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Katholische KircheKölner Ordensfrau plädiert für grundsätzliche Reformen

Emmanuela Kohlhaas ( (c) Thomas Frings und Emmanuela Kohlhaas, privat)
Emmanuela Kohlhaas ( (c) Thomas Frings und Emmanuela Kohlhaas, privat)

Die Priorin der Benediktinerinnengemeinschaft Köln, Emmanuela Kohlhaas, hat grundsätzliche Reformen der katholischen Kirche angemahnt.

Die Kirche leide unter einem Ideal des Gehorsams, das eher etwas mit Vasallengehorsam zu tun habe, sagte sie im Deutschlandfunk. Es gebe eine Spaltung zwischen den Menschen an der Basis, die im Sinne des Evangliums für andere Menschen da sein wollten, und einer kirchlichen Struktur, die sich verselbstständigt habe. Zur Entscheidung von Papst Franziskus, den Hamburger Erzbischof Heße im Amt zu belassen, meinte die Priorin, sie könne verstehen, dass viele Menschen darüber entsetzt seien.

Skeptisch äußerte sich die Ordensfrau zum Synodalen Weg, bei dem Kleriker und Laien über Reformen beraten. Es würde sie überraschen, wenn es dabe gelinge, auch nur einen Text mehrheitlich zu verabschieden. Denn in der Synodalversammlung könnten die Laien die Bischöfe nicht überstimmen. Was man in der Kirche aber dringend brauche, sei echte Mitsprache.

Diese Nachricht wurde am 24.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.