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Kampf gegen KlimawandelNorwegens ehrgeizige Klimaziele

Ein Areal des Aksdal Einkaufcenters im südwestlichen Norwegen, in dem sich Tankstellen mit herkömmlichen Treibstoffen befinden und Elektro-Ladestationen.  (imago/Ludwig Heimrath)
Im Aksdal Einkaufszentrum im südwestlichen Norwegen gestaltet sich das Betanken von Elektrofahrzeugen einfach. (imago/Ludwig Heimrath)

Das Ölförderland Norwegen gewinnt seinen Strom zu fast 100 Prozent aus umweltfreundlichen Quellen wie Wasser und Wind. Jetzt soll der CO2-Ausstoß noch geringerer werden. Oslo will Benzin- und Dieselfahrzeuge einschränken.

Norwegen will im Kampf gegen den Klimawandel drastische Maßnahmen ergreifen. Wenn es nach der Regierung geht, sollen ab 2025 keine neuen Benzin- und Dieselfahrzeuge mehr auf den Straßen fahren. Damit soll der Ausstoß von klimaschädlichen Abgasen verringert werden. Das ist ein wichtiger Punkt im Nationalen Transportplan, der derzeit im Land heftig diskutiert wird.

Norwegen, dank großer Öl- und Gasvorkommen reich geworden, gewinnt nahezu 100 Prozent seines Stroms aus umweltfreundlichen Quellen: Wasser und Wind. Der Transportsektor ist für ein Drittel des C02-Ausstoßes verantwortlich.

Der Regierung geht es nicht nur um die Autos: Nach 2030 sollen auch alle neuen Schiffe und Fähren abgasfrei sein, im Flug- und im Schwerlastverkehr soll mehr Biotreibstoff eingesetzt werden.

15 Prozent aller neu zugelassenen Personenwagen fahren mit Strom

Das Land mit etwas mehr als fünf Millionen Einwohnern ist in Sachen E-Mobilität bereits führend. In keinem anderen Staat in Europa werden gemessen an der Bevölkerung so viele Elektroautos verkauft. 15 Prozent aller neu zugelassenen Personenwagen fahren mit Strom. Und es sollen noch viel mehr werden. Die Anschaffung von Elektroautos wird in Norwegen bereits seit Jahren massiv gefördert, mit Steuererleichterungen und Abgabenfreiheit.

(pg/nin)

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