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KatastrophenschutzSchuster rechnet mit Einführung von "Cell Broadcast"

Überschwemmungen in Erftstadt-Blessem. (Rhein-Erft-Kreis)
In Erftstadt-Blessem dürfen heute voraussichtlich Menschen in ihre Häuser zurück. (Rhein-Erft-Kreis)

Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Schuster, erwartet die Einführung von Warnungen per Handynachricht.

Schuster sagte im ARD-Fernsehen, Bundesinnenminister Seehofer habe im Prinzip schon fast entschieden, dass das sogenannte Cell Broadcasting komme. Dieses System werde gemeinsam mit Sirenen in den nächsten Jahren garantiert Wirkung erzielen, sagte Schuster weiter. Beim Cell Broadcasting wird ähnlich wie bei einer SMS eine Nachricht an alle Handynutzer verschickt, die sich in einer Funkzelle aufhalten. Nach der Unwetterkatastrophe mit mehr als 170 Toten im Westen Deutschlands hatte es Vorwürfe gegeben, die Anwohner in den betroffenen Gebieten seien nicht ausreichend gewarnt worden. Schuster räumte ein, es sei nicht alles optimal gelaufen.

Inzwischen normalisiert sich die Lage in Nordrhein-Westfalen weiter. In Erftstadt-Blessem dürfen einige Anwohner heute voraussichtlich dauerhaft in ihre Häuser zurück.

Diese Nachricht wurde am 22.07.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.