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KannibalismusFruchtfliegen schützen ihre Eier mit Pheromonen

Eine Fruchtfliege (drosophila melanogaster) auf einem Blatt. (imago stock&people / blickwinkel)
Fruchtfliegen sorgen mit Pheromonen dafür, dass ihre Larven keinen Kannibalismus begehen. (imago stock&people / blickwinkel)

Fruchtfliegen schützen ihren Nachwuchs mit einem Trick vor Kannibalismus.

Mithilfe einer chemischen Tarnung bewahren sie ihre Eier davor, von räuberischen Larven der eigenen Art gefressen zu werden. Wie ein internationales Forschungsteam im Fachmagazin "PLOS Biology" schreibt, enthalten die Eier eine dünne Wachsschicht. Darin finden sich Pheromone beider Eltern. Besonders eines davon, das von der Mutter stammende 7,11-Heptacosadien, hält offenbar Fruchtfliegen-Larven davon ab, sich über die Eier herzumachen. Experimente zeigten: Fehlt einer Larve der Rezeptor für den mütterlichen Botenstoff, frisst sie arteigene Eier.

Die Wissenschaftler hatten die Zusammensetzung der Eier-Wachsschicht mittels Massen-Spektrometrie ermittelt.