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Katholische KircheKölner Kardinal Woelki bleibt im Amt

Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Köln, spricht bei einer Pressekonferenz des Erzbistum Köln zur Vorstellung der Konsequenzen aus dem vergangene Woche veröffentlichten Missbrauchsgutachten des Strafrechtlers Gercke. (picture alliance / dpa / Oliver Berg)
Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Köln (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Der Kölner Kardinal Woelki bleibt laut Meldungen mehrerer Medien im Amt.

Unter Berufung auf Kirchenkreise wird von einer entsprechenden Entscheidung von Papst Franziskus berichtet. In den Meldungen heißt es, Woelki nehme eine Bedenkzeit von Mitte Oktober bis zum Beginn der Fastenzeit. Unklar war zunächst, ob Woelki die Auszeit auf eigenen Wunsch oder auf Anordnung des Papstes nimmt.

Woelki stand im Zusammenhang mit der Missbrauchsaffäre unter Druck. Der Unmut über den Erzbischof war gewachsen, nachdem er die Veröffentlichung eines Gutachtens über den Umgang mit Fällen sexualisierter Gewalt mit Verweis auf rechtliche Gründe verhindert hatte. Woelki selbst wurde juristisch entlastet. Einen Rücktritt lehnte er mehrfach ab. Im Juni hatte der Papst zwei Gesandte nach Köln geschickt, um die Situtation vor Ort zu prüfen. Dabei ging es auch um die Rolle des Hamburger Erzbischofs Heße. In der vergangenen Woche lehnte der Papst ein Rücktrittsgesuch Heßes ab.

Diese Nachricht wurde am 24.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.