
Artur Pizarro, Klavier

Aufnahme vom 24. Juni 2018 aus dem Wasserkraftwerk, Heimbach

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk